Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056303
Kessel, Theodorus van 
Ketel. 
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Bildniss der Königin Donnaf Maria d'Orleans so vorzüglich, dass ihn der König Karl II. 
im Jahr 1686 mit dem Titel eines Hofmalers belohnte. Maria Anna von der Pfalz, 
die zweite Gemahlin des Königs, traf er gleichfalls sehr gut, wogegen ihm das 
Philipps V. nicht gelang. Auch hat man von ihm einige historische Bilder, z. B. im 
Alcazar zu Madrid die Geschichte der Psyche und Landschaften. Er starb daselbst 
im Jahr 1'708. 
Literatur. Conversationslexikon von Brockhaus.  Fiorillo, Geschichte der zeichnenden 
Künste in Spanien.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kessel, Theodorus van, Kupferätzer und Stecher, geboren in Holland um das 
Jahr 1620. Seine Stücke bestehen meistens in radirten Blättern von freier, fester 
Behandlung. Die menschlichen Formen zeichnete er etwas ungenau. Man hat von 
ihm einen kleinen Folioband von Vasen und Ornamenten nach Zeichnungen von 
Adam van Vianen. Er stach nach Guido Reni, Tizian, Giorgione, Rubens 
und Andern. Die Jagd des kaledonischen Ebers nach Rubens ist ein Hauptstück 
von ihm. Er bediente sich der Initialen T. V. K. F. oder T. V. K. f. und beigesetzter 
Monogramme. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Huber, Handbuch für Kunstliebhaber.  
Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlnam. Kunstschilders u. s. w. 
Kessels, Matthias, Bildhauer, geboren zu Mastricht im Jahr 1784. Nach dem 
Tode seines Vaters schickte ihn sein Oheim nach Venloo, um daselbst die Goldschmied- 
kunst zu lernen, worauf er in Paris sich in diesem Fach weiter ausbildete, zugleich 
aber die Ecole des Beaux Arts besuchte. Um seiner leidenden Gesundheit willen 
begab er sich sodann zu einem Bruder in Hamburg. Einige Zeit hierauf reiste er 
nach Petersburg, Wo er l806_1814 blieb und sich mit Bildhanerarbeiten beschäf- 
tigte. Im Jahr 1814 in sein Vaterland zurückgekehrt, fertigte er Figuren und Bild- 
nisse, ging aber wieder nach Paris und arbeitete bei Girodet. Von da reiste er 
nach Rom. Hier führte er bei Thorwaldsen zwei sehr bekannt gewordene Büsten, 
Tag und Nacht, aus. Seine Statue, der heil. Sebastian, mit Pfeilen durchbohrt, er- 
warb ihm den von Canova ausgesetzten Preis. Er wurde auch Professor der Aka- 
demie S. Luca, Mitglied des Instituts der Niederlande, und erhielt vom Prinzen von 
Oranien für seinen Paris den Leopoldsorden. Vorzüglich gelungen ist ferner eine 
Scene aus der Sündüuthß Auch sein zu Chatsworth befindlicher Diskuswerfer em- 
pfiehlt sich durch Wahrheit und schöne Vollendung. Sein Styl ist überhaupt rein, 
kräftig und frei. Er starb zu Rom im Jahr 1836. 
Literatur. Gottaßsches Kunstblatt 1836, S. 164.  Nouvelle Biographie generale.  Passu- 
vant, Knnstreise durch England und Belgien. 
Kessler, Franz, Maler, blühte zu Köln in den ersten Decennien des 17. Jahr- 
hunderts. Er war ein Schüler von Geldorp. Wir nennen von seinen Arbeiten: 'das 
Bildniss eines kräftigen Mannes, meisterhaft ausgeführt; ein hübsches weibliches 
Bildniss; das Bildniss eines Mannes mit Halskrause und langem Bart voll Lebens- 
frische, darunter beigesetztes Monogramm, das er zuweilen zugleich mit seinem 
Namen gebrauchte. 
Literatur. Merlo , Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler. 
Kessler, Stephan, Maler, geboren zu Wien im Jahr 1622. Im Jahr 1645 über- 
siedelte er nach Brixen. In dem Kloster Neustift findet sich von seiner Hand das 
gut gemalte Abendmahl mit Figuren in Lebensgrösse. Er pflegte die Kleider von 
seinen Söhnen mit Blumen in gedupfter Manier auszieren zu lassen. Im Jahr 1'700 
starb er, Sein Sohn und Schüler Gabriel, geboren zu Brixen im Jahr 1645 und 
gestorben zu Bozen im Jahr 1719, war der beste unter den Malern dieses Geschlechts, 
aber auch dessen Bruder Raphael wird ein kunstreicher und berühmter Maler ge- 
nannt. Er wurde im Jahr 1690 ermordet. Im Ganzen gelten die Kesslerischen 
Stücke für manierirt. 
Literatur. Tyrolisches Künstlerlöilikßll- 
Ketel, Cornelis, Maler, Baumeister und Modelleur, geboren zu Gouda im Jahr 1548. 
Den ersten Unterricht in der Kunst erhielt er von seinem Oheim, hierauf begab er sich 
nach Delft, wo ihn Montfoort, genannt Blocklandt, unterrichtete, von da, nach 
RE 
Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. 
Atlas zu Kuglers Handb. 
Taf. ms, Fig. 15. 
der Kunstgesch.
        

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