Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056118
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Juncosa. 
Jussow. 
Im Jahr 1767 starb er zu Frankfurt a. M. Sein Sohn Isaak malte Bildnisse und 
arbeitete geraume Zeit zu Basel mit Beifall. Er starb im Jahr 1789. 
Literatur. Eigene Notizen.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikou.  Hiisgen, Artistisches 
Magazin.  Passarant, Verzeichnis: der Kunstgegenstände im Städefschen Institut. 
Juncosa, Fr. Joaquin, Maler, geboren zu Cornudella bei Tarragonn. im Jahr 
1631. Er lernte bei seinem Vater Juan, den er bald übertraf. Vier mythologische 
Gemälde, welche er noch sehr jung für de la Guardia, Vicekönig von Sardinien, 
fertigte, zogen die Aufmerksamkeit auf ihn. Im Jahr 1660 ging er als Laienbruder 
in die Karthause von Scala Dei zu Barcelona, wo er im Kapitelsaal die hervorragen- 
den Ordensmitglieder malte. Sein Hauptstück daselbst ist der heil. Bruno, die Ordens- 
regel lesend. Hierauf begab er sich in die Karthause von Montalegre und schuf dort 
unter Anderem die Geburt und Krönung der Jungfrau. Erst in Rom aber, wohin er 
sofort reiste, bildete er sich vollkommen aus. Von da, im Jahr 1678 zurückgekehrt, 
fertigte er mit Franquet und seinem Vetter Josef Juncosa in der Hauptkapelle 
der Eremitenkirche zu Reus eine Reihe Bilder, welche die Geschichte der Jungfrau 
darstellen, und es empfahlen sich nunmehr seine Arbeiten durch correcte Zeich- 
nung, Freiheit des Styls, gutes Colorit und anmuthige Tinten. In Folge der harten 
Klosterdisciplin Hob er nach Rom. Der Papst verzieh ihm und er beschloss sein 
Leben in einer Einsiedelei bei Rom im Jahr 1708. 
Literatur. Bermudez, Diccionario historico de los mas illustres profcsscres de las bellas arten en 
gäixiäiäl: Fiorilio, Geschichte der zeichnenden Künste in Spanien.  Nouvelle Biographie 
Junge, Friedrich August, Miniaturmaler, geboren zu Leipzig im Jahr 1781. 
Sein Vater war Staffirmaler. Er besuchte die Kunstakademie seiner Geburtsstadt 
unter der Leitung von Oeser. Ausser den vielen lieblichen Miniaturporträts auf 
Elfenbein malte er auch einige sprechend ähnlich in Oelfarben, in späterer Zeit auf 
Pergament ganze Figuren mit Silberstift und etwas colorirt, und so entstanden natur- 
getreue Familienscenen, allerliebste Genrebilderchen. Im Ganzen fertigte er über 
5000 Stücke. Er starb zu Leipzig, das er nur selten verliess, im Jahr 1841. 
Literatur. Neuer Nekrolog der Deutschen 184i, i, 136111 
Jungheim, Karl, Landschaftsmaler, geboren zu Düsseldorf im Jahr 1830. Er 
besuchte die dortige Akademie 1847-1852. Besonders gerühmt werden seine Park- 
landschafteu wegen Ueppigkeit und Frische der Bäume, der entsprechenden Atmo- 
sphäre und der Durchwirkung der Sonnenstrahlen. Von seinen andern Arbeiten 
nennen wir; der Wasserfall, Motiv aus Tyrol, wobei der Einfluss Leu'scher Technik 
sichtbar ist; eine Abendlandschaft, Motiv aus Salzburg; der Jakobische Garten in 
Pempelfort bei Düsseldorf, als Staifage: Göthe's Besuch bei Jakobi, welche gut 
gedacht, aber etwas mangelhaft dargestellt ist. 
Literatur. Deutsches Kunsthlatt 1854, S. 389. 1856, S. 409. 1857, S. 225.  Wiegmann, Die 
königliche Kunstakademie zu Düsseldorf. 
Jungwirth, Franz Xaver, Kupferstecher, geboren zu München im Jahr 1720. Er 
lernte bei Mörl, fertigte theils Phantasieköpfe nach Piacetti, theils Bildnisse, 
z. B. das des Hofmalers Ignatz Oefele, und Audachtsstücke , z. B. 100 Platten. r 
welche die Empfindungen einer büssenden Seele über den Psalm Miserere ausdrücken. K: 
Die Zeichen, deren er sich bediente, waren J. W. S. M. (d. h. Jungwirth sculPSlt Mü- ' 
nachii), theils beigesetzte Monograuune. Er starb als Hofkupferstecher im Jahr 1790. X 
Literatur. Brulliot, Dictinnnnire des Monogrammes.  Conversatianslexikon von Meyer.- 
L iy o w s k y , Bayrisches Künstlerlexikon. 
Juni, Juan de , siehe Juan de Juni. 
JIISSOW, Heinrich Christoph, Baumeister, geboren zu Kassel im Jahr 17 54. 
Er genoss daselbst in der Mathematik den Unterricht des Professors Matsko. Nach 
dem Wunsch seiner Eltern bezog er die Universitäten Marburg und Göttingen, um 
die Rechte zu studiren, konnte jedoch dieser Wissenschaft keinen Geschmack abge- 
winnen und legte sich daher nach seiner Rückkehr auf die Architektur. Mit Be- 
willigung des Landgrafen Friedrich begab er sich sofort nach Paris, wo er sich unter 
de Wailly weiter ausbildete, und machte von da. eine grössere Reise nach Italien, 
über Triest nach Wien und über Hamburg nach London. Gegen das Jahr 1790 
kehrte er zurück, und erhielt nun vom Landgrafen verschiedene Aufträge, die ihn in
        

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