Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056572
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Koch , J ohanu Konrad 
Köbel. 
heil. Bernhard von Speyer. Als Lithograph dringt er in den Geist der Meister, 
namentlich Overbecks, glücklich ein. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.  Cottafsches  
Eigene Notizen. 
Koch, Johann Konrad, königlicher Bildhauer zu Berlin. Er fertigte einige 
Statuen und die Modelle zu den vier Sklaven an der Statue Königs Friedrich I., sowie 
die durch eine Feuersbrunst verdorbene marmorne, mit Basreliefs geschmückte, Kanzel 
der S. Petrikirche in Berlin, und eine andere für die Garnisonskirche zu Potsdam. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Koch, Joseph, Kupferstecher, geboren in Böhmen, blühte 1778-1802 in Prag. 
Er besuchte die Normalschule daselbst unter Kohl. Wir nennen von seinen Ar- 
beiten: das Bildniss der Frau Katharina Militka nach Wander von Grünwald; 
das Abendmahl unter beiderlei Gestalt; der Bunzlauer Kreis , eine Landkarte. 
Literatur. Dlabacz , Allgemeines Künstlerlexikon. 
Koch, Joseph Anton, Maler und Kupferstecher, geboren zu Obergiebeln am 
Bach in der Pfarrei Elbingalb im Lechthale im Jahr 1768. Er war der Sohn 
eines Bauern und zeichnete schon als Hirtenjunge mit einem Steine auf Schiefer. 
Der Weihbischof von Umgelder in Augsburg empfahl ihn als Zögling der Hohen 
Karlsschule zu Stuttgart, wo er schöne Fortschritte machte, aber auch bereits in 
Spottzeichnungen sich erging, wie sein in der Kunstschule zu Stuttgart befind- 
liches Tagebuch einer Ferienreise zeigt. Den Zwang der Disciplin daselbst konnte 
er in die Länge nicht ertragen, und entüoh nach sechsjährigem Aufenthalt im Jahr 
1791 nach Strassburg. Hier betheiligte er sich an dem Jakobinerklub, und begab 
sich dann in die Schweiz, studirte in Mailand und Florenz die Werke alter und neuer 
Kunst und fand endlich sein Ziel in Rom. In Folge der politischen Unruhen ging 
er von da nach München, Dresden und Wien, kehrte aber im Jahr 1808 wieder nach 
Rom zurück. In der Weise Poussins suchte er der Landschaft einen historischen 
Charakter zu verleihen, und entfaltete eine vorzügliche linearische Zusammenstel- 
lung der Naturformen. Wir fuhren als Beispiel hievon eine in der Pinakothek zu 
München befindliche historische Landschaft an. " Ferner nennen wir von seinen Ar- 
beiten: das Opfer Noah's; mehrere Landschaften aus der Schweiz, aus Olevano und 
Subiaco; die Fresken aus Dante's göttlicher Komödie in der Villa Massimi, insbe- 
sondere die Scene , mit welcher Dante die Hölle beginnt. 1"" Er gehört zu Carstens 
vorzüglichsten Nachfolgern. Sein Zeichen ist J. K. Er starb zu Rom im Jahr 1839. 
Literatur. Brulliot, Dieticnnaii-e des Monogrammes.  Conversationslexikon von Brock- 
haus.  Cottafsches Kunstbfatt 1822, S. 187. 1839, S. 591i".  Deutsches Kunstblatt 
1855, S 37 lf. 1857, S. 1011i.  Kuglor, Handbuch der Geschichte der Malerei.  Neuer Nekrß- 
log der Deutschen 1839, S. 124111  Tyrolisches Künstierlexikon. 
Koch, Lukas Korneliszen der, Maler und Kupferstecher, geboren zu Leyden 
im Jahr 1495. Er war ein Sohn und Schüler des Cornelis Engelbrechtszen. 
Da die Kunst damals in Leyden schlecht ging, so verdiente er sich sein Brod zu- 
gleich als Koch, woher sein Beiname. Er war ein tüchtiger Meister in Oel- und 
Wasserfarben, fertigte namentlich einige hübsch componirte und ausgeführte bib- 
lische Geschichten, wie die Ehebrecherin. Später ging er mit seiner Familie nach 
England. Er stach auch biblische Geschichten und Landschaften, und führte sie 
sehr schön aus. i 
Literatur. Karel van Mander, Het Schilder Boeek. T'Amsterdam 1618. 
Koch, Wolf, Baumeister von Ruifach, Er arbeitete am Münster zu Freiburg im 
Breisgau bis 1554.  
Literatur. Otte, Handbuch der Kunstai-chäoiogie, S. 172.: l 
Kübel, G., Zeichner und Maler der Gegenwart in München. Er ist ein Schüler 
des Ungarn Marko und hat sich dessen höchst angenehme. beStilllmte Weise zu 
zeichnen angeeignet. Wir nennen von seinen Arbeiten: zwei Bilder aus der Um- 
gegend Roms; die Ansicht der Peterskirche; Schloss Fluchenstein; Ruine des römi- 
schen Amphitheaters zu Nizza. 
Literatur. Cottzfsches Kunstblatt 1841, S. 90. 1854, 5.441.  Eigene Notizen.  Dr. Söltl, 
Die bildende Kunst in München. 
Äbßebildec in den D enkmälern der Kunst. Atlas zu Kuglers Handb. der Knnstgescil. Taf. 133, Fig. i. 
Ebendaselbsf. Taf. 106, Fig. 3.
        

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