Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055812
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J achtmann 
Jacob der Deutsche (Jaeobus Alemaunus). 
Jachtmann, Johann Ludwig, Medailleur und Edelsteinschneider, geboren zu 
Berlin im Jahr 1776. Er war der Sohn eines Gürtlernieisters daselbst undxein Schüler 
des königlichen Münzmedailleurs Stierle, bei welchem er das Technische dieses 
Kunstfachs lernte, übertraf ihn jedoch bald. Im Jahr 1811 wurde er Mitglied der 
Akademie der Künste in Berlin, und im Jahr 1820 erhielt er das Prädikat Hof- 
medailleur. Zu seinen besten Arbeiten gehören: die Denkmünze auf das Gedächtniss 
Albrecht Dürer's am 18. April 1828; die Siegel der vier Fakultäten zu Berlin; 
die grossen Siegel der Universitäten Bonn und Münster und das grosse königliche 
Staatssiegel. Er starb im Jahr 1842. 
giteägtgu; Cottafsches Kunstblatt 1842, S. 356.  Neuer Nekrolog der Deutschen 1842, 
Jackson, Johann Baptist, Holz- und Formschneider, geboren in England um 
das Jahr 1700. Er war ein Schüler von Ekwits und Kirkall, und begab sich 
dann nach Paris und Venedig, wo er im Jahr 1745 seine schön geschnittenen Werke 
in Helldunkel herausgab. Wir nennen von seinen Arbeiten die Erscheinung des heil. 
Geistes nach Tizian; der heil. Marcus nach Tintorettc; die Kreuzabnehmung nach 
Rembrandt; die Vermählung der heil. Katharina nach Paul Veronese. Er be- 
rechnete alles auf Effekt, auch hätte er im Zeichnen und in der Optik bessere Kennt- 
nisse haben sollen. Seine Stiche bezeichnete er bald mit seinem Namen, bald mit 
den Initialen J. J. oder J. B. J. Noch um das Jahr 1754 hielt er sich zu London auf. 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Ersch und Grub er, Encyvclopädie.  Heller, 
Geschichte der Holzschneidekunst. 
Jackson, John, Maler, geboren zu Lastingham (Yorkshire) im Jahr 1778. Sein 
Vater war Schneider und bestimmte ihn zu derselben Profession, da. nahmen sich die 
Lords Mulgrave und Georges seiner an, und ermöglichten es ihm, sich auf der könig- 
lichen Akademie als Maler auszubilden. Anfangs machte er sich bekannt durch seine 
Porträte mit Reissblei und Wasserfarben, in der Folge aber auch durch Oelgemälde. 
Im Jahr 1817 wurde er Mitglied der genannten Akademie, im Jahr 1819 bereiste 
er Italien, und wurde Mitglied der Akademie von San Luc zu Rom. Seine Zeichnung 
war äusserst streng und bei den männlichen Bildnissen höchst charakteristisch, sein 
Colorit kräftig und wahr. Zu seinen schönsten Porträts gehört das von Canova 
und von Flaxmann. Seine Malerfertigkeit war ausserordentlich. Er starb zu Saint 
Johns Wood im Jahr 1831. 
Literatur. Nouvelle Biographie generale.  Passavant, Kunstreise durch England und Belgien. 
Jacob, Baumeister. Er war in Diensten des Kurfürsten Philipp von der Pfalz und 
arbeit-ete auch für den Rath zu Worms. Beide empfahlen ihn im Jahr 1491 dem 
Rath der Stadt Frankfurt a. M. für die Ausbauung des dortigen Doms. Auch ver- 
wendete sich Bischof Johann von Worms im folgenden Jahre für ihn. Er erhielt aber 
dieses Geschäft nicht. 
Literatur. Pnssavant, Knnstreise durch England und Belgien. 
Jacob der Deutsche , Baumeister des Kaisers Friedrich II., baute 1218-1230  
die Kirche S. Francesco zu AssiSi"' und begann den Dom von Arezzo gleichfalls im 
Jahr 1218. Bei beiden brachte er gothische Formen an. 
Literatur. Burckhnrdt, Der Cicerone, S. 1301i  Vasari, Leben der auägezeichnetsten Maler, 
Bildhauer und Baumeister i, 69 ü". 
Jacob der Deutsche (Jacobus Alemannus), Mönch und Glasmaler. Er wurde 
zu Ulm im Jahr 1407 geboren. Sein Vater Dieterich (Theodorich) Griesinger 
war Kaufmann daselbst. Aus frommem Trieb reiste er im Jahr 1432 nach Rom, wo 
ihm das Geld ausging. Er begab sich daher in Kriegsdienste zu König Alfonso von 
Arragonien nach Neapel, und von da. zu einem Bürger in Capua in Arbeit. 1440 
oder 1441 wollte er nach Ulm zurückkehren, fasste aber vor dem Grab des heil. 
Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. 
Atlas zu Kuglers Handb. der Kunstgesch.
        

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