Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055960
J errigh 
Joasaph. 
445 
J errigh, E., Maler, ein Wallone von Geburt. Seine Eltern waren arm. Er lernte 
in Antwerpen. Seine Leistungen in der Bildnissmalerei sind vorzüglich, man sieht 
aber auch geschichtliche Darstellungen von ihm, welche der Lieblichkeit im Aus- 
druck der Köpfe, sowie der zarten , klaren Färbung wegen Lob verdienen , z. B, die 
Botschaft des Engels Gabriel bei der heil. Jungfrau auf dem städtischen Museum zu 
Köln , worauf beigesetztes Monogramm und die Jahrszahl 1601 sich beündet. Im  
Jahr 1568 kam Johann von Achen zu ihm in die Lehre. 
Litßrltur. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler. 
J esi, Samuel, Kupferstecher, geboren von israelitischen Eltern zu Mailand im 
Jahr 1'789. Er ist ein Schüler von Longhi und brachte es sowohl im Stechen als 
in der Zeichnung zur Virtuosität. Von seinen Arbeiten nennen wir: die Verstossung 
der Hagar nach Guercino, welche von der Mailänder Akademie gekrönt wurde; 
Leo X. Bildniss mit den Kardinälen Rossi und Giulio de' Medici nach Raphael, wo- 
für er das Diplom eines correspondirenden Mitglieds der Akademie zu Paris und das 
Kreuz der Ehrenlegion erhielt; die Vierge a la vigne. Sein letztes Werk, der Stich 
des zu S. Onofrio aufgefundenen für ein Werk RaphaePs gehaltenen Abendmahls, 
wovon er eine meisterhafte Zeichnung anfertigte, blieb unvollendet, da er zu Florenz 
im Jahr 1853 starb. 
Literatur. Conversationslexikon von Brockhaus.  Cottsßschcs Kunstblatt 1840, S. 629.- 
Deutsches Kunstblatt 1853, S. 64. 
J euffroy, Romain vincent, Medailleur und Edelsteinschneider, geboren zu Rouen 
im Jahr 1794. Er bildete sich zuerst selbst und vervollkommnete sich dann in Italien. 
Nach seiner Rückkehr wurde er Direktor der Steinschneideschule und Mitglied des 
Instituts. Von seinen Arbeiten nennen wir: Täte de Jupiter; Tetes des trois consuls 
de 1a republique francaise; La Prison du Temple. Er starb bei Saint Germain en 
Laye im Jahr 1826. 
Literatur. Nouvellc Biographie genernle. 
Jeune, L6, Bildhauer, geboren in Brüssel. Er blühte in der zweiten Hälfte des 
18. Jahrhunderts. Man sieht von ihm im neuen Schlosse zu Stuttgart die Büste des 
Herzogs Karl Engen in carrarischem Marmor, und mehrere Reliefs in gleichem Mar- 
mor, das eine ebenfalls das Bild des Herzogs Karl Engen, die andern das Still- 
schweigen und Nachdenken darstellend. Er arbeitete in französischem Styl mit Aus- 
druck und geschicktem Meisel. 
Literatur. Beschreibung des Stadtdirektionsbezirks Stuttgart, S. 1463.  Von Uxkull, 
Entwurf einer Geschichte des Fortschritts der bildenden Künste in Württemberg, S. Hi. 
Joanello , Baumeister in Spanien, blühte um das Jahr 1570. Nach seinen Zeich- 
nungen liess Philipp lI. einen grossen Theil des königlichen Palastes zu Lissabon und 
das Kloster S. Vincentius bauen. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
J 68.1168 (Juanes) , Vicente , Maler, geboren zu Fuente de 1a Higuera im Jahr 
1523. Er bildete sich in Italien und stiftete zu Valencia eine eigene Schule. Man 
findet bei ihm Nachklänge des älteren Styls seines Landes , sowie Zeugnisse des 
Studiums der Florentiner, überschätzte ihn jedoch, wenn man ihn mit Raphael ver- 
glich. Die Gesichtszüge seiner Personen sind sanft und unschuldig, seine Christus- 
köpfe insbesondere wie von einer himmlischen Milde umilossen, die Haare sorgfältigst 
ausgeführt, die Gewänder gut geworfen , das Colorit dagegen unruhig und ohne 
Sättigung. Von den im Museum zu Madrid beündlichen sechs Stücken aus dem Leben 
des heil. Stephan, die ihm gewöhnlich zugeschrieben werden, sind nur fünf von seiner 
Hand. r Von seinen übrigen Arbeiten nennen wir; das Bildniss des Don Luis de 
Castelevi; die Taufe Christi in der Kathedrale zu Valencia; die Himmelfahrt Maria 
in der Provinzialgallerie derselben Stadt. Er starb zu Bocairente im Jahr 1579. Sein 
Sohn und Schüler J uan Vicente war gleichfalls Maler, kam aber seinem Vater 
nicht gleich.  
Literatur. Deutsches Kunsgmau 1853, S. 106.  Kugler, Kleine Schriften.  Nouveua 
BiUZPIPhie generale. 
Joasaph , Mönch, malte im Jahr 1839 mit fünf Gehilfen binnen einer Stunde 
der 
den Denkmälern 
' Eines derselben, Stephanus vor den Schriftgelehrten, ist abgebildet in 
Kunst. Atlas zu Kuglers Handbuch der Kunstgeschichte Taf. 84, FÄB- 6-
        

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