Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056401
Kiss 
Klagemann. 
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nehme. Ferner schuf er dort unter Anderem den herrlichen Genius der schönen 
Künste. Der römische Staatsrath ernannte ihn zum Mitglied der Commission über 
die öifentliche Ausstellung der Kunstschätze. Von den Arbeiten, welche er seit seiner 
im Jahr 1810 erfolgten Rückkehr nach Wien, wo er k. k. Hofbildhauer wurde, aus- 
fuhrte, nennen wir: das Grabmal des erwähnten Cobenzl; das des grossen Orienta- 
listen Hammer in einem von der Antike ganz verschiedenen Styl; das Marmorbrust- 
bild des Kaisers Franz für Fürst Prosper Siuzendorf. Er starb zu Wien im Jahr 1827. 
lßlgralur, Hormayr, Archiv für Geschichte u. s. w. 1821, S. 1346.  Oesterreichische National- 
Encyclopädie. 
KiSS, August, Bildhauer, geboren zu Pless im Jahr 1802. Er genoss seinen 
ersten Unterricht in der Schule zu Gleiwit-z und kam im Jahr 1822 nach Berlin, wo 
er sich auf der Akademie und bei Rauch weiter bildete. Im Jahr 1851 erhielt er 
in London für seine reitende Amazone, welche einen Speer gegen einen Panther zu 
schleudern im Begriif ist, die grosse Verdienstmedaille. Dieses Bild, welches den 
heissesten Kampf höchst drastisch zur Anschaung bringt, schmückt jetzt die Treppen- 
wände des Museums in Berlin.  Im Jahr 1855 erhielt er in Paris für den heil. Georg 
zu Pferd die Preismedaille zweiter Klasse. Auch ist er Mitglied der Berliner Kunst- 
akademie, Professor am dortigen Gewerbeinstitut und Ritter des Rothen Adlerordens 
dritter Klasse. Von seinen Arbeiten nennen wir noch: die Statue Friedrich Wilhelm III. 
in Königsberg; die Friedrichs des Grossen in Breslau; das Denkmal des Herzogs 
Leopold Friedrich Franz zu Anhalt, Welches im Jahr 1858 in Dessau aufgestellt wurde. 
Literatur. Catalogue de Pexposition des beaux arts. Paris1855.  Gonversationslexikon 
von Brockhaus.  Deutsches Kunstblatt 1851, S. 396. 1855, S. 463. 1858, S. 30812".  
Eigene Notizen. 
Kitchingman, John, Miniaturmaler und Kupferstecher, wurde um 1740 geboren. 
Im Jahr 1770 nahm ihn die Akademie in London zu ihrem Mitglied auf. Nach ihm 
kennt man von H. Kingsburg, the Beggar and his Dogg, und von J. R. Smith, 
Children seeking a Brids-Nest, zwei schöne Schwarzkunstblätter; dann von B. T. 
Pouncy vier gute Marinen, Building , Chace, Unlading, Dissolution of a lutter. Er 
selbst schabte nach J. F. Barbieri die Rückkehr des verlorenen Sohns und nach 
R. E. Pine das sehr schöne Bildniss des berufenen Joh. Wilkes in Schwarzkunst. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kittenstein (Kittenstyn) , Gornelius, Kupfersteoher, blühte in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts zu Harlem. Man kennt von ihm verschiedene Stiche nach Dirk 
Hals , welche Trachten des genannten Jahrhunderts darstellen; die fünf Sinne nach 
Demselben; der Triumph des Prinzen von Orauien; der gestrandete Walliisch in 
Holland u. s. w. Er bediente sich der Zeichen Kitten. fe; Kittenst.; Kittest. fecit, 
setzte auch seinen Namen ganz bei. 
Literatur. Brulliot. Dictionnaire des Monogrammes.  Conversationslexikon von Meyer. 
Kittlitz, F. H. von, Maler der Gegenwart. Er begleitete den Kapitän Lütke 
auf seiner Reise 11111 die Welt 1827-4829, und gab im Jahr 1845 24 Vegetatiens- 
ansichten von Küstenländorn und Inseln des stillen Oceans heraus. 
Literatur. Cotta'sches Kunstblatt 1845, S. 64. 
Kittner, Gallus, Maler. Um das Jahr 1603 malte er auf Befehl der Kurfürstin 
Eleonora, mit mehreren Gehilfen die Kirche und den Altar zu Potsdam, dann den 
Saal und anderes daselbst; ferner zu Saarmund die Kirche, Altar und Kanzel. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kitziger (Kitzinger), Abraham Felix, Bildhauer, geboren zu Tetschen. Im 
Jahr 1691 liess er sich in Prag, wo er auch Bürger war, häuslich nieder. Die An- 
tiken wusste er glücklich nachzuahmen. Man kennt von ihm in seinem Geburtsort 
die steinernen Bildsäulen im Schlosse und Garten daran; die Heiligen des Prämon- 
stratenserordens, J akub, Adrian, Hermann, Joseph und Gottfried in der S. Benedikts- 
kirche zu Prag. 
Literatur. Dlabacz, Allgemeines Künstlarlexikon. 
Klagemann, Direktor der königlichen Stück- und Glockengiesserei in Breslau, 
Abgebildet in den Denkmälern de: Kuli!!- 
Atlas zu Kuglers Handb. der Kunatgesch. Taf. M4, Fig. 9.
        

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