Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056341
Kik 
Kilian, Lukas. 
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mit der Fertigung eines Monuments für den Nationalökonomen-List, welches in Reut- 
lingen aufgestellt werden soll, beauftragt, hat auch bereits ein mit Beifall aufge- 
nommenes Modell dazu geschaffen. Im Jahr 1858 stellte er zu Dresden das treifliche 
Bild, Maria mit dem Kinde, aus.  
Literatur. Eigene Notizen- 
Kik, Cornelis, Maler, geboren zu Amsterdam im Jahr 1635. Anfangs malte er 
Bildnisse mit treiflichem Erfolg. Da er aber sah, dass die Liebhaber hauptsächlich 
nach Blumen trachteten, legte er sich nach dem Vorgang des Jan David de Heem 
auf dieses Fach und zeichnete sich gleichfalls darin aus. Hiacinthen und Tulpen 
gelangen ihm besonders gut. Seine Färbung war frisch, sein Pinsel leicht, anmuthig 
und fein. Seine Trägheit und die grosse Sorgfalt, die er bei Ausführung seiner Bilder 
in Anwendung brachte, sind Schuld, dass man nur wenige von ihm hat. Er starb 
in seiner Geburtsstadt im Jahr 1675. 
Literatur. Descamps , La vie des peintres iiamauds , allernnnds et hollandois. Dritter Theil. ä 
Houbraken, De groote schouburgh der nederlantsche Konstschilders. Amsterdam 1718.  Immer- 
zeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders n. s. w. 
Kilian, Bartholomäus, der jüngere, Kupferstecher und Radirer, geboren zu 
Augsburg im Jahr 1630. Er war der Sohn und Schüler des Wolfgang, lernte 
21], Jahre bei Matthäus Merian in Frankfurt a. M., und bildete sich in Paris unter 
F. de Poilly noch weiter aus. Den Grabstichel führte er sehr geschwind und ver- 
ständig mit zwei Schraftiirungen, und zeichnete mit der Radirnadel unmittelbar auf 
die Kupferplatte wie auf das Papier. Man hat von ihm eine grosse Anzahl von iBild- 
nissen , sowie auch historische Darstellungen und Titelblätter. Wir nennen von 
seinen Arbeiten: eine schon im 18. Jahre nach Matthias Gondelach gestochene 
Magdalena; ein Crucitix nach Testelin; Maria und das Kind Jesus nach Kaspar 
Sing; sechs Bildnisse von Predigern zu Augsburg nach B. Hopfer; Bernhardus 
Verzascha, Medicus Basiliensis; Joannes III. Poloniae Rex nach Ad. Bloemaert. 
Er bediente sich der Zeichen B. K. , B. K. f., B. K. in., B. Kil. f. Im Jahr 1696 
starb er zu Augsburg. 
Literatur. Huber, Handbuch für Kunstliebhaber. Erster Theil.  Nagler, Die Monogrammisten. 
Kilian, Georg, Maler und Kupferstecher, geboren zu Augsburg im Jahr 1683. 
Er war der Sohn des Wolfgang Philipp. Zum Lehrer in der Malerkunst hatte 
er Isaak Fisches. Hierauf begab er sich nach Berlin, Dresden lind Wien, in welch' 
letzterer Stadt er sich durch seine Gemälde grossen Ruhm erwarb. Später legte er 
sich auf die Sehwarzkunst und arbeitete zu Nürnberg für Christoph Weigel. Auch 
hierin machte er gute Fortschritte und fertigte für katholische Universitäten mehrere 
Theses. Nicht minder gut waren seine Versuche im Pastellmalen. Als seine besten 
Werke werden bezeichnet: Vertreibung der Käufer und Verkäufer aus dem Tempel 
nach Douvenet; die Fusswaschung; Ludwig XIV. von Frankreich nach Fiter; 
Viehstücke nach J. H. Ro os. Er starb im Jahr 1755.  
Literatur, Conversationslexikon von Meyer.  Lipowsky, Bayrisches Kiinstlerlexikon. 
Kilian , Lukas , Kupferstecher, geboren zu Augsburg im Jahr 1579. Er war 
der ältere Sohn Bartholomäus des ältern, Goldschmieds aus Schlesien T1588, 
Stammvaters der Familie, lernte bei seinem Stiefvater Dominik Custos, und reiste 
hierauf nach Venedig, WO er nach Tintoret, P. Veronese und andern berühmten 
Meistern stach. In seinen historischen Gegenständen herrscht grosse Leichtigkeit 
und Kühnheit des Grabstichels, seiner Zeichnung aber legt man da und dort Mangel 
811 Rißhtigkeit, sowie Mßlliefirtheit in den Umrissen zur Last. Zu seinen besten 
Werken zählt man: Herkules tödtet den Cacus nach Michelangelo; der Erzengel, 
Statue in Bronze, über dem Portal der Jesuiten in München; der kolossale Erzengel 
auf dem Zeughause zu Augsburg; das Bildniss Dürers nach Rottenhammers Copie 
von Dürers Gemälde. Er bediente sich der Zeichen  L. K. A. (ugustanus) E; 
L KA (ugustae) V (indelicorum); L. Kil.; L. Kil. sculps. Venet. (iis); Luc. Kil. A. f.;  
Luc. Kil. A. sculpt. Auch wird ihm beistehendes Monogramm zugeschrieben. Er E 
starb in seiner Vaterstadt im Jahr 1637. '61? 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Conversationslexikon von Meyer.  
Huber, Handbuch für Kunstllebhaber. Erster Theil.
        

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