Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051818
30 
Ferenczy 
Fernandez , J orge Alemau. 
Ferenczy, Franz, Bildhauer, geb. 1792 zu Reima-Szombath (Ungarn), bildete 
sich auf der k. k. Akademie zu Wien und später unter Thorwaldsen zu Rom. Ein 
schönes Werk von ihm stellt ein im Sande knieendes Mädchen dar, welches das 
Schattenbild des Geliebten im Boden eingegraben hat. Im Jahr 1840 wurde er mit 
der Anfertigung eines Denkmals für den grossen ungarischen König Matthias Cor- 
vinus beauftragt. 
Ferg, Franz (10 Paula, Genre- und Landschaftsmaler und geistreicher Kupfer- 
ätzer, ein Schüler seines Vaters Pancrazius, der Maler J. Orient und Hans Graf, 
geb. zu Wien 1689, gest. zu London 1740, malte Landschaften in Poelenburgs 
Geschmack, Marinen , und Darstellungen aus dem gewöhnlichen Leben in Ostade's 
Manier. In der Dresdner Gallerie und im Belvedere zu Wien sieht man Bilder von 
ihm, die, da er sehr langsam malte, im Ganzen selten sind. Man hat von seiner 
Hand auch sehr schöne radirte Blätter, unter denen namentlich eine Folge von acht W 
Landschaften mit Ruinen und schönen Figurengruppen gerühmt wird. Das erste der ß 
nebenstehenden Monogramme findet man auf seinen Bildern, das zweite auf seinen ggf 
radirten Blättern. 
Ferguson, William, ein Schotte von Geburt, der sich in Italien bildete und sich 
in Darstellungen von todtem Geflügel und Stillleben auszeichnete. Er starb 1690. 
Fernandez oder Hernandez, Alexo, ein spanischer Maler, der zu Anfang des 
16. Jahrhunderts in Cordova und Sevilla vielfach thätig war. Er wurde im Jahr 1508 
vom Kapitel der Kathedrale zu Sevilla nebst seinem Bruder, dem Bildhauer Jorge 
Fernandez Alem an aus Cordova, berufen, um die Rückwand des an Kunst, Grösse 
und Pracht Alles überbietenden Hochaltars in der Sakristei des Chors jener Kirche 
mit drei Gemälden zu schmücken. Das eine Seitenbild stellt die Versöhnung des 
Joachim mit der heil. Anna, das Mittelbild: die Geburt der Maria und das zur andern 
Seite: ihre Reinigung dar. Der Kopf der heil. Jungfrau ist sehr schön, der Gang 
der Gewänder Wohlverstanden und grossartig geordnet; die schmalen Falten sind 
eckig, mehr in der rlorentinischen als der deutschen Art gebrochen. 
Literatur. Passavant, Die christliche Kunst- in Spanien. 
Fernandez, Francisco, Maler, geb. 1605 zu Madrid, gest. 1646, war ein Schüler 
von Vincencio Carducho und erwarb sich durch seine Malereien schon in jungen 
Jahren einen solchen Ruf, dass er in dem Bildersaal der Könige von Spanien und 
im Palaste zu Madrid Beschäftigung fand. In dem Kloster de la Victoria sieht man 
von ihm noch zwei Gemälde: Joachim und Anna, und das Begräbniss des h. Franz 
von Paula. F. Fernandez hat auch für Carduchds Gespräche über die Malerei .39 
5 Blätter reiche Allegorien (1634) radirt, welche mit nebigen Buchstaben be-  
zeichnet sind. 5b 
Fernandez, Gregorio, siehe Hernandez. 
Fernandez de Guadalupe, Pedro, ein spanischer Maler, der meistens fiir die Kathe- 
drale zu Sevilla thätig war. Er malte daselbst in den Jahren 1509, 1510 und 1512 
mehrere Figuren fir Altäre, für das dortige Tabernakel u. s. w. in estofado, eine 
Kunst, die darin bßßtßnd, Sculpturen aus Holz mit vieler Sorgfalt zu vergolden, zu 
bemalen und durch ein besonderes Verfahren, wodurch die Oberfläche ein beinahe 
emailleartiges Ansehen erhielt, zu glätten. Dann sieht man von ihm in derselben Kirche 
noch mehrere Tafeln, welche mit- der Jahrszahl 1526 bezeichnet sind, und von denen 
das Hauptbild den vom Kreuz genommenen Christus, auf den Knieen der Maria 
liegend , darstellt. In der Altarstaffel befinden sich die Darstellungen des Heilandes 
an der Säule, des reuigen Petrus und zu beiden Seiten der Donator und seine Ge- 
mahlin. Die Zeichnung in diesem Bilde ist vorzüglich, das Colorit tief im Ton, beide 
an die ferrareser Schule des Costa erinnernd. 
Literatur. Passavant, Die christliche Kunst in Spanien. 
Fernandez, Jorge Aleman, ein Bildhauer, der mit seinem Bruder, dem Maler 
Alexß Fernandez im Jahr 1526 den gothischen, in Holz geschnitzten und ganz 
vergoldeten Hauptalt-ar des Qhores der Kathedrale von Sevilla, der an Kunst, Grösse 
und Pracht Alles überbietet, was das darin einzige Spanien an Altarschmuck aufzu-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.