Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055258
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Hass , Johann Benedikt 
Hess, Karl Ernst Christoph. 
machte seine Studien unter Koch in Italien, wo er sich durch correcte, charak- 
teristische und sorgfältig vollendete Zeichnung, besonders in humoristischen Figuren, 
einen Namen erwarb." Oefters erhöhte er sie mit Gold. Seine Bauptwerke sind: 
die Ermordung Kaiser Albrechts durch Hans von Schwaben , mit äusserster Zartheit 
und meisterhafter Bestimmtheit, und die Schlacht der Schweizer gegen die Franzosen 
bei S. Jakob mit sehr geistreicher, doch da und dort übertriebener Composition , leb- 
hafter aber etwas bunter Färbung. Letzteres Bild, sowie zwei Zeichnungen zu 
Glasgemälden von sehr geschmackvoller Erfindung und meisterhafter Ausführung sind 
in Basel zu sehen. Ausser den Initialen seines Namens bediente er sich beigesetzten 
Monogramms. Er starb zu Basel im Jahr 1850. Hi 
Literatur. Brnlliot, Dictionnnire des Monogrummes.  Cottfsches Kunstblatt 1830, Nro. 25.  
Wangen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland, 2, 283 und 290.  Neuer Nekrolog 419!" 
Deutschen, 1850. 
E888, Johann Benedikt, Glasschneider, arbeitete zu Frankfurt a. M. , wohin sein 
Vater Johann, welcher dieselbe Kunst übte, von Böhmen ausgewandert war, 1669 
bis 1674. Sein Sohn gleichen Namens beschäftigte sich ebendaselbst mit Edelstein- 
schneiden, als das Glasschneiden aus der Mode kam, und starb im Jahr,1736. Sein 
Enkel Peter, geboren auch zu Frankfurt a M. im Jahr 1709, wurde im Jahr 1746 
nach Kassel berufen, um die kostbare Tafel von der Festung Rheinfels in musivischer 
Arbeit zu vollenden, und starb daselbst als Mitglied dortiger Akademie der Künste 
im Jahr 1782. 
Literatur. H. S. Hängen, Nachrichten von Frankfurter-Künstlern. 
E655, Karl, Maler, geboren zu Düsseldorf im Jahr 1801. Er ist der jüngste Sohn 
des Karl Ernst Christoph und erhielt seine Kunstbildung in München. Mit Vor- 
liebe widmete er sich der landschaftlichen Darstellung, die er aber mit Menschen und 
Thieren auf das Lebendigste und in harmonischer Weise so zu schmücken weiss , dass 
seine Gruppen wie schöne idyllische Scenen in heiterer Landschaft sich hervorheben. IQ 
Er bedient sich beistehenden Monogramms. '53 
Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Sültl, Die bildende Kunst in München. 
E988, Karl Adolph Heinrich, Maler und Kupferstecher, geboren zu Dresden 
im Jahr 1769. Den ersten Grund im Zeichnen legte er unter Kupferstecher Krüger, 
dann lernte er die Malerei bei Klass, und wählte sofort die Pferdemalerei, worin 
er sich zur höchsten Stufe emporschwang, nachdem er sich auf seinen Reisen durch 
Russland, Ungarn, die Türkei und England noch weiter ausgebildet hatte. Er war 
zuerst in Berlin ansässig, wurde im Jahr 1788 auswärtiges Mitglied der Akademie 
in Wien, übersiedelte dahin im Jahr 1800 und wurde daselbst zum Lehrer dieser Kunst- 
anstalt ernannt. Er malte in Oel, Pastell und mit deckenden Wasserfarben gleich 
gut. Zu seinen Hauptwerken gehört der Marsch der UraPschen Kosaken, die Reit- 
schule, Studienblätter für Pferdeliebhaber. Manche seiner Arbeiten sind von ihm 
selbst radirt. Er starb zu Wilhelmsdorf bei Wien im Jahr 1849. 
lillerl-tnr. Conversationslexikon von Brockhaus.  Füssli, Allgemeines Künstlerlexikcn.  
Neuer Nekrolog der Deutschen, 1849. 
E988, Karl Ernst Christoph, Kupferstecher, geboren zu Darmstadt im Jahr 1755. 
Er verlor seinen Vater, der Hofinstrumentenmacher war, frühzeitig, und wurde dilller 
zuerst zum Handwerke eines Schwertfegers bestimmt, widmete sich aber dann zu 
Mannheim unter Anleitung seines Schwagers H o hle i s en der Ciselirkunst. Kurfürst 
Maximilian von Bayern, welcher einen Hirschfiinger erhielt, worauf eine Jagd von ihm 
eingravirt war, wendete ihm seine Gunst zu. Nun ging er im Jahr 1776 nach Augs- 
bvrg, 11m dH-Selbst die Kupferstecherkunst zu erlernen. Im folgenden Jahre kam er 
nach Düsseldorf und arbeitete an dem Galleriewerke von Akademiedirektor Krahe 
aus Mannheim, welcher sich für ihn interessirte, mit. Gleich die erste Platte nach 
Rembran d t gefiel S0, dass er zum ausserordentlichen Mitgliede der dortigen 
Akademie ernannt wurde. Im Jahr 1782 wurde er HOfkllPfeTSteßhef des Kurfürsten 
von Pfalzbayern und Professor an der genannten Akademie. Eine Reise nach Italien, 
die er im Jahr 1787 antrat, veredelte seinen Kunstgeschmack und seine nachher 
ausgeführten Blätter, namentlich die Himmelfahrt Mariens nach Guid o R eni, der 
Mnrktschreier nach Gerhard Dow, und das Bildniss des Rubens mit seiner Frau,
        

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