Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051842
Ferraud 
Ferrari , Francesco. 
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Ferrand, Jacques Philippe, ein seiner Zeit sehr gerühmter französischer Miniatur- 
und Schmelzmaler, geb. 1653, gest. 1732, war ein Schüler von P. Mignard und 
S. Bernard. Er wurde 1690 Mitglied der Pariser Akademie. 
Ferrando, ein spanischer Maler, der dem Leonardo da Vinci im Jahr 1505 
beim Malen seines Bildes , den Sieg der Florentiner über Niccolo Piccinino , General 
des Herzogs Maria Viscont-i, darstellend, im Rathspalast zu Florenz, Hülfe leistete. 
Literatur. Dr. Gay e, Carteggio inedito cfartisti dei secoli XIV. XV. XVI. Firenze, 1840. 
Ferrantini, Gabriele, genannt dagli Occhiali, weil er von Jugend an sich der 
Brillen bedienen musste, geb. um 1550 zu Bologna, ein Maler, der sich bei D. Cal- 
vart bildete und die Kirchen seiner Vaterstadt vielfältig mit Bildern in Oel und in 
Fresco schmückte, in denen er eine gefitlligere Manier und einen besseren Geschmack 
als sein Lehrer an den Tag legte. 
Ferrantini, Ippolito, der Bruder des Vorigen, war ein Schüler der Caracci, 
die er mit Glück nachahmte. Er war Mitglied der Akademie degli Incaminati. 
Ferrara, Antonio da, il Vecchio, ein Maler, der ein Schüler von Agnolo Gaddi 
War und zu Urbino um 1384 in Citta di Castello viele schöne WVerke in der Art seines 
Lehrers ausfiihrte. 
Ferrara, Galasso Galassi Alghisi da, siehe Galassi. 
Ferrara, Gelasio (li Niccolö da , wird unter den Schülern eines gewissen Theo- 
Phan es aus Konstantinopel angeführt, der um das Jahr 1200 zu Venedig eine 
Öffentliche lilalerschule gehalten haben soll. Azzo d'Este, Ferrarafs erster Herr, 
Soll dem Gelasio ein Gemälde, Phaetons Sturz darstellend, und Filippo, Bischof von 
Ferrara, eine Kirchenfahne mit dem heil. Georg bestellt haben. 
Ferrara, Rambaldo und Laudadio da, Nachfolger der Giottesken in Ferrara, 
malten 1380 in der Servitenkirchc daselbst. Diese Kirche wurde aber niedergerissen 
und wir besitzen auch sonst keine weiteren Nachrichten über diese Künstler. 
Ferrara, Stefano da, Maler, stammte aus der Familie Falza Galoni und war ein 
Schiller und Freund von Mantegna. Seine Bilder verrathen einen eigenthümlich 
phantastischen Zug und, in der früheren Zeit des Meisters, eine energische Auf- 
nahme der paduanischen Kunstweise. In späteren Werken scheint er mehr mit 
Garofalo und Andern wetteifern zu Wollen. Im Ateneo zu Ferrara sieht man von 
ihm eine Madonna mit zwei Heiligen und zwölfApostelköpfe. Aus seiner früheren- 
Malweise stammen zwei Madonnen mit Heiligen in der Brera zu Mailand. In Santa 
Maria in Vado zu Ferrara ist eine Tafel, die Madonna mit dem Kinde und mehreren 
Heiligen darstellend mit der Jahrszahl 1531, die ihm zugeschrieben wird; ebenso 
in der Kirche der Madonnina daselbst ein Bild mit den h. h.Joseph und Franciscus. 
In Padua schmückte er, nach Vasari, die Kapelle des heil. Antonius mit Malereien, 
führte auch für dieselbe ein Madonnenbild aus. Das noch daselbst vorhandene Ge- 
mälde, das ehemals für dieses von Vasari beschriebene Bild galt, wird jetzt dem 
Fra. Filippo zugeschrieben. Jener von dem Arzte Mich. Savonarola in seinem Buche 
"de laudibus Patavii lib- I." Wegen seiner Malereien in der erwähnten Antoniuskapelle 
rühmlich erwähnte St-efano da Ferraro kann indessen nicht ein und dieselbe Per- 
son mit obigem Künstler sein, da, Savonarola um 1430 schrieb. Dieser war also 
Jedenfalls älter und wahrscheinlich ein Schüler des Squarciohe. 
Ferrari, Anton Felice, Architekturmaler, ein Sohn des Francesßü Ferrari, 
geb. zu Ferrara 1668, gest. 1719, entfaltete in seinen Bautenmalereien, 591'911 81' 
In den Palästen zu Ferrara, Venedig und Ravenna eine grosse Anzahl allSfiihrte, 
einen grossartigen Styl. 
Ferrari, Bartolommeo, ein Bildhauer zu Venedig, gest. 1844, der sich bei 
CMIOVa ausbildete und unter Anderem nach dessen Modell für den von jenem zu 
Possaiglifrerbauten Tempel die schöne Gruppe der Piet-a in Bronze ausführte. 
Iierran, Bernardino, ein Maler aus Vigevano, der um 1540 blühte und unter 
die biachahmer des Gaudenzig Ferrari gezählt wird. Er schmückte unter Anderem 
die Kapellen S. Jacopo und Filippo in der Hauptkirche seiner Vaterstadt.  
Ferra-Tl, Francesco, Historiem, Architektur- und Landschaftsmaler, geb. 1634 
Müller, Künstler-Lexikon. 11, 3
        

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