Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055491
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Holzhar 
Hondekoeter. 
gab ihm den ersten Unterricht. In der Folge ging er nach Augsburg und arbeitete 
dort in Gemeinschaft mit dem Historien- und Frescomaler Johann Georg Berg- 
rnüller. Er radirte auch in dieser Zeit 14 Stücke, theils nach eigener, theils nach 
dessen Erfindung auf Rembrandtfsche Manier. Endlich übernahm er für sich allein 
verschiedene Arbeiten , und bereicherte Augsburg binnen vier Jahren mit Fresco- und 
Oelmalereien. Von den ersten nennen wir eine Bauernhochzeit an dem -Wirthshause 
zum Bauerntanz, und das Ecce homo am Klenkerthore, welches ihm das Augsburger 
Bürgerrecht erwarb, von den letztern zwei Altarblätter in der Dominikanerkirche. Aus- 
wärts malte er unter vielem Andern den fürstlichen Gartensaal zu Eichstädt, wo- 
durch er den Titel eines fürstlichen Hofmalers erhielt. Im Jahr 1740 wurde er an den 
kurköllnischen Hof nach Bonn berufen. Hier malte er das Bildniss des Kurfürsten 
Clemens in Lebensgrösse aus dem Gedächtniss auf ein Brett, welches nach dem Um- 
risse ausgeschnitten wurde, und so ähnlich war, dass , da es in dem kurfürstlichen 
Zimmer stand, Manche beim ersten Eintritt es für den Kurfürsten selbst hielten. Er 
hatte eine reiche Erfindungsgabe , eine feste Zeichnung  und angenehmes Colorig, 
Seine Figuren erschienen in Folge des Helldunkels wie erhaben. Er starb zu Clemens- 
werth, wohin er gereist war, um das Lustschloss des Kurfürsten mit Fresken zu 
zieren, im Jahr 1740. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Tyrolisches Künstlerlexikon.  Ausführ- 
äfllg-zsiviäger ihn findet sich in G. Ch. Kilian, Kunst- und Ehrengedüchtniss des J. B. Holzer, Augs- 
HOIZhEI , Martin, Medailleur, geboren zu Ulm im Jahr 1708. Er lernte bei 
seinem Vater, einem Goldarbeiter, Zeichnen und Stechen, arbeitete mehrere Jahre 
in Amsterdam und im Haag, und liess- sich in ersterer Stadt nieder. Sein schönstes 
Stück ist ein Medaillen vom Jahr 1742 auf Graf Wilhelm, Baron von Imholf, General- 
gouverneur der holländisch-ostindischen Ccmpagnie. 
Literatur. Weyermann, Nachrichten von Gelehrten und Künstlern der vormaligen Reichsstndt Ulm. 
Holzmann, Karl Friedrich, Maler und Kupferstecher, geboren zu Dresden im 
Jahr 1'740. Sein Vater war Rathssteinmetzmeister und bestimmte ihn auch zum 
Baufach. Nach dessen Tode widmete er sich der Bildhauerkunst, und später der 
Malerei unter Hofmaler Dietrich. Er trieb das Porträtmalen sehr eifrig, meistens 
im Profil und in Wasserfarben. Im bayrischen Erbfolgekrieg 1778 und 1779 malte 
er die meisten nach Dresden gekommenen Stabsoffiziere. Im Ganzen fertigte er mehr 
als 2000 Porträte. Ausserdem radirte er und überdruckte seine Blätter mit Holz- 
Stöcken nach der Manier des Hugo de Carpi und Zanetti. Auch ahmte er die 
Weise des Engländers Arthur Pond nach. Sein Hauptwerk führt den Titel: Ab- 
drücke im Helldunkel nach verschiedener Meister Zeichnungen, welche Blätter er 
in der Folge noch einmal durchfeilte und in Aquatinta übersetzte. 
Literatur. Meusel, Teutsches Künstlerlexikon. 
Holzschuher, Eucharius Karl, Baumeister. Er baute 1616-1619 das Rath- 
haus zu Nürnberg  mit guter Anwendung des italienischen Renaissancestyls. 
Literatur, Rettberg, Nürnbergs Kunstleben. 
Home, M12, Landschaftsmaler in England. Seine Arbeiten sind hinsichtlich der 
Erfindung und des Technischen der Aufmerksamkeit werth. Im Jahr 1797 gab er 
ein Prachtwerk über den Feldzug in Mysore heraus. 
Lllefglllt. Ficrillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Grossbritannien. 
Homodeus, Baumeister. Er war beim Bau des Mailänder Doms thätig und leitete 
bis 1499 den Bau der Karthause bei Pavia, woran schon der römische Styl wieder 
sichtbar ist.  
Literatur. Vasari, Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister. Erster Theil. 
Hondekoeter, 1118101110! de, Maler, geboren zu Utrecht im Jahr 1636. Sein 
Vater Gysbert oder Gilles, geboren zu Amsterdam oder Utrecht im Jahr 1613, 
unterrichtete ihn bis in sein 17. Jahr, auch unterstützte ihn sein Oheim Weeninx 
mit seinem Rathe. Er malte Pfauen, Fasanen, welsche Hahnen, Hühner und der- 
gleichen mit nnübertroffener Naturwahrheit, und richtete für seine Zwecke einen 
Bahnen trefflich ab. Mit poetischem Geiste wusste er die Thiere in ihrem Leben 
Ablebildet in den D e n km ä 1 e r n d e r x u. n s t. Atlas zu Kuzlers Hnndb. der Kruutgesch.
        

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