Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056536
502 
Knoblauch 
Knall , Michael. 
Opernhaus in Berlin; den neuen Flügel des Schlosses zu Charlottenburg; das Schloss 
zu Zerbst. Auch seine Bildnisse und Landschaften werden gelobt. Er starb im 
Jahr 1753.  
Literatur. Conversationslexikon von Brockhaus.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  
Ku gier, Handbuch der Kunstgeschichte.  Memoires de 1'A cademie de B erlin Tom. Vlll, worin 
König Friedrich selbst das Ehrengedächt-niss desselben niederlegte. 
Knoblauch, Eduard, Baurath in Berlin. Er hat sich durch seine Privatbauten 
einen ehrenvollen Namen erworben. Wir nennen von denselben das grossartige, in 
antikem reinem Styl ausgeführte Palais der russischen Gesandtschaft zu Berlin. 1' 
Literatur. Deutsches Kunstblutt 1857, S. 94.  Springer, Geschichte der bildenden Künste 
im '19. Jahrhundert, S. 178. 
Knoderer (Knoder), Hans, Hofmaler des Kaisers Maximilian I. Im Jahr 1508 
stellte er eine Bescheinigung für empfangenes Reisegeld , „um gen augspurg zu 
reitten etwas zu mallen" , aus. Die von ihm gemalten „zottende Mendl" (Wald- 
menschen 7) wurden nach Auftrag des Kaisers von Peutinger in Holz geschnitten. 
Ausserdem ist von ihm nur noch das bekannt, dass er mit der Malerfamilie Gumpolt 
in Augsburg verschwägert war und im Jahr 1522 das Bürgerrecht und die Zunft 
daselbst aufgab. 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1852, S. 77 und S. 231i.  Theodor Herberger, Konrad 
Peutiuger in seinem Verhältnisse zum Kaiser Maximilian I. in dem Jahresbericht für Schwaben und 
Neubnrg für 1849 und 1850, S. 60 if. 
Knöbel, Johann Friedrich, Baumeister, geboren zu Dresden im Jahr 1724. Er 
lernte bei J. C. Knöfel und arbeitete geraume Zeit in Polen, WO er unter Anderem 
einen Flügel des königlichen Schlosses und die darin befindliche Kapelle zu Grodno, 
sowie den Graf Brühlischen Palast zu Warschau baute. Im Jahr 1765 kehrte er 
zurück, wurde kurfürstlich sächsischer Landbaumeister und starb im Jahr 1792. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Kiiustlerlexikon.  Meusel, Teutsches Künstlerlexikon. 
Knöfler, Georg, Bildhauer, geboren zu Schelke im Jahr 1715. Er lernte zu- 
erst bei einem geringen Bildhauer daselbst, hernach bei Glume zu Berlin und end- 
lich bei Thomä zu Dresden, wo er in Folge des Studiums der Antiken seine Manier 
änderte. Im Jahr 1742 wurde er Hofbildhauer und im Jahr 1764 Professor an der 
neuerrichteten Kunstakademie. Man kennt von ihm neben Anderem das Grabmal 
des Grafen von Lynar in der Kirche zu Liebenau. Viele seiner Arbeiten gingen 
bei dem Bombardement von Dresden und auf den BrühPschen Gütern zu Grund. Er 
starb im Jahr 1779.  
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Klmll, Konrad, Bildhauer der Gegenwart in München. Er ist bekannt durch 
seine Statuette, Sappho und der Tannhäuserschild. Im Auftrag Königs Maximilian II. 
fertigte er in neuester Zeit das Modell zu einem Standbild des Wolfram von Eschen- 
bach, welches in dessen muthmasslicher Geburtsstadt Eschenbach in Mittelfranken 
aufgestellt werden soll.   
itcrutur. Allgemeine Zeitung 1858, Beilage zu Nro.287.  Deutsches Kunstblutt 1857, S- 144, 
Knoll, Michael, Baumeister, geboren zu Geislingen im Jahr 1805. Sein Vater, 
Johann Friedrich , war ein geschickter Kunstdrechsler, auch Feldmesser daselbst, 
und der Sohn lernte gleichfalls beides. Aus Veranlassung der Correction der Steige 
bei Geislingen wurde Oberbaumth von Etzel auf ihn aufmerksam und nahm ihn 
im Jahr 1822 in seine Bauschule auf, wo er sich mehrere Jahre dem Studium des 
Strassen- und Brückenbaus und der Hochbaukunde eifrig widmete; Im Jahr 1841 
erhielt er als zweiter technischer Referent beim Ministerium des Innern die Oberauf. 
sicht für die Unterhaltung sämmtlicher Staatsstrassen des Landes. 1841 wurde er 
zum technischen Mitglied der württembergischen Eisenbahncommission und zum Ober- 
baurath ernannt, und besuchte sofort den grösseren Theil der deutschen und belgi- 
sehen, sowie der elsässischen Bahnen. Im Jahr 1345 erhielt er die Leitung der Bahn 
von Esslingen bis Ulm , welche den Uebergang über die Alp in sich begreift, und 
iillrte das grossartige und schwierige Werk trefflich aus. Im Jahr 1852 starb er 
zu Stuttgart. 
llilßfß-tur. Neuer Nekrolog der Deutschen 1852, S. 4345.  Weyßrmann, Neue Nachrichten 
 von Gelehrten und Künstlern der vormaligen Reichsstadt Ulm. 
Tafaosäbägg-ilfäglä. den Denkmälern der Kunst. Atlas zu Kuglers Handbuch der Kunstgeschichte.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.