Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055404
Hoek , Jan van 
Hoerberg. 
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durch Gebirgsreisen noch weiter aus. Seine Arbeiten empfehlen sich durch klaren, 
ruhigen, äusserst tüchtigen Vortrag und geschmackvolle Anordnung, Besonders 
gelungen ist seine Kapelle bei Berchtesgaden, welche er im Jahr 1845 zu Wien 
ausstellte. 
Literatur. Conversatiouslexikon von Meyer.  Gottcfsches Kunstblatt 1845, S. 207, 
Hoek, Jan van, Maler, geboren zu Antwerpen im Jahr 1600. Sein Lehrer war 
Rubens, welchen er glücklich nachahmte. In Rom bildete er sich sowohl in der 
Kunst als in den Wissenschaften noch weiter aus. Von hier berief ihn Kaiser Ferdi- 
nand II. an seinen Hof, auch arbeitete er bei andern hohen Herrn. Zuletzt ging 
er mit Erzherzog Leopold als dessen erster Hofmaler nach Flandern zurück. Er 
zeichnete sicher und correct, sein Colorit ist kräftig und natürlich und sein Pinsel 
zart. Im Porträt zeigt er Aehnlichkeit mit van Dyck. Nach ihm hat z. B. C. Galle 
einen Christus am Kreuz, ebenderselbe und J. Vanloo Philemon und Baucis, und 
C. Woumans des Malers eigenes Bildniss gestochen. Er starb im Jahr 1650. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Immerzeel, De Levens en Werken der Holland. 
en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Hoek, Robert van , Maler , Knpferstecher und Baumeister, geboren zu Antwerpen 
im Jahr 1609. Er war der Schüler seines Vaters Karl. An seinen Bildern bewun- 
dert man die Feinheit des Pinsels, das treifliche Colorit, die correcte Zeichnung und 
den Reichthum der Composition. Als Controleur der Festungswerke von Flandern 
bildete er Lager, Märsche, Belagerungen u.s.w. ab. Er malte die Figuren dabei 
so klein und doch so genau, dass man sich eines Vergrösserungsglases bedienen 
musste, um sie gehörig zu würdigen. Auch ätzte er viele Blätter, militärische 
Scenen enthaltend, mit einer leichten, geistvollen und sehr feinen Nadel. Er bezeich- 
nete seine Werke mit den Initialen R. v: H. oder R. .V. H. und mit Robertus V. H. F. 
Literatur. Burtsch, Le Peiutre Graveur, fünfter Theil.  Brulliot, Dictionnaire des Moncgrammea- 
Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Immerzeel, De Leveus en Werken der Holland. eu Vlaam. 
Kunstschilders u. s. w. 
Hölle, Albert van der, geboren zu Regensburg im Jahr 1510, war Medailleur 
und Prägschneider am herzoglich bayrischen Hofe zu München. 
Literatur. Lipowsky, Bayrisches Künstlerlexikon. 
1108128! , Gottlob August, Baumeister, geboren zu Dresden im Jahr 1744. Seine 
Lehrer waren Forchheim, Obristlieutenant und Direktor der Ingenieurakademie, 
Baudirektor Locke und Oberlandbaumeister, Professor Krubsacius. Um sich im 
Praktischen gehörig zu üben, erlernte er sogar das Maurerhandwerk zunftgerecht. 
Sein Fleiss und ein erlangter Preis verschafften ihm die Stelle eines Unterlehrers an 
der Akademie der Baukunst. In der Folge wurde er Mitglied der Akademie der 
Künste und im Jahr 1776 als Hofbaumeister angestellt. Ein Hauptwerk von ihm 
ist das Gräflich-Vizthumische Palais in Dresden. 
Literatur. Meusel, Teutsches Künstlerlexikon. 
Hoen , Cornelis Pieter 't, Maler, geboren zu Antwerpen im Jahr 1814. Anfang- 
lißh zum Kßillfmannsstallde bestimmt, legte er sich in seinen Freistunden auf's Zeich- 
nen und Malen, bis er sich endlich ganz der Kunst widmete und Waldorps Unter- 
richt genoss. Er malt seitdem Städte- und Hafenansichten, und hat eine Sammlung 
von Zeichnungen herausgegeben, unter denen mehrere zu den schönsten Werken 
der gegenwärtigen holländischen Schule gezählt werden ikönnen. Auch wurde e? 
im Jahr 1840 Mitglied der Amsterdamer Akademie.  
Literatur. lmmerz eel, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. 
Hoerberg, Pehr, Maler und Kupferstecher, geboren auf dem Hofe Oefra-Oe in 
Smaoland in Schweden im Jahr 1'746. Seine Eltern waren sehr arm und er musste, 
nachdem er schon in seinem 14. Jahre in dem Städtchen Wexiö bei einem Maler in 
die Lehre gegangen war, wieder Hirtendienste verrichten, wo er wie früher seine 
Kunst im Walde mit Fichtenrinde und Kohlen trieb. Dennoch gelang es ihm im 
Jahr 1'763 zuerst in Gothenburg, dann an andern Orten Malerwerkstätten zu be- 
suchen. Im Jahr 1768 wurde er Kreismaler der Statthalterschaft Jönköping und 
1m Jahr 1'783 Bauer. In demselben Jahre aber besuchte er als ein Mann von 37 
Jahren die Akademie der freien Künste zu Stockholm, und erwarb zweimal den
        

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