Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056230
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Kejj , Willem 
Keijser, Theodorus de. 
ljchen Museums zu Berlin sieht man von ihm zwei Flügelbilder eines Altarwerks, 
welche knieende Porträtiiguren mit ihren Schutzheiligen enthalten, eine Darstellung  
voll schönen, schlichten Lebens. Während aber seine Bildnisse von charakteristischer l-Wi 
Wahrheit und kräftiger Färbung sind, ist er im Gebiete der Historie frostig und steif. K4 
Er bediente sich beigesetzter Monogramme. i" 
Literatur. Kugler, Beschreibung der Kunstschätze von Berlin 1, 210.  Nagler, Die Mßiwgfßm- 
mitten. -_Schnaase, Niederländische Briefe, S. 254.  
K61], Willem, Maler, geboren zu Breda. im Jahr 1520. Er war ein Schuler des 
Lambert Lombard, wurde im Jahr 1540 Mitglied der Akademie zu Antwerpen, 
wo er sich niedergelassen hatte, und malte meist Historien, zuweilen auch BildniSSe- 
Seine Arbeiten werden wegen der treuen Nachahmung der Natur, des zarten 11m1 
markigen Pinsels noch jetzt gesucht, obwohl sie nicht das Feuer der Werke seines 
Kunstgenossen Frans Floris haben. Mehrere seiner historischen Gemälde zu Ant- 
werpen gingen durch die Spanier und die Bilderstürmer zu Grunde. Er malte unter 
Anderem das Bildniss des Kardinals Granvelle und das des Herzogs von Alba. Da- 
aber letzterer, so wird erzählt, gerade damals den Befehl zur Hinrichtung der Grafen 
Egmont und Horn gab, entsetzte er sich dergestalt, dass er bald darauf starb. g 1546 
Diess geschah im Jahr 1568. Er bediente sich beigesetzten Monogramms. VETA 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Descamps, La vie des peintres damands, 
allemands et hollandois. Erster Theil.  Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Deutsch- 
land und den Niederlanden.  Füssli, Allgemeines Künstlerlcxikon.  Rathgeber, Annalen der 
niederländischen Malerei u. s. w., S. 143, 147, 201, 266. 
Keijser, Hendrik de, Architekt, Bildhauer und Maler, geboren zu Utrecht im 
Jahr 1565. Sein Lehrer war Abraham Bloemaart. Er wurde im Jahr 1594 als 
Stadtbaumeister und Bildhauer zu Amsterdam angestellt, erbaute die Börse , mehrere 
Thore, die Süd-, Nord- und Westkirche daselbst, und das Rathhaus zu Delft. fertigte 
auch das Mausoleum Wilhelms von Oranien in der dortigen Kathedrale, ein Werk 
von reicher und zweckentsprechender Composition. Auf Stichen nach ihm sieht man 
die Initialen H. D. K. Er starb zu Amsterdam im Jahr 1621. Sein Sohn Peter 
folgte ihm in der Stelle eines Stadtbaumeisters zu Amsterdam. Er fertigte unter 
Anderem das Grabmal Graf Wilhelms von Nassau 1' 1642. 
Literatur. Brulliot, Dictionnnire des Monogrammes.  Fiissli, Allgemeines Kiinstlerlexikon.  
Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w., welcher auch 
sein Bildniss gibt.  Karel van Mander, Het Schilder Boeck. Tbxmsterdam 1618.  Schuaase, 
Niederländische Briefe, S. 14.  
Keigser (Keyzer), Nicaise de, Maler, geboren zu Santvliet bei Antwerpen im 
Jahr 1813. Er ist der Sohn eines Bauern und hütete als Knabe das Vieh. Joseph 
Jacops entdeckte seine Begabung und veranlasste seine Eltern ihn nach Antwerpen 
auf die Akademie zu schicken. Sofort bildete er sich durch Reisen nach Italien, 
Frankreich, Deutschland und England weiter aus. Im Jahr 1839 erhielt er den 
Leopoldsorden, in der Folge wurde er Mitglied der Akademie zu Brüssel und im Jahr 
1855 Direktor der Akademie zu Antwerpen. Im 26. Jahre machte er sich durch die 
Schlacht von Courtrai einen Namen. Im Jahr 1839 vollendete er die Schlacht Voll 
Worringen, hervorragend durch Klarheit der Gruppirung, energisches und 11331110" 
nisches Colorit." In der Villa des Kronprinzen Karl bei Stuttgart befindet sich das 
Bild, Jairi Tochter, im Augenblick der Rückkehr vom Tode zum Leben, m16 treff- 
licher Auffassung, Farbengebung und Ausführung. Dagegen wird sein bethißllß- 
mitischer Kindermord vom Jahr 1855 als der poetischen Conception ermangelnd be- 
zeichnet und seine übrigen neueren Arbeiten, Porträts und Nichtporträts bestechen 
zwar durch Eleganz und Farbenschirnmer, haben aber Weniger innern Gehalt. Wir 
nennen von denselben: Rubens Atelier; ein Besuch Kaisers Maximilian und seiner 
Gemahlin Maria von Burgund bei Memling; die Albauerin. 
Literatur. Allgemeine Zeitung, Beilage zu Nro. 332 des Jahrs 1858-  Cßnvßrsatiorislexikon 
von Brockhausl- Deutsches Kunstblatt 1855, S. 138, 222. 352-  Eigene Notizen.  
Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlnam. Kunstschilders u; s. w., welcher auch sei-l 
Bildniss gibt.  Kugler, Kleine Schriften.  Neuvelle Biograrlille generale.  Springßfv 
Geschichte der bildenden Künste im 19. Jahrhundert, S. 1941i". 
K9 'ser Theodorus de Maler, eboren zu Amsterdam oder Utrecht, blühte um 
r i g 
Abgebildet in den Denkmälenyde: Kunst. 
der Kunatgeach. Taf. 131, Fig. 4, 
Atlas zu Kuglers Handb.
        

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