Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055806
Imr 
Iwanowitsch. 
429 
1568). Er war wahrscheinlich ein Schüler von Crispin de Passe. Bis 1612 ar- 
beitete er in Köln, hierauf in Nürnberg, Bamberg und dann wieder in Nürnberg. 
Seine Schüler sind Joachim von Sandrart und Johann Troschel. Er stach 
geistliche Vorstellungen, z. B. nach Geldorp Gorzius den Heiland im Brustbild; 
die heil. Jungfrau; die vier Kirchenvater; das Titelblatt zu Paradisus Malorum; ge- 
schichtliche Darstellungen, Ansichten, z. B. östliche Ansicht der Stadt Coburg; vor- 
schiedene Gegenstände , Bildnisse, z. B. das des Christoph Fürer von Haimendorf und 
Wappen. Seine frühere Manier war breit, später arbeitete er enger und feiner. Er 
bediente sich bald der Initialen P. J., bald beigesetzten Monogramms, bald kürztermg: 
er seinen Namen etwas ab, bald setzte er ihn ganz. Nach 1630 starb er. 
Literatur. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler.  Rettberg, 
Nürnbergs Kunstleben. 
Itar, Baumeister aus Catanea. Er legte im Jahr 1831 der freien Gesellschaft der 
schönen Künste zu Paris von ihm gefertigte Zeichnungen nach den Monumenten der 
Akropolis zu Athen vor. 
Literatur. Cottasches Kunstblatt 1831, S. 40111 
Ittenbach, Franz, Maler, geboren zu Königswinter im Jahr 1813. Er ist ein 
Schüler von Schadow, bereiste in Gesellschaft von Ernst Deger, Andreas und 
Karl Müller Italien und Rom, und begann mit diesen im Jahr 1839 die Kirche auf 
dem Apollinarisberg bei Remagen mit Malereien zu zieren. Von seiner Hand ge- 
fertigt sind Joachim und Anna; die kleine Maria; die Grablegung der Maria durch 
die Apostel u. s. w., lauter erhebende Figuren. Die von ihm im Jahr 1857 in Mei- 
ningen ausgestellte Madonna mit dem Kinde ist mit unendlicher Feinheit ausgeführt  
und mit der wärmsten Liebe empfunden. 
 Literatur. Deutsches Kunstblatt 1857, S. 197 und S. 319.  Müller, Düsseldorfer Künstler.  
Wiegmanu, Die königliche Kunstakademie zu Düsseldorf. 
Ivara (Juvara), Fi1ipp0, Baumeister, geboren zu Messina im Jahr 1685. Er 
schwankte noch zwischen dem Zeichnungs- und Baufach einer- und dem geistlichen 
Stand andererseits , als ihn der Anblick der herrlichen Monumente in Rom bestimmte, 
sich für ersteres zu entscheiden. Es scheint, dass er in seiner Heimath bereits den 
damaligen schlechten Geschmack sich angeeignet hatte, denn Fontana, welchem 
er den Plan zu einem Palast zeigte, den er für vorzüglich hielt, bemerkt ihm, er 
müsse alles bisher Gelernte vergessen. Kardinal Ottoboni gab ihm einige. Aufträge, 
die er so gut vollführte, dass der Herzog von Savoien, Vittorio Amadeo, welcher 
König von Sicilien geworden war, ihn nach Messina berief, wo er ihm einen Palast 
am Hafen baute, der ganz zu dessen Zufriedenheit ausfiel. Hierauf ging er mit ihm 
als erster Baumeister nach Turin, das sich aus seinen Trümmern erhob, und führte 
daselbst zahlreiche Bauten aus. Wir nennen von denselben die Kirche della Superga 
bei Turin, welche sich durch edle Einfachheit und Reinheit der Formen auszeichnetf 
Im Jahr 1'724 berief ihn der König von Portugal nach Lissabon, wo er Zeichnungen 
zu der Patriarchalkirche und dem königlichen Palast entwarf und dafür ausser reicher 
Geldbelohnung das Ritterkreuz des Christusordens erhielt. Nach seiner Rückkehr 
baute er in Mantua die Kuppel von S. Andrea und in Mailand die Fagade der S. Am- 
brogiokirche. Seine letzte Arbeit war der Plan zu einem neuen Palast in Madrid, 
der aber nicht ausgeführt wurde. Er starb zu Madrid im Jahr 1735 oder 1'736. 
Literatur. Caveda, Geschichte der Baukunst in Spanien, übersetzt von Paul Heyse, S. 278.  N01!- 
velle Biographie gensrß-le-  Quatremere de Quincy, Dictionnaire historiquo d'Archi- 
tecture 2, 273 if. 
IWßnOW, Andreas, Historienmaler der Gegenwart. Er ist Professor an der Aka- 
demie zu Petersburg und ein Künstler von Ruf.  
Literatur. Conversationslexikomvon Meyer.  
Iwanow, Archip Matwjenwmsch, Bildhauer. Er lebte unter Kaiserin Katha- 
rina II. zu Petersburg als Mitglied der Akademie und hatte im Jahr 1804 den Titel 
eines Collegialraths. Zu seinen besten Arbeiten gehört ein Basrelief, welches die 
Taufe der Prinzessin Olga darstellt. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Iwanowitsch, Feodor, siehe Feodor Iwanowitsch.  
Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. 
der Kunstgesch. Taf. 91, FigA. 
Atlas zu Kuglers Handb.
        

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