Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056441
Klein , Wilhelm 
Klengel. 
493 
radirten Blätter, welche zu den schönsten und geistreichsten Leistungen dieser Art 
gehören. Er behandelt Scenen aus dem Volksleben und dem militärischen Kreise, 
Thierstücke und Landschaften und berücksichtigt die Eigenthümlichkeit der verschie- 
denen Nationalitäten in jeder Lage des Lebens auf's Genaueste. Hauptblätter sind 
seine Fuhrwerke, namentlich das wallachische. Ferner nennen wir von seinen Ar- 
beiten: die Jahrmarktsscene in Berchtesgaden; die Halt bei der Weinschenke im 
Tivoli; der liegende Spitzhund. Man kennt von ihm im Ganzen gegen 430 Blätter. ' 
Dieselben sind theils mit seinem Namen versehen, theils tragen sie beigesetzte Mon0-  
gramme. Er ist auch Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. 
Literatur. Cottaßsches Kunstb1atti883, S. 851i".  Kugler, Kleine Schriften.  Nagler, Die 
Monogrammisten.  Rettberg, Nürnbergs Kunstleben.  Verzeichniss der von Johann Adam 
Klein, Maler und Kupferstecher, gezeichneten und radirten Blätter vom Jahr 1805-1846. Stuttgart. 
1853. (Der-Verfasser ist Ludwig Ebnet in Augsburg.) x 
Klein, Wilhelm, Maler, geboren zu Düsseldorf im Jahr 1821. Er war 1831 
bis 1840 Eleve der Akademie und gehörte dann noch eine Zeitlang der Meisterklasse 
daselbst an. Wir nennen von seinen Arbeiten, denen eine anspruchslose Natürlich- 
keit und sinnige Auffassung eigen ist: eine Abendlandschaft; eine Eifellandschaft; 
die Stadt Elberfeld für das Rheinlandsalbum; der Weg am Fluss für die Ausstellung 
zu München im Jahr 1858; Holländer Seestrand für die Ausstellung zu Stuttgart 
in demselben Jahr.  
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1854, S. 371.  Eigene Notizen.  Kngler, Kleine Schrif- 
ten.  Wiegmann, Die königliche Kunstakademie zu Düsseldorf. 
Kleine , Karl Heinrich Isidor, Maler der Gegenwart aus Lauchstadt. Er bildete 
sich um das Jahr 1832 unter Kretschmar, später unter Begas in Berlin, malt 
Bildnisse und Genrestücke mit gefälliger Gomposition und geistreicher Behandlung. 
Wir nennen von seinen Arbeiten : den kleinen Vogelsteller und die Taubenpost, 
von L. de Mars lithographirt, sowie die im Jahr 1840 gekrönte Rückkehr des 
jungen Tobias. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Kleiner, Salomon, Baumeister und Zeichner, geboren zu Augsburg im Jahr 1703. 
Er war Professor der Baukunst am Theresianum zu Wien und hatte den Titel eines 
churmainzischen Baumeisters. Wir nennen von seinen Arbeiten: Dilucida repraesen- 
tatio Caes. Bibliothecae a J. E. de Fischer exstructae , gestochen von Sedelmayr; 
die Kirchen und Klöster zu Wien, gestochen von G. D. Heumann und H. Sper- 
ling; Ansichten des churmainzischen Schlosses Favorit, gestochen von J oh. August 
Corvinus. Er starb zu Wien im Jahr 1'759. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Lipowsky, Bayrisches Künstlerlexikon. 
Kleinhanns , Joseph, Bildschnitzer, geboren zu Nauders im Jahr 1777. Er 
wurde im vierten Jahre durch die Kindspocken des Augenlichts beraubt und legte 
sich daher auf das Holzschneiden, besonders von Cruciiixen, worin er sich im 22. Jahre 
bei Franz Nissl im Zillerthale noch mehr vervollkommnete. Für den Fürstbischof 
zu Brixen fertigte er die Statue des Karl Borromäus, für den zu Chur einen David, 
für Zangerle zu Latsch ein Crucilix mit Maria und Johannes, sämmtlich treifliche 
Arbeiten. 
Literatur. Tyroler Almanach auf das Jahr 1803. 
Klengel, Johann Christian, Maler und Kupferstecher, geboren zu Kesseldorf 
im Jahr 1751. Sein Vater war ein armer Landmann und er selbst zuerst ein Buch- 
binderlehrling. Durch Vermittlung des Direktors von Hagedorn wurde er der Aka- 
demie der Künste in Dresden unter Dietrich's Leitung einverleibt. Noch in spätem 
Jahren ging er nach Italien, um dort Studien zu machen, war jedoch für dieses Land 
Weniger geschaffen. Höhere Idealcompositionen blieben seiner Phantasie und Palette 
gleich fremd, aber das Element seiner Kunst war die treueste und glücklichste Nach- 
ahmung der Natur in Sachsens und Böhmens malerischen Gebirgs- und Waldgegenden. 
Auch gelangen ihm idyllische Compositionen, Korn-, Heu-, Kartoffelernten vortreff- 
lich, und sein letztes Werk, eine Kuchenbäckerei in einer Pächterstube am Vorabend 
des Kirchweihfestes , zeigt noch seine ganze Kraft, wenn auch der ihm sonst so 
eigene Farbensinn etwas geschwunden zu sein schien. Im Radiren war er weniger 
charakteristisch und bestimmt. Wir nennen ferner von seinen Arbeiten: zwei Land-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.