Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056550
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Kobell , Franz 
Kobell, Jan. 
heim sich gründlichen Kunststudien zu widmen , und sich dann in Paris von 1768 an 
noch weiter auszubilden, und ernannte ihn nach seiner Rückkehr zum Hofmaler und 
Professor an der Akademie. Im Jahr 1793 siedelte er nach München über und wurde 
Galleriedirektor daselbst. Er war mehr geeignet, mit der Radirnadel den Formen 
der Natur, als mit dem Pinsel ihren Farbenwirkungen nachzugehen. Seine zahl- 
reichen Blätter, welche die heimische Natur in ihrer grössten Stille und Einfachheit, 
und ihre Verbindung mit dem schlichtesten menschlichen Verkehr darstellen, geben 
ein abgerundetes künstlerisches Ganze, worin sich eine entschiedene Stimmung aus- 
spricht. Wir nennen von denselben: vier Landschaften, Mondscheine mit Bauern- 
hütten; zwei Landschaften, eine mit einer Mühle, die andere mit Vieh auf der Weide. 
Seine Arbeiten bezeichnete er theils mit seinem ganzen Namen, theils mit f. undH 
fK, theils mit beigesetztem Monogramme. Er starb zu München im Jahr 1799. XF 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Deutsches Kunstblntt 1858, S. 280.  
Huber, Handbuch für Kunstliehhßber. Zweiter Theil.  Kug-ler, Kleine Schriften.  Meusel, 
Teutsches Künstlerlexikon. 
Kobell, Franz, Maler und Zeichner, geboren zu Mannheim im Jahr 1749. Er 
war ein Bruder des Ferdinand, verlor seine Eltern frühzeitig und kam zu einem 
Kaufmann in Mainz, wo er vier Jahre als Lehrling blieb. Von da an legte er sich 
aber theils auf das landschaftliche, theils auf das Architekturzeichnen, und erfreute 
sich gleichfalls der Gunst Karl Theodors, welcher ihm im Jahr 1776 die Mittel zu 
einer Reise nach Italien gab. Hier verweilte er bis zum Jahr 1785 , und kehrte dann 
nach München zurück, wohin indessen der Hof verlegt worden war. Im Jahr 1796 
wurde er kurfürstlicher Hofmaler. Er zog die Feder dem Pinsel vor , weil sie 
schneller dem Gang seiner Ideen folgte, und die Zahl seiner Blätter beläuft sich über 
10,000. Während Manche daran manierirte Härte und Uebcrladung tadeln , werden 
sie von einer andern Seite her ungemein gelobt. Er starb zu München im Jahr 1822. 
Literatur. Cottaßsches Kunstblatt 1822, S. 181111  Göthe, Winkelmann und sein Jahrhundert 
2, 161.  Margg raff, München mit seinen Kunstschiitzen, S. 108. 
KObElI, Heinrich, Maler und Kupferätzer in München , geboren zu Mannheim im 
Jahr 1741. Er hielt sich einige Zeit in England auf und malte daselbst vortreffliche 
Nacht- und Seestiicke, die grösstentheils von Brookshaw und Watson meisterhaft 
in schwarzer Kunst ausgeführt sind. Wir nennen von seinen radirten Blättern: ein 
holländisches Seestück mit Figuren und einer grossen Kirche; eine Landschaft, im 
Vordergrunde mit einer grossen Maierei und einer Aussicht in das Meer; dieselbe 
Landschaft, mehr überarbeitet und als Mondschein dargestellt, ein schönes Nacht- 
stück. Seine üüchtigen Federzcichnungen haben mehr Verdienst als seine ausgeführten. 
Literatur. Huber, Handbuch für Kunstliebhaber. Zweit-er Theil. 
K0b611, Helldrik, Marinemaler und Kupferstecher, geboren zu Rotterdam im 
Jahr 1751. Obschon Anfangs durch seinen Vater, einen Kaufmann, zu dem gleichen 
Gewerbe angehalten, wurde er doch ein geschickter Künstler. Seine Bilder zeichnen 
sich durch Correctheit des Umrisses, Adel und Feuer der Composition, Kraft 11m1 
Gewandtheit der Ausführung aus. Fokke, de Sallieth und Brookshaw haben 
nach ihm in Kupfer gestochen. Er selbst radirte einige Blätter geistreich. 1m Jahr 
17 82 starb er in seiner Geburtsstadt. 
Lliera-lllß 1111111911981, De LGVGDS E11 Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschildersnl. S- W- 
Kobell, Jan, Thiermaler und Kupferstecher, geboren zu Rotterdam oder Utrecht 
im Jahr 1782. Er war ein Sohn des Hendrikjn, und wurde nach deSSßll Tßde im 
Wüisellilanse daselbst erzogen. Seine Kunst lernte er bei W. R- Vßn der W311, 
vorzüglich aber auch durch Naturstudium. Ein von ihm im Jahr 1312 Zu Paris aus- 
gestelltes Bild, welches eine Weide mit drei Stück Vieh zur Anschauung brachte. 
und sich theils durch Neuheit der Composition , theils durch Originalität des Pinsels 
auszeichnete, wurde mit der goldenen Medaille belohnt. Seine Gemälde, worin er 
sich Paul Potter zum Vorbild nahm, werden sehr theuer bezahlt. Er radirte auch im: 
Einiges. Beigesetzte Monogramme wurden von ihm gßbrßuchii- Er starb in 11011611 
Ehren zu Amsterdam im Jahr 1814. u! 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Cehvßrlationslexikon von Brock- 
haus.  Immerzuel, De Levens an Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w., welcher 
auch sein Bildniss gibt
        

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