Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051908
Ferrucci , Francesco 
Feselen. 
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nur dekorative Gegenstände ausfihrte und der erste Lehrer des Andrea Fer- 
rucci war. 
Ferrucci, Francesco, ein Bildhauer und tüchtiger Meister in Steinmosaik, der 
in einem gegen Ende des 16. Jahrhunderts sehr in Aufnahme gekommenen Kunst- 
zweige, der darin bestand, Bildnisse, ja ganze Figuren in Relief, sowie Statuetten, 
aus kostbaren Steinen zusammenzusetzen, Vorzügliches leistete. So führte er unter 
Anderem 1597 nach einem Oelgemälde von Passignano das Bildniss Cosmos I. im 
grossherzoglichen Ornat, das sich noch jetzt in der Kapelle des Pal. Pitti befindet, 
in feinen Steinen aus. 
Ferrucci, Francesco, genannt del Tadda, ein Bildhauer aus Fiesole, der die 
im Alterthum sehr bekannte, aber seitdem nicht mehr geübte Kunst der Bearbeitung 
des Porphyrs wieder erfand und in diesem Stein eine Menge halb- und ganz erhabener 
Arbeiten, Büsten u. s. w. ausfiihrte. Er machte die Bildnisse des Herzogs COSIBIIS 
und seiner Gemahlin; Cosmus des Alten u. s. w., die man in Medaillons im Pal. Pitti 
sieht; einen Christuskopf, den Herzog Cosmus bei seinem Aufenthalt zu Rom im 
Jahr 1560 dem Michelangelo zeigte; den Brunnen im Hofe des alten Palastes 
zu Florenz; die Statue der Gerechtigkeit auf der Säule von S. Trinita (1580) u. a. m. 
ebendaselbst. Er starb 1586. 
Ferrucci, NiGOÖCmO, ein Maler aus Fiesole, gest. 1650, bildete sich unter 
Passignano und kam auch in seinen Werken, die meistens in Wandbildern be- 
standen, die er zu Florenz, Fiesole und im Kirchenstaate ausliihrte," der Meisterschaft 
des Lehrers ziemlich nahe.  
Ferrucci, POIIIPBO, ein Bildhauer aus Fiesole, der Neffe des Francesco del 
Tadda Ferrucci, geb. 1576 zu Fiesole, gest. 1636 zu Rom als Direktor der Aka- 
idemie von S. Lucca, fertigte Statuen, Reliefs, Grabdenkmäler und legte in allen 
"seinen Arbeiten eine grosse Geschicklichkeit an den Tag. 
Ferrucci, ROmOIO, der Sohn des Franc. Ferrucci del Tadda, gest.1620, erbte 
Ynm Vater das Geheimniss der Porphyrbearbeitung und fuhr in derselben Weise Zll 
arbeiten fort. Mit ihm und nach ihm arbeiteten im nämlichen Kunstzweige: Andrea 
und Martino Ferrucci. Zu Florenz, namentlich im Pal. Pitti, sieht man noch 
Arbeiten von ihm.  
Ferstel, Heinrich, ein ausgezeichneter junger Architekt zu Wien, der im Jahr 
1855 bei dem Konkurs über die Projekte zu der grossen in Wien zu erbauenden 
Votivkirche aus Anlass der Rettung des Kaisers Franz Joseph, über alle seine Mit- 
bewerber mit seinen Plänen den Sieg davon trug, worauf ihm der erste Preis mit 
1000 Dukaten zuerkannt. wurde_ 
Fertig, Ignaz, ein geschickter Lithograph zu München, geb. 1809, der Viele 
"geschätzte Blätter, besonders im Porträtfache, lieferte. 
E9591. chrißtoph, Historien- und Porträtmaler, geb. zu Ochsenfurt 1737. gest- 
1805 als Hofmaler und Gemäldeinspektor in Würzburg, bildete sich in der Kunst 
namentlich bei Mengs und Battoni in Rom aus, und malte nach seiner Rückkehr 
in's Vaterland Bilder für Kirchen in Oel und a1 fresco, auch viele Stafeleigemälde, 
ldie sich sämmtlich durch feurig-es Colol-it auszgichnejL Er war Professor der Maler- 
akademie S. Lucca zu Rom. 
Iiileralur. Meusel, Teutsches Kiinstlerlexikon, 
 Fesel, Kaspar Karl, Porträtmaler, der Sohn des Obigen, geb. 1775, gest. 1820, 
malte meistens Bildnisse. 
 Feselen, Melchior, Maler zu Ingolstadt, gest.1538, War ein Zeitgenosse von 
Ältfdorfer, den er auch in seinen Bildern mit Glück, wenn schon nicht mit demselben 
Pfleilsßhen Schwung, nachahmte. In der Pinakothek zu München sieht man von ihm : 
die Belagerung Rom's unter Porlsenna, eine reiche Comnosition mit fein und ge- 
sfzhmaclfvon ausgeführten Gestalten; ferner: Cäsafs Eroberung der Stadt Alexia 
(111 Gallien), ein ungleich unbedeutenderes Bild (1533). Die Sammlung des historischen 
Verems z" Regensburg verwahrt von ihm: eine Himmelfahrt der Maria Magdalena,
        

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