Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056188
Kamphuysen, Theodor  Karcher. 
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nackten Modell, sowie 1791 eine goldene Ehrendenkmünze von der Amsterdamer 
Akademie. Im Jahr 1792 besuchte er Italien. Er malte Porträts , Historien, Alle- 
gorien, Landschaften , Stadtansichten und Dekorationen. Im Jahr 1802 gab ihm 
die Gesellschaft Felix Meritis den ersten Preis. H. W. Caspari und Andere haben 
nach ihm gestochen. Er lebte noch in den dreissiger Jahren.  
Literatur. Conversationslexikon von Meyer.  lmmerzeel, De Levens en Werken der Hol- 
land. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Kamphuysen, Theodor, siehe Camphuysen, Dirk. 
Kanachos, der ältere, Bildhauer, blühte in der ersten Hälfte der 70. Olym- 
piade. Man kennt von ihm den Apollo für die Branchiden bei Milet; Knaben auf 
Rennpferden; eine Muse mit der Hirtenilöte; ein Bild der Aphrodite aus Gold und 
Elfenbein in Korinth. 
Literatur. Dr. Heinrich Brnnn, Geschichte der griechischen Künstler i, 74 ü". 
Kanachos, der jüngere, Bildhauer aus Sikyon, blühte zur Zeit der 95. Olym- 
piade. Ausser den Statuen in Delphi kennt man von ihm nur eine Statue des Bykelos. 
Literatur. Dr. Heinrich Brunn, Geschichte der griechischen Künstler 1, 277.   
Kandler, Wilhelm, Maler, geboren zu Kratzau in Böhmen im Jahr 1816. Seine 
Lehrer waren Franz Kadlik und Chr. Ruben in Prag. Für das Concursgemälde, 
Spitignews Gericht, wurde ihm die Vaterländische Künstlerstiftung zuerkannt, in 
Folge welcher er 1843-1850 in Rom lebte, wo er unter vielem Anderen die Buss- 
predigt des Jonas und ein radirtes Blatt, die letzte Belagerung Roms durch die 
Franzosen darstellend, welches in die Hände des ganzen italienischen Publikums kam, 
schuf. Nach Wien zurückgekehrt, stellte er dort mehreres aus, z. B. wie Karl IV. 
den Sprudel in Karlsbad entdeckt, wie Jakob Molay die Sache der Tempelherren 
standhaft verticht. Für Kaiser Ferdinand I. schmückte er die Schlosskapelle zu Reich- 
stadt mit Wandgemälden und einem Altarblatte, sowie die Prager Hofburgkapelle 
mit biblischen Darstellungen , auch führte er viele Frescobilder für weltliche und 
kirchliche Neubauten aus. 
Literatur. Cottafsches Kunstblatt 1846, S. 123.  Deutsches Knnstb1attf1850, S. 248.  
Hand s chriftliche Nachrichten. 
Kaneschenkof (Kameschenkow), Jermolai, Bildnissmaler. Er wurde im Jahr 
1794 Mitglied der Akademie zu Petersburg und war noch im Jahr 1804 thätig. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Kanka, Franz Maximilian, Baumeister, blühte um die Mitte des 18. Jahrhunderts 
in Prag. Er bildete sich in Italien und trat nach seiner Rückkehr in die Dienste des 
Grafen von Czernin, dem er ein Schloss zu Winarz unweit Prag baute, und für 
welchen er eine Zeichnung zu seinem Mausoleum fertigte, die Augustin Neuraiter 
in Kupfer stach. Ausserdem baute er die Salvatorkirche am Altstädter Jesuiten- 
kollegium und das S. Katharinakloster sammt der Kirche in der Neustadt Prag. 
Literatur. Dlabacz, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Kapeller, Joseph Anton, Maler und Kupferstecher, geboren zu Imst im Ober- 
innthale um das Jahr 1760. Er lernte bei Georg Wibber (oder Witwer) da- 
selbst, 1775-4781 bei Franz Anton Zeiler in Rente, und bildete sich in Wien 
unter Füger noch weiter aus. In Warschau gab er der Prinzessin Jablonovsky 
Unterricht im Zeichnen. Nachdem er sich mehrere Jahre theils in Imst, theils in 
Innsbruck aufgehalten hatte, kehrte er nach Wien zurück und gründete daselbst 
mit Dr. Jakob Holer ein Kunst- und Industriecomptoir. Zuletzt kaufte er ein Land- 
gut bei Grätz. Er porträtirte sehr schön in Miniatur, auch in Oel mit einem saftigen 
Colorit. Seine Handzeichnungen mit schwarzer Kreide, mit dem Silberstifte, mit 
Farbenstiften und mit Tusche sind rein und geschmackvoll. Wir nennen von seinen 
Arbeiten: einen in Oel gemalten schlafenden Faun, wofür er im Jahr 1786 den ersten 
Preis erhielt; das Bildniss des Generals Laudon und das des Kosziusko; ferner die 
Tyrolertrachten, welche War 11b erger nach ihm stach, ausser vier Blättern, welche 
von ihm selbst gestochen sind. Im Jahr 1806 gab er sich in einem Anfall von Schwer- 
Inuth den Tod. 
Literatur. Tyrolisches Künstlerlexikon. 
Karcher, Anton, Kupferstecher zu Mannheim. Man hat von ihm unter Anderem
        

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