Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056262
Kellerhoven 
Kenkel. 
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ist, als von, der extravaganten Grabstichelkünstelei , am besten darlegt. Der Stich 
nach Raphaels Disputa in den Stanzen des Vatikan, deren Zeichnung er in Rom 
fertigte, gibt das Werk in allen seinen Einzelnheiten und namentlich die Köpfe in 
der ganzen Mannigfaltigkeit und Tiefe der Charakteristik auf's treuste wieder. Als 
ein Meisterstück gilt ferner auch der Stich einer Madonna mit dem Kinde nach 
Deger, sowohl in Absicht auf das Zarte und Weiche als das Kräftige, und über- 
haupt in Beziehung auf das Aetherische. 
Literatur. Catalogue du Salon de 1859.  Deutsches Kunstblatt 1858, S. 57, 142, 3165.  
Wiegm ann, Die königliche Kunstakademie zu Düsseldorf. 
Kellerhoven , Moritz, Maler und Radirer, geboren zu Altenratb im Herzogthum 
Berg im Jahr 1758. Er lag zuerst in Köln wissenschaftlichen Studien ob, verliess 
dieselbe aber und widmete sich in Düsseldorf unter Krahe und in Antwerpen der 
Kunst. Im Jahr 1779 ging er nach Wien. Kurfürst Karl Theodor ernannte ihn im 
Jahr 1784 zu seinem Hofmaler, im Jahr 1808 zum ersten Professor an der Akademie 
der bildenden Künste in München, auch wurde er später königlich bayrischer wirk- 
licher Rath. Ausser einigen Gesellschaftsstücken in niederländischem Geschmacke 
fertigte er wenige historische Gemälde, weil seine Zeit durch Bildnisse in Anspruch 
genommen wurde. Diese zeichneten sich aus durch treue Auffassung des M , 
Charakters, angenehmes und frisches Colorit. Er malte namentlich die ganze PWM 
königliche bayerische Familie, König Gustav Adolph IV. und die Königin Millmq 
von Schweden, den Erzherzog Karl und den Erzbischof von Gebsattel in 
München. Von seinen Radirungen ist das Porträt des Schauspielers Theobald AM M 
Marchand zu München hervorzuheben. Er bediente sich beigesetzter Mono- 
gramme und starb im Jahr 1830. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Cottaßaches Kunstblatt 1831, S. 1731i".  
Neuer Nekrolog der Deutschen, 1830, 2, 8545. 
Kellner, Johann Jakob, Glasmaler, geboren zu Nürnberg im Jahr 1788. Er 
genoss bei Gabler Zeichenunterricht und übte sich bei Klinger noch weiter in 
mehreren Fächern der bildenden Kunst. In seinem 20. Jahre kam er in die Porzellan- 
fabrik zu Bruckberg und blieb daselbst bis 1820, in welchem Jahre er nach Nürn- 
berg zurückkehrte. Ausser mehreren Wappen, worunter wir das des Herzogs von 
Meiningen, des Grafen Luckner und das kaiserlich russische nennen, malte er eine 
Madonna mit allegorischen Umgebungen nach Heideloffs Zeichnung; Ludwig den 
Springer, Landgrafeu von Thüringen; ein Ritterturnier u. s. w. Ferner gab er 
mehrere Holzschnitte Dürers auf dem Glas wieder, und drei Fenster in der Lorenz- 
kirche zu Nürnberg wurden von ihm theils restaurirt, theils neu hergestellt. Be- 
sondere Erwähnung verdient auch ein Kirchenfenster in Rottweil. Sein Vorbild ist 
Christoph Maurer. Seine Söhne, Johann Georg, geboren 1811, Johann 
Stephan, geboren 1813, Johann Gustav Hermann, geboren 1814, sind Schüler 
von Reindel, und unterstützen den Vater in seinen Arbeiten. 
äaiäifxilglnf, Cottsfsches Kuustblatt 1839, S. 105 ff. 1841, S. 323.  Rettberg, Nürnbergs Kunst- 
Kels, Franz, Maler, geboren zu Derendorf im Jahr 1828. Er ist ein Zögling 
der Schule zu Düsseldorf und hält sich noch in dieser Stadt auf. Wir nennen von 
seinen Arbeiten: das Mädchen mit der Ziege (1849); eine Bäuerin mit einem Kinde 
vor einem Madonnabild (1852); Westphälische Bauernhochzeit, klar und lebendig 
gegliedert (1856); Familienglück, durch Innigkeit der Empfindung und Treiflichkeit 
des Colorits sich empfehlend (1857). 
Literatur. Deutsches Kunstbintt 1856, S. 4058. 1857, S. 18.  Wiegmanu. m9 königliche 
Kunstakademie zu Düsseldorf. 
Kempf, Georg, Bildhauer aus Rhineck. Er fertigte im Jahr 1561 die Kanzel im 
Münster zu Freiburg im Breisgau. 
Literatur. Otto, Handbuch für Kuustarchäologie, S. 211. 
Kenkel, Johann, Kupferstecher, geboren zu Augsburg im Jahr 1688. Er war 
ein Schüler von Isaak Fisches, Christoph Weigel und J. Martin Schuster, 
malte gute Bildnisse mit trockenen Farben, verfertigte auch dergleichen mit dem 
Grabstichel und in Schwarzkunstj Sein Aufenthaltsort War Nürnberg. Er stach
        

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