Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056678
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Koornhaert  Koslowski. 
Koornhaert, Dirk Volkertszen, Kupferstecher, geboren zu Amsterdam im Jahr 
1522. Er stach nach Heemskerk den grossen Kindermord, die grosse Kreuzigung, 
die zwölf Schutzheiligen u. s. w. und war der Lehrer von H. Goltzius , der sein 
Porträt stach. Auch die Rethorik und Dichtkunst, sowie mehrere andere Künste und 
Wissenschaften hatte er inne und schrieb gegen Ketzerhinrichtungen u. s. w. Er 
starb im Jahr 1590izu Gouda. 
Literatur. Karel van Mander, Het Schilder Boeck. Thmsterdam 1618: 
KOPf, Joseph, Bildhauer der Gegenwart, geboren zu Unlingen in Württemberg. 
Er besuchte in neuester Zeit, nach siebenjährigem Aufenthalt in Rom , seine Eltern, 
welche gegenwärtig in Bezenweiler wohnen. König Wilhelm besitzt von ihm ein 
Relief, die Verstossung der Hagar und Ismaels, auch sind von ihm zwei Figuren, 
Sommer und Frühling, für die kronprinzliche Villa. in Berg vollendet. In seinem 
Atelier zu Rom eüsteht unter seinem Meisel jetzt eine grosse Fontaine mit vier 
Figuren, die nach Russland bestimmt ist. 
Literatur. Schwäbische Kronik1859, S. 1131. 
Kopisch, August, Maler und Dichter , geboren zu Breslau im Jahr 1799. Im 
Jahr 1815 bezog er die Akademie zu Prag, reiste hierauf nach Wien, kehrte im 
Jahr 1819 nach Breslau zurück, hielt sich drei Jahre in Dresden auf, und begab sich 
dann nach Rom und Neapel. Im Jahr 1828 ging er nach Berlin und erhielt daselbst im 
Jahr 1844 das Prädikat Professor. Obwohl seine Gedichte bedeutender sind als seine 
Gemälde , da ihn ein Uebel an der rechten Hand an der technischen Vollendung hin- 
derte , so stehen doch letztere höher als die eines blossen Diletta ten. Wir nennen 
von denselben: der Sonnenuntergang in den pontinischen Sümplien und die blaue 
Grotte bei Capri , welche er selbst als treliflicher Schwimmer entdeckt hatte. Im 
Jahr 1853 starb er zu Berlin. 
Lätgzrärtur. Conversationslexikon von Brockhaus.  Deutsches Kunstblatt 1853, S. 70, 
Koppin, Ludwig, Graveur und Bossirer zu Berlin, geboren zu Küstrin im Jahr 
1737. Wir nennen von seinen Arbeiten: ein grosses Medaillon in Elfenbein für das 
Fundament des um das Jahr 1780 erbauten Thurms der französischen Kirche auf dem 
Friedrichsmarkte zu Berlin, welches Krüger stach; ein wegen der Aehnlichkeit, 
Schönheit der Form und treiflichen Ausführung mit Beifall aufgenommenes Brustbild 
des Herzogs Leopold von Braunschweig. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikou. 
KOIb, Jörg, Maler. Er malte im Jahr 1512 dem Herzog Ulrich von Württem- 
berg „seine Stube und etliche Feldlager" um 115 11. 
Literatur. Beschreibung des Stadtdirektionsbezirks Stuttgart, S. 249. 
Korner (Körner), Medailleur am Hofe von Hessenkassel um das Jahr 1'765. Seine 
Zeichen sind Kor. Kor. und K. K. 
Literatur. Brulliot, Dictionuaire des Monogrammes. 
Kornmann, Johann, Goldschmied und Wachsbossirer von Augsburg, blühte um 
das Jahr 1650. Pabst Urban VIII. und mehrere Kardinäle machten bei ihm Be- 
stellungen vou Medaillen und Brustbildern. Durch die Inquisition verlor er lange 
Zeit seine Freiheit und Vermögen.  
Literatur. Füssli, Allgemeines Küustlerlexikon. 
KOIOGbOS begann den Bau des grossen Mysterientempels der Demeiver Zll Eleusis 
und errichtete die unteren Säulen daran. 
Literatur. Kugler, Geschichte der Baukunst 1, 257. 
Kortüm, F12, Baumeister der Gegenwart aus Neustrelitz. Er machte seine Studien 
in Berlin, hielt sich längere Zeit in New-York auf und lebt jetzt zu Hamilton im 
westlichen Canada. Unter seiner Leitung wurde im Jahr 1857 ein grosses Lager- 
haus fur Mr.,Jones und Comp. aufgeführt, welches in Hinsicht der äusseren Schönheit 
und inneru Zweckmässigkeit mit jedem Gebäude im brittischen Amerika den Vergleich 
aushalten kann. Sein Plan der City Hall daselbst erhielt gleichfalls den Vorzug vor 
vielen andern. 
Literatur. Deutsches Kunsthlutt 1857, S. 166. 
Koslowski, Michael Iwanowitsch, Bildhauer. Er besuchte die Akademie zu 
Petersburg und bildete sich dann durch längeren Aufenthalt in Italien weiter aus.
        

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