Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055906
Janssens, Franz Joseph 
J aquotot. 
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Porträts von Jakob I. und seiner Familie, sowie der vornehmsten Grossen des Hofes. 
Sein Colorit ist klar, lebendig und natürlich, seine Touche leicht, sein Pinselstrich 
fein, seine Fleischfarbe zart und angenehm. Um diese recht hell hervortreten zu 
lassen, waren seine Draperien fast immer schwarz. Meist malte er auf Holz. Als 
van D yck nach England kam, begann sein Ruhm abzunehmen , was ihn in Verbin- 
dung mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs zur Heimkehr bestimmte. Er bediente sich 
der Initialen C. J. und starb zu Amsterdam im Jahr 1668. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Immerzeel, De Leveus en Werken der 
Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Janssens, Franz Joseph, Bildhauer, geboren zu Brüssel im Jahr 1744. Als er 
Italien bereiste, bezeichnete er den berühmten Torso des Vatikan als den Rest eines 
bogenschiessenden Ulysses und fügte nach dieser Idee glücklich das Fehlende an. 
Nach Belgien zurückgekehrt, fertigte er unter Anderem für den Park in Brüssel eine 
Bildsäule des Apollo, und für den Dom zu Gent die Religion und Mildthätigkeit. Er 
starb zu Brüssel im Jahr 1816. 
Literatur. Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Janssens, Victor HOIIOIä, Historienmaler, geboren zu Brüssel im Jahr 1664. 
Sein Vater war ein Schneider und er war auch zu dessen Handwerk bestimmt, allein 
seiner besondern Vorliebe für das Zeichnen wegen kam er zu dem Maler Volders 
in die Lehre. Von da berief ihn der Herzog von Holstein an seinen Hof und gab 
ihm nach einigen Jahren eine ansehnliche Unterstützung zu einer Reise nach Rom. 
Hier verweilte er eilf Jahre, ahmte Albani im Kleinen nach und malte Figuren in 
Tempesta's Landschaften. Nach Brüssel zurückgekehrt , bekam er viele Altar- 
bilder für die Kirchen dieser und anderer Städte des Landes zu fertigen. Im Jahr 
1718 wurde er Hofmaler des Kaisers in Wien, wo er sich drei Jahre aufhielt, und 
ging dann nach London. Seine kleinen Bilder sind durch Farbenschmelz, leichte Pinsel- 
führung, Adel der Köpfe und Reinheit der Zeichnung hervorragend, die grösseren, 
welche er in späterer Zeit zu schaffen pflegte, im Colorit etwas hart. Zu seinen besten 
Arbeiten gehört: der heil. Borromäus; das Opfer des Aeneas; Schlacht zwischen sieben 
Frauen; Dido , welche Karthago bauen lässt. Er starb zu Brüssel im Jahr 1739. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeiclmenden Künste in Deutschland und den Niederlanden.  
Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  lmmerzeel, De Leveus en Werken der Holland. en Vlaam. 
Kunstschilders u. s. w.  Nouvelle Biographie genärale. 
Jantscha, Lorenz, Landschaftsmaler und Radirer, geboren zu Prosnitze in Krain 
im Jahr 1746. Er war ein Schüler von Ch. Brand und Zögling der Akademie zu 
Wien, an welcher er im Jahr 1801 Corrector für die Landschaftszeichnung und später 
Professor und Rath wurde. Seine Landschaften sind reich stafiirt und von gefälliger 
Wirkung. Das von ihm gefertigte Panorama von Wien wurde berühmt. Er ätzte 
auch Landschaften und starb im Jahr 1812. 
Literatur. Conversationslexikon von Meyer. 
Jaquet. Jean JÜSGPh , Bildhauer, geboren zu Antwerpen. Er erhielt im Jahr 
1845"die Silberne, im Jahr 1848 die goldene Medaille und im Jahr 1854 das Ritter- 
kreuz des Leopoldordens. Im Jahr 1855 stellte er in Paris aus: L'Age d'or; L'Amour 
desarme; L'Aurore. Sein Wohnsitz ist in Brüssel. 
Literatur. Catalogue dß Velposition des beaux arts. Paris 1855. 
Jaquevrart, Miniaturmaler, arbeitete zu Anfang des 15. Jahrhunderts am franzö- 
sischen Hofe mit Auszeichnung. 
glriltgggig. Kugler, Handbuch de!" Kunstgeschichte II, 3, 478.  Wu nge n, Kunstwerke und Künstler 
Jaquotot, Marie Victoire, Porzellanmalerin, geboren zu Paris. im Jahr 1778. 
Sie war Anfangs bei der Porzellanmanufaktur in Sevres angestellt. Napoleon I. be- 
gülfsiigt-e sie und liess durch sie ein Service du Dessert fertigen , welches er dem 
Kalser Alexander nach dem Frieden von Tilsit zum Geschenk machte. Louis XVIII, 
ernannte sie zur königlichen ersten Porzellanmalerin. Unter Louis Philippe zog sie 
SlCh vom Hof zurück. Sie vervollkommnete nicht nur das Technische ihres-Fachs, 
Sßlldern hatte sich auch eine correcte, zarte, reine Zeichnung, sowie eine liebliche, 
ernste und wahre Farbengebung zu eigen gemacht. Ihre Bilder bestehen meist in 
Copien nach van Dyck, Holbein, Girodet, besonders aber nach Raphael, von
        

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