Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051871
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Ferrari, Giacomo 
Ferrari, Luigi. 
heil. Jungfrau; im Dome von Como: zwei Temperagemälde, eine Vermählung der 
Aeltern des Heilandes und eine Flucht nach Aegypten; in der Sollyschen Samm- 
lung zu London: eine Heimsuchung Maria, ein Bild von seelenvollstern Ausdruck; in 
der Brera zu Mailand: ein Martyrium der heil. Katharina, ein grandioses und höchst 
lebendiges Bild; ebendaselbst Fresken mit dem Leben der Maria (aus S. Maria della 
Pace), von einer grossartigen Freiheit der Conception, die , verbunden mit dem Adel 
der Darstellung, diesem Werke einen eigenthümlichen Reiz verleiht; in S. Ambrogio 
ebendaselbst: den vom Kreuz genommenen Leichnam des Heilandes, ein Gemälde 
von seltener Grösse und Macht; in der neuen Sakristei des Domes von Novara: 
ein Altarblatt von 1524; ein anderes in S. Gaudenzio ebendaselbst; im Pal. Sciarra 
zu Rom: einen Engel, der einem Heiligen das Paradies zeigt, mit einer sehr phan- 
tastischen Landschaft; in der k. Gallerie zu Turin: eine Klage über den todten 
Christus (gest. v. Garavaglio), ein früheres Werk vom grössten Werthe; eine 
Kreuzigung; eine Anbetung des Kindes; ein Votivbild, den heil. Petrus mit dem 
Donator darstellend und ein allegorisches Gemälde; im Refectorium von S. Paolo zu 
Vercelli; ein Abendmahl, welches den unvermeidlichen Einßuss von Leonardos 
berühmtem Bilde zeigt, gegen dieses aber sehr zurücksteht; im Chor von S. Cristo- 
foro ebendaselbst: eine überaus liebliche Madonna mit Engeln und Heiligen unter 
einem Orangenbaum. 
Literatur. G. Bordiga, Notizie intorno alle opere di G. Ferrari pittore e plasticatore. Milano, 1821,  
Gia. Paolo Lomazzo, Idea. del Tempio delln Pittnrn. Milano, 1590.  Vasnri, Leben der aus- 
gezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister.  Lanzi, Geschichte der Malerei in Italien.  Kngler, 
Geschichte der Malerei.  Burckhardt, Der Cicerone.  J. D. Passavant, Beiträge zur Geschichte 
der alten Malerschnlen in der Lombardei. Kunstblatt, Jahrg. 1838.  F. Osten, 1m Kunstblatt, Jahr- 
gang1845, Nro. 100. 
llupfcrwerke. Le opere de! pittore e plasticatore Gaudenzio Ferrari, dis. ed inc. da Silv. Pianazzi, 
dir. e descr. da. G. Bordiga. Milano, 1835. 
Ferrari, Giacomo, ein Maler, der zu Cremona um 1664-1667 verschiedene 
grosse Gemälde für Kirchen ausführte. 
Ferrari, Giov. Andrea de', Historienmaler, geb. zu Genua 1598, gest. 1669, 
war früher ein Schüler des B. Castelli, in dessen Manier er unter Anderem ein 
Altarblatt in S. Gesu daselbst malte, kam aber hernach zu B. Strozzi, den er in 
vielen Bildern, z. B. in der Krippe des Domes zu Genua, in der Geburt Mariä in 
einer Kirche zu Voltri u. s. W. nachahmte. 
Ferrari, Gregorio de', ein Historienmaler aus Porto Maurizio im Genuesischen, 
geb. 1644, gest. 1'726, genoss den Unterricht in der Kunst von Sarzana, bildete 
sich aber später nach Correggio, den er häufig copirte. Seine Bilder, deren 
man noch viele zu Genua, Turin und Marseille sieht, haben etwas Anziehendes, 
wenn er gleich in den Gewändern und Verkürzungen oft in's Gezwungene verfällt; 
sie sind voll Kraft und Saft in der Farbe und besonders im Fleische sehr wahr, aber 
in der Zeichnung oft ungenau und nachlässig. ln der Universität zu Genua sind 
in den Sälen der Jurisprudenz, der Medicin und Philosophie Bilder von ihm , in letz- 
terem Apollo und die Musen und Plato und Aristoteles mit ihren Schülern. 
Ferrari, LOIGIIZO, Historienmaler, geb. 1680 zu Genua, gest. daselbst 1744, 
war der Sohn und Schüler des Vorigen. Er malte auch in dessen Manier mit be- 
sonderer Vorliebe für Correggio; doch ist er glücklicher in seinen Verkürzungen 
und correkter in der Zeichnung als sein Vater. Seine Hauptstärke bestand in Wand- 
bildern, besonders in Monochromen. In den Kirchen und Palästen Genua's sieht 
man noch manche Bilder von ihm. 
Ferrari, Luca, Maler aus Reggio, geb. 1605, gest. 1654 Zu Padua, wo er viel- 
fach thätig war. Er ging zu Guido Reni in die Schule und ahmte seinen Lehrer 
nach, was besonders in den Köpfen, in den leichten angenehmen Bewegungen und 
einem gewissen Haschen nach dessen Anmnth nicht zu verkennen ist. Seine Schüler 
waren Minorello und Cirello , von denen ersterer leicht mit ihm zu verwechseln ist. 
Ferrari, Luigi, Bildhauer zu Venedig, einer der besten lebenden italienischen 
Bildhauer, der sich bei Canova ausbildete und sich namentlich durch die treifliche 
Behandlung des Marmors auszeichnet. Er arbeitete im Jahr 1840 mit anderen italie-
        

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