Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056640
Koller , Johann Ulrich 
Koninck , Salomon. 
513 
Jahre 1280 nach Oppenheim aus und War dort bei dem Bau der Kat-harinakirche als 
Magister thätig. Um das Jahr 1297 lebte er noch. 
Literatur. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler. 
Koller, Johann Ulrich, Maler zu Winterthur, geboren daselbst im Jahr 1753. 
Er lernte bei Joh. Ulrich Schellenberg und bildete sich nach Heinrich Wüst 
und Salornon Gessner weiter aus. In Folge von Krankheit konnte er nicht anders 
malen, als wenn er den Arm hinter der Hand unterstützte. Die Behandlung seiner 
Werke war fleissig, leicht und ungezwungen , das Colorit früher zu gelbroth, später 
wahr, warm und markig. E1' starb im Jahr 1789. 
Literatur. Meuselv, Teutsches Kiinstlerlexikon. 
Koller, Rudolf, Maler, geboren zu Zürich im Jahr 1828. Er sollte, wie sein 
Vater, Metzger werden, Wozu er aber nicht die mindeste Lust zeigte. In seinem 
16. Jahre verliess er die Schule und lernte bei dem Zeichnungslehrer Schweizer 
und Maler Ulrich in Zürich. Seine Fortschritte hatten zur Folge, dass er in den 
Jahren 1845 und 1846 jedesmal auf einige Monate nach Stuttgart geschickt wurde, 
um dort Pferdstudien zu machen. Bald darauf bezog er die Akademie zu Düsseldorf 
und verblieb dort ein Jahr. Darauf bildete er sich in Belgien und in Paris nach 
alten Meistern, ohne dabei die Natur aus den Augen zu verlieren. Nach einjährigcm 
Aufenthalte in Paris kehrte er in seine Heimat-h zurück und trat zum erstenmale mit 
Arbeiten vor das grössere Publikum. Die Jahre 1850 und 1851 verlebte er in 
München, wo er mit Friedrich Voltz, Steffan u. A. in innige Beziehungen kam. 
Hier war es, wo ihm sein eigentlicher Beruf klar wurde. Gesundheitsrücksichten 
und Unzufriedenheit mit seinen Leistungen trieben ihn nach Zürich zurück. Dort 
fand er eine Natur, der er sich näher fühlte. Seit 1856 hat er seinen ständigen 
Wohnsitz daselbst aufgeschlagen. Seine Heimkehr von der Alpe erregte im Jahre 
1857 in München, wo das Stück zuerst im Kunstverein ausgestellt war, und auf 
der grossen Ausstellung von 1858 viel- Sensation. Er gehört der entschiedensten 
realistischen Richtung au und beherrscht die Farbe mit seltener Meisterschaft. Am 
sichersten bewegt er sich. in grossen Verhältnissen, welchen seine brillante Farben- 
gebung angemessen ist. Wir nennen ferner von seinen Arbeiten: Kühe in einem 
Krautgarten; eine Rinderheerde auf der Alp; der Wallenstätter See, wo die Natur 
in ihren grossartigen Schauern treu wiedergegeben ist. 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1853, S. 411. 1857, S. 227ff.  Handschriftliche Nach- 
richten. 
Kolotes , Bildhauer. Er war Schüler und Gehilfe des Phidias bei der Ausführung 
des olympischen Zeus und machte sich auch durch mehrere eigene Werke chrysele- 
phantiner Art, zu Olympia und zu Elis , berühmt. 
Literatur. Dr. Heinrich Brunn, Geschichte der griechischen Künstler i, 242 ff.  Kuglßl": Hand" 
buch der Kunstgeschichte i, 143. 
Koninck, David de, Maler, geboren zu Antwerpen im Jahr 1636. Er war ein 
Schüler von Jan Fyt und malte wie dieser lebende und todte Thiere, Blumen und 
Früchte. Nachdem er Deutschland und Frankreich bereist hatte, liess er sich zu 
Rom nieder, wo er unter dem Namen Rammelaar (Kaninchen) in die Malerinnung 
aufgenommen wurde. Er pflegte nämlich dieses Thier auf seinen Bildern häufig anzu- 
bringen. Seine Pinselzüge sind fest und leicht, seine Färbung natürlich und kräftig. 
Daher wurden seine Arbeiten sehr gesucht, obgleich er Jan Fyt nicht ganz erreicht-e. 
Im Jahr 1687 starb er zu Rüm- 
Literatur. Fügsli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. 
en Vlaam. Kuustachilders u. s. w. 
Koninck, Salomon, Maler und Kupferstecher, geboren zu Amsterdam im Jahr 
1609. Zuerst durch David Colijns im Zeichnen, dann durch Frahciscus Ver- 
nando und Nikolaus Moijaert im Malen unterrichtet, trat er im Jahr 1630 in 
die Malerinnung seiner Vaterstadt. Er'ist durch üeissige Durchbildung der Charak- 
tere und meisterhaftes Helldunkel hervorragend, und fertigte sowohl Porträte als 
Historien. 'Von letztem nennen Wir! David und Bathseba, welches Stück der Ge- 
Müller, Künstler-Lexikon. n. 33
        

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