Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1056050
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Josö Diaz Gamones 
Jonvenet. 
gungen zu entgehen. Man kennt von seinen Arbeiten: Moses durch die Tochter 
.Phara.o's gerettet; das gelobte Land; S. Peter erhält die Schlüssel des Himmel- 
reichs; Bekehrung des Hauptmanns. Seine Manier hat viele Aehnlichkeit mit der 
des Lucas von Leyden. 
Literatur. D escamps, La vie des peintres damands. allemands et hollandois. Erster Tbeil-  Gessert, 
Geschichte der Glasmalerei.  Rathgeber, Annalen der niederländischen Malerei u. s. w., S. 145. 
11'056 Diaz Gamones, Baumeister in Spanien im 18. Jahrhundert. Er baute die 
Gardes du Corps Kaserne in San lldefonso und die dortige Glasfabrik. 
Literatur. C uv eda, Handbuch der Geschichte der Baukunst in Spanien, übersetzt von Paul Heyse, S. 287. 
Josepin, siehe Cesari Giuseppe. 
Jost war im Jahr 1440 Baumeister am Dom zu Frankfurt a. M. 
Literatur. Otte, Handbuch für Kunstarchäologie, S. 172. 
Joubert, Charles, Baumeister, geboren zu Paris im Jahr 1640. Er entwarf die 
Zeichnung zu dem dortigen theatrum auatomicum und baute auch die Anfange des- 
selben. Ferner führte er das Portal an dem Kloster der regulirten Chorherrn des 
Trinitanerordens nebst den umliegenden Gebäuden aus. Er starb zu Paris im Jahr 
1721 als Aeltester der Meisterschaft und mit dem Ruhm gründlicher Kenntnisg der 
Regeln der ächten Baukunst. Sein Sohn Ludwig vollendete das genannte theatrum. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Joue, Jacques de 1a, Maler zu Paris. Er malte unter Anderem im Jahr 1732 
in der Bibliothek von S. Genevieve eine tüchtige Perspektive. J. Moyreau stach 
nach ihm das Titelkupfer zu den Werken von Wouverman. Cochin, Tardieu und 
Andere radirten nachihm. Im Jahr 1721 wurde er Mitglied der königlichen Akademie 
und starb im Jahr 1'761. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Jouffroy, Frangois, Bildhauer, geboren zu Dijon im Jahr 1806. Er ist ein 
Slchiiler von Ramey, erhielt im Jahr 1832 den ersten grossen Preis von Rom in der 
Ecole des Beaux Arts und ging in Folge davon in diese Stadt. Im Jahr 1838 und 
1848 wurde ihm die Medaille der zweiten, im Jahr 1839 die der ersten Klasse und im 
Jahr 1843 das Kreuz der Ehrenlegion zu Theil. Im Jahr 1857 ernannte ihn die Aca- 
demie des Beaux Arts zu ihrem Mitglied. Von seinen Werken nennen wir: Le 
Printemps et L'Automne; Cain maudit; Jeune iille coniiant son secret a Venus, letz- 
teres in der Gallerie zu Luxemhourg. 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1851, S. 316.  Nouvelle Biographie genärale. 
Jouvenel, Adßlph, Medailleur des Königs von Belgien, geboren zu Brüssel im 
Jahr 1798. Seine Werke sind ziemlich zahlreich und darunter gehören mehrere zu 
den Meisterstiicken der Miniaturplastik, wie die Medaillen auf berühmte Männer 
Belgiens. Wir nennen von denselben: die Bildnisse Kaiser Karl V.; des Johann ohne 
Furcht; der Margaretha von Oesterreich. Vortrelflich sind auch die Ehrenmedaillen 
auf den Maler Gustav Wappers und den Bildhauer Geefs, sowie die Preismedaille 
der königlichen Akademie der Wissenschaften in Brüssel. Er bedient sich der Ini- 
tialen A. D. J. 
Literatur. Nagler, Die Monogrammisten. 
Jouvenet, Jean, Maler, geboren zu Rauen im Jahr 1644 oder 1647. Er war der 
Sohn und Schüler von Jean dem älteren (oder von Laurent), und bildete sich in 
Paris vom 17. Jahre an weiter aus, wobei er vorzüglich Poussin zum MllSier nahm. 
Lebrun wendete ihm in Folge seines Gemäldes, Jesus heilt einen Paralytischen, 
seine Gunst zu. Im Jahr 1673 erhielt er den zweiten akademischen Preis im Zeichnen 
für den Uebergang über den Rhein. Im Jahr 1675 wurde er Mitglied der Akademie, 
aus welcher Veranlassung er Est-her und Ahasverus schuf, im Jahr 1681 Professor 
und im Jahr 1707 Rektor derselben. Seine Zeichnung ist Zwar etwas manierirt, 
hat aber einen dreisten Schwung und grossartigen ernsten Charakter. Bei seinem 
Colorit fällt das Schwefelgelbe unangenehm auf, das Belldunkel aber ist treiflich 
behandelt, auch Licht und Schatten gehörig vertheilt. Da. ihm die nöthigen Kennt- 
nisse in der Architektur- und Linearperspektive mangelte-n, so nahm er hiefiir fremde 
Hülfe in Anspruch. Die meisten seiner Arbeiten sind in den Kirchen und im Louvre 
zu Paris. Zu den besten gehören, ausser den schon genannten, -die 12 Apostel für
        

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