Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056541
Knolle 
Kobell, Ferdinand. 
503 
Knolle, Johann Heinrich Friedrich Ludwig , Kupferstecher von Braunschweig, 
geboren im Jahr 1807. Er vollendete zu Mailand unter Anderloni seine Studien 
und machte sich zuerst durch den Stich des Bildes von Hildebrandt, Eduards IV. 
Söhne darstellend , bekannt. Von seinen Arbeiten nennen wir ferner: Othello er- 
zählt der Desdemona seine Kriegsabentheuer nach Demselben; die Magdalena in 
Dresden nach Correggio; die Madonna in Söder nach Demselbeu; Maria in 
der Herrlichkeit nach Murillo; das Bildniss des Herzogs Wilhelm von Braun- 
schweig nach eigener Zeichnung. Er weiss die Eigenthümlichkeit der Meister in 
allen Theilen auf's treuste wiederzugeben. 
Literatur. Gonversationslexikon von Meyer.  Deutsches Kunstblatt 1850, S. 941i, 
s. 256. 1856, s. 241m, s. 350. 1857, s. 214. 
Knaller, Martin, Maler, geboren zu Steinach in Tyrol im Jahr 1728. Zufällig 
entdeckte Troger sein Talent in einer von ihm an die Mauer gemachten Zeichnung 
und nahm ihn mit sich nach Wien , wo er in einer Zeit von acht Jahren ausserordent- 
liche Fortschritte machte. Im Jahr 1753 erhielt er den grossen Preis der Historien- 
malerei für den jungen Tobias, welcher die Augen seines Vaters heilt. Im 25. Jahre 
ging er nach Rom, wo er seinen Styl änderte und den dortigen annahm. Nach zwei 
Jahren begab er sich nach Mailand und wurde daselbst als Hofmaler angestellt. Im 
Jahr 1'758 besuchte er Rom zum zweitenmal und befreundete sich dort besonders mit 
Raphael Mengs, machte auch einen Ausflug nach Neapel. Im Jahr 1'760 wurde 
er nach Mailand zurückberufen undbekleidete die Stelle eines Professors an der dor- 
tigen Akademie; auch verschaffte ihm eine Copie nach Raphael für die Kaiserin 
Maria Theresia die Erhebung in den Adelsstand. Man vermisst an seinen Gemälden 
die Idealität, abgesehen hievon aber sind sie preiswürdig wegen des Gewaltigen im 
Ausdruck , der Gegensätze, des Verschmelzens und Verilechtens der Gruppen, sowie 
des lebendigen und harmonischen Colorits und der correcten Zeichnung. Wir nennen 
von denselben: in Mailand die Apotheose Alberichs des Grossen; zu Varese bei Mai- 
land Moses , der Wasser aus dem Felsen lockt; in Wien das Bildniss Leopolds II.; 
in der Kirche zu Meran die Himmelfahrt Maria, Christi Geburt und die Einsetzung 
des Abendmahls; in der Kirche zu Neresheim die Auferstehung Christi und die Reini- 
gung Maria. Er starb zu Mailand im Jahr 1804. 
Literatur. Beiträge zur Geschichte und Statistik von Tyrol von {Sßh-Deutsches 
Kunstblatt 1858, S. 99. 
Knowles, ein englischer Kapitän und Baumeister. Er baute im Jahr 1392 die 
Brücke von Rochester. 
Literatur. Eüssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Knufer (Knupfer) , Nikolas , Maler, geboren zu Leipzig-im Jahr 1603. Seine 
Lehrer waren Emanuel Nysen und Abraham Bloemaert. In Utrecht setzte er 
sich auch und malte fir den König von Dänemark drei Schlachten, welche seine 
Vorgänger gewonnen hatten. Man kennt ausserdem von ihm historische Stücke, 
Genrebilder und Bacchanalen mit starkem und wohlgeschmelztem Colorit und zier- 
licher Ausarbeitung. Sein Bildniss stach P. J ode und C. G. Geys er nach ihm ein 
Johannesfest. 
Literatur. Descamps, L8 V19 des peintres ilamands, ullemands et hollandois. Zweiter Theil.  Fiissli, 
Allgemeines Künstlerlexikon. 
Knyif, Alfred de , Maler der Gegenwart, geboren in Brüssel. Er erhielt im 
Jahr 1857 die Medaille dritter Klasse, hat ein lebendiges Gefühl der Natur, eine 
dichterische Auffassung derselben , und ist sehr strebsam. Wir nennen von seinen 
Arbeiten: eine Ansicht von Sicilien; eine Ansicht aus der Campina bei Sonnenunter- 
gang; Erinnerung an Condroz. 
Literatur. Cetslogue de Yexlloiitioß des beaux arts. Paris 1855.  Deutsches Kunst- 
blatt 1855, s. 141, s. 37a. 
Kobell, Ferdinand, Maler und Kupferstecher, geboren zu Mannheim im. Jahr 
1740. Sein Vater, der kurfiirstlicher Rath war, bestimmte ihn zu gleicher Laufbahn 
und liess ihn in Heidelberg studiren. Nachdem er hier absolvirt hatte , wurde er 
Hofkammersekretär; allein dieses Geschäft sprach ihn nicht an. Glücklicherweise 
wendete ihm Kurfürst Karl Theodor in Folge einer sehr gelungenen ländlichen Aus- 
sicht seine Gunst zu, machte es ihm möglich, unter Peter Verschaffelt zu Mann-
        

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