Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055238
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Henera, Francisco de, el viejo 
Hertliberger. 
sein Bild, der heil. Francisco, die Ernennung zum zweiten Präsidenten der Aka- 
demie. Da. "er jedoch hiebei dem Murillo untergeordnet wurde, so verletzte 
dieses seine grenzenlose Eitelkeit, wesshalb er nach Madrid ging, wo er sich 
durch seinen heil. Hermenegildo (jetzt im Museum zu Madrid), und durch das 
"Frescogemälde im Chor von S. Felipe so grossen Ruf erwarb, dass er die Kuppel 
in der Atochakirche zu malen bekam. Dieselbe geüel Philipp IV. sehr und er er- 
nannte ihn zu seinem Hofmaler. Ausser den erwähnten Bildern nennen wir eine 
heil. Anna. im Museum von Sevilla. Man rühmt bei seinen Gemälden das harmonische 
Colorit und die Lieblichkeit der Figuren. Im Jahr 1677 wurde er mit der Ober- 
leitung der königl. Bauten betraut, und ergab sich dem borrominischen Styl ohne 
Glück. Er starb zu Madrid im Jahr 1685.  
Literatur. Bermudez, Diccionario historico de los mas illustres professores de las bellas artes en 
Espafla.  F. de Boni, Biogrslia degli artisti. Venezia 1852.  Cavedn, Handbuch der Geschichte 
 gprslllagslerznst in Spanien, übersetzt von Paul Heyse, S. 270.  Passavnnt, Die christliche Kunst 
Herrera, Francisco de, el viejo (der Aeltere), Maler und Kupferstecher, ge- 
boren zu Sevilla um das Jahr 1576. Er war der erste, der sich von der schüchternen 
Manier der damaligen spanischen Maler emanzipirte und einen neuen Styl, den des 
Naturalismus aufbrachte, welcher von ihm auf Velasquez überging. Seiner Kunst, 
widmete er sich mit einer Art Wuth, indem er mit Rohrstöcken zeichnete und mit 
dem groben Borstpinsel malte. Er war eben so rauh gegen seine Familie, wie 
gegen seine Schüler, die ihn desshalb häufig verliessen, so dass er, wie man 
behauptet, bei seinen zahlreichen Bestellungen sich nicht selten genöt-higt sah, 
die Bilder durch seine Magd mit einem Llaurerpinsel untermalen zu lassen. In- 
dessen zeigte er bei verschiedenen Bildern eine schöne naturwahre Darstellung des 
Nackten , treffliche Gruppirung und ausdrucksvolle Behandlung der Köpfe. Im Hell- 
dunkel brach er der Sevillaner Malerschule die Bahn.  Er war auch Kupferstecher, 
wodurch er zur Falschmünzerei verführt worden sein soll, in Folge dessen er einen 
unfreiwilligen Aufenthalt im Kollegium de S. Hermenegildo nahm. Da aber Philipp IV. 
bei seinem Aufenthalte in Sevilla sein Bild von diesem Heiligen sah, begnadigte er 
ihn.' Seine Hauptbilder sind: das Manna-Auflesen der Israeliten in der Trinidad- 
gallerie zu Madrid, durch die naturgetreue Behandlung des Nackten hervorragend; 
der heil. Hermenegild in einer Glorie im Museum zu Sevilla; das jüngste Gericht in 
der Kirche S. Bernardo daselbst, durch grossartige Auffassung und die Magie des 
Colorits ausgezeichnet. Er starb zu Madrid im Jahr 1656. 
Literatur. Bermudez, Diccionario historico de los mas illustres professores de las beldas artes en 
Espafia.  F. de Boni, Biogrsfia degli artisti. Venezia 1852.  Passavant, Die christliche Kunst 
in Spanien. 
Herrera, Jnan de, Baumeister, geboren in Mobellan de las Asturias de Santillana, 
wahrscheinlich im Jahr 1530. Er studirte Humaniora und Philosophie in Valladolid, 
ging dann im Gefolge des Prinzen D. Felipe nach Brüssel und später nach Italien, 
und widmete sich in beiden Orten der Mathematik und Architektur. Nach dem Tode 
des Juan de Toledo folgte er diesem in der Leitung der von Philipp II. errichteten 
Escorialbauten, nachdem er vorher dessen Gehilfe hiebei gewesen war. Zu Seinen 
Hauptwerken gehört die Kirche von Escorial, die Kathedrale von Valladolid und die 
Brücke zu Segovia. Er wusste die Theorien Vitruvs dem Geiste seines Jahrhunderts 
anzupassen, die grossen Massen auf bewundernswerthe Weise zu beherrschen und 
seinen kirchlichen Bauten den mystischen Charakter seines Jahrhunderts zu verleihen. 
Literatur. Caveda, 595911161199 de! Baukunst in Spanien, übersetzt von Paul neyße, S. 254 E. 
Herrlein, J. 1., Hofmaler in Fulda, war in der zweiten Hälfte des 18. Jahr- 
hunderts thätig. Mit grossem Fleisse in einem lebhaften, doch etwas in's Bunte 
fallenden Colorit malte er Genrebilder, Landschaften, Thiere u. s. w. Er bediente 
sich beigesetzten Monogramms.  
Literatur. Nagler, Die Monogrammisten.    
Herrliberger, David, Kupferstecher, geboren zu Zürich llII Jahr 1697. Er lernte 
in seiner Vaterstadt bei J. Melchior Füssli, zu Augsburg bei J. Daniel Herz 
und zu Amsterdam bei B. Picart, dessen Stiche er täuschend nachahmte. Zu seinen 
vorzüglichsten Werken gehört die helvetische Topvgrßphie und der schweizerische
        

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