Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056712
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Kraft, David  Krahe, Peter Joseph. 
schönsten Arbeiten gehören: eine Schaumünze auf die Akademie zu Paris; eine 
solche auf den Abt Metastasio. Er starb zu München im Jahr 1781. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Kraft, David, Maler in Schweden, blühte um das Jahr 1710. Er fertigte auf 
Befehl der nachmaligen Königin Ulrica Eleonore. das Bildniss ihres Bruders Karl XIL, 
welches diesem König, der sich ungern malen liess, der sprechenden Aehnlich- 
keit wegen so missüel, dasser den Kopf herausschnitt. J. Smith und P. Tanic 
stachen es in Kupfer, auch radirten C. Fritsch, Fiquet, Spielberg und Andere 
nach ihm. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kraft, Jan Lodewijk, Zeichner und Kupferätzer, geboren zu Brüssel im Jahr 
1710. Er gab 1733 heraus: Tresor des fables choisies des plus excellents mytho- 
logistes mit 150 Kupferstichen. Von ihm sind ferner alle Porträts zu der Histoire 
generale de 1a maison d'Autriche, welche 1744 zu Brüssel in drei Bänden erschien. 
Er radirte auch einzelne Blätter, die selten sind, z. B.: Jesus bei Nikodemus nach 
Rubens; S. Martin nach van Dyck; der Dorfziegenhirt nach Teniers. Sein 
Zeichen ist K. f. Er starb gegen das Ende des 18. Jahrhundert-s. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon,  
Huber, Handbuch für Kunstliebhaber, Sechster Tlieil.  Immerzeel, De (Levens en Werken der 
Holland. en Vlaam. Kuustschilders u. s. w. 
Kraft, Nikolaus, Baumeister von Stettin. Er erbaute im Jahr 1411 den Thurm 
am Mühlthore zu Brandenburg. 
Literatur. Ott e, Handbuch der Kunstarchäologie, S. 171. 
Krahe, Johann Iiambert, Maler und Kupferstecher, geboren zu Düsseldorf im 
Jahr 1712. Seine Eltern waren arm und er besuchte durch Vermittlung eines Gönners 
im Gefolge des Grafen Plettenberg Italien. Durch den Tod des letztern plötzlich 
in eine hülflose Lage versetzt, fand er einen nothdürftigen Unterhalt, indem er 
Heiligenbilder für einen Jesuiten malte. In seinen Nebenstunden aber widmete er 
sich um so eifriger den Studien des Raphael, Caracci und der Antiken. So ge- 
lang es ihm, sich einen Namen zu machen und er wurde Professor der Akademie zu 
S. Lukas in Rom, sowie. der Akademie in Florenz. Kardinal Valenti empfahl ihn im 
Jahr 1755 dem Kurfürsten von der Pfalz, welcher ihn zum Direktor der mit seiner 
Hülfe gestifteten Akademie zu Düsseldorf und später auch zum Direktor der dortigen 
Gemäldegallerie ernannte. Wir nennen von seinen Arbeiten: der Plafond der kur- 
fürstlichen Bibliothek zu Mannheim; eine schlafende Maria, die sich in der genannten 
Gallerie befindet; vier Plafonds in dem Beurather-Schlosse bei Düsseldorf. Nach 
ihm hat Joseph Fratrel sein Bildniss und eine heil. Familie in Rembrandt's Ge- 
schmack geätzt, und ebenso er selbst den Raub der Sabinerinnen. Den Anforde- 
rungen der jetzigen Zeit genügen seine Werke wenig mehr. Er starb im Jahr 17 90. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Mcrtens, Entwurf einer Lebensgeschichte des- 
selben.  Meusel, Teutsches Künstlerlexikon.  Wiegmann, Die königliche Kunstakademie zu 
Düsseldorf. 
Krahe, Peter Joseph, Maler und Baumeister, geboren zu Mannheim im Jahr 
1758. Im Jahr 1770 wurde er Professor an der Akademie in Düsseldorf, hauptsäch- 
lich für die Perspektive, und begann hier das Studium der Baukunst, WelCheT 91' Sich 
nach einer Reise durch Italien im Jahr 1782 ganz ergab. Im Jahr 1785 besuchte 
er mit W. Tischbein und andern Künstlern Neapel, wo er mehrere architek- 
tonische Aufnahmen von Pompeji und Herkulanum für d'Agincourts Werk besorgte. 
Im Jahr 1786 begab er sich nach München, im Jahr 1789 nahm er die ihm vom kur- 
trierschen Hofe angebotene Stelle eines Kammerraths und Oberballldirßktors an, und 
später war er zugleich Privatbaumeister der vertriebenen Könige Ludwig XVIII. und 
Karl X. von Frankreich. Nach der Katastrophe in den Rheinlanden wurde er vier 
Jahre lang das Genie-, Artillerie- und Brückenwesen 011118 allen Gehalt zu leiten 
gezwungen, und besorgte hierauf die Errichtung der Denkmale für die Generale 
Hoche und Mareeau. Als Kammer- und Klosterrath des Herzogs Karl Wilhelm Fer- 
dinand von Braunschweig führte er bedeutende Bauten in reinem Geschmack aus. 
Im Jahr 1840 starb er.  
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.
        

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