Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055197
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Horedia 
Herlin. 
tembergischen Alterthumsvereins veröffentlichten Abbildungen der im Chor der Stifts- 
kirche zu Stuttgart befindlichen Standbilder der württembergischen Grafen. 
Literatur. Eigene Notizen.  Handschriftliche Nachrichten.  
Heredia, Pedro de, Bildhauer. Er War ein Schüler Guillen's von Sevilla und 
einer der vielen tüchtigen Künstler, welche an dem berühmten Hochaltar des Doms 
zu Serilla mit Geschick und Verständniss arbeiteten. 
Literatur. B ermu den , Diccionarin historieo de los uns illustre; professoros de las bellas nrtes en Espnfia. 
Herfort. Friedrich Gottlieb, Bildhauer. Er bildet-e sich in Italien, kam im 
Jahr 1696 nach Berlin, arbeitete im dortigen Schlosse nach Schliiters Modellen, 
wurde im Jahr 1702 Hofbildhauer und starb im Jahr 1708. 
Ititerqtur. Fiissli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Hering, Johann Georg, Maler, geboren zu Eschwegen. Er lernte bei Christoph 
Müller zu Kassel und bildxte sich in Italien, wohin er im Jahr 1587 reiste, noch 
weiter aus. Im Jahr 1620 wurde er zum k. k. I-Iofmaler in Prag ernannt. Seine 
Farbenmischung fallt etwas in's Graue, die Ertindung aber ist sehr gut und die Zeich- 
nung nicht übel. Viele Stücke malte er für das Stift Strahow. Er bediente sich 
des Zeichens H F , setzte auch zuweilen seinen Familiennamen ganz bei. 
Literatur. Dlabacz, Allgemeines Künstlerlexikon. ' 
Hering, Loyen, Bildhauer aus Eichstädt, fertigte das Marmorgrab des Bischofs 
Georg ll1., Schenk von Limburg, im Dom zu Bamberg 1518-1521, und das Epittt- 
phium der Frau Margaretha von Eltz in der Karmeliterkirche zu Boppard im Jahr 
1519. Letzteres stellt die heil. Dreieinigkeit in Relief vor und ist eine freie Nach- 
ahmung von Dürers Holzschnitt desselben Gegenstandes. Es ist sehr zart aus- 
geführt, nrinder brüchig in den Ecken des Faltenwurfs, aber auch minder geistvoll 
als das Dürefsche Original. 
Literatur. Kugler, Kleine Schriften.  Otto, Handbuch für Kunstarchäolngie. S. 209. 
Herlin (Herlein, Herlen, Härlin), Friedrich, Maler. Er hatte im Jahr 1449 
ein Wohnhaus und also wohl auch angebornes Bürgern-echt in Ulm. Im Jahr 
1467 wurde er in Nördlingen, welches gleichfalls auf seine Geburtsstätte Anspruch 
macht, "als maler der mit niederländischer Arbeit umgehen kann" steuerfrei in's 
Bürgerbuch eingetragen. Dahin kam er ron Rottenburg a. T. und Diukelsbühl aus 
vermuthlich um das Jahr 1459. Wie lang er sich in den Niederlanden aufhielt, ist 
nicht bekannt. Seine YYerke tragen das Gepräge der van EycI-Cschen Schule. 
Die Conception ist sinnig, die Zeichnung richtig und das Colorit glänzend. Die zu 
Nördlingen in der Hauptkirche befindlichen wurden in neuerer Zeit gut hergestellt. 
Es sind im Ganzen 16 Bilder. Die Hälfte derselben, welche zu den Innenseiten 
des Hochaltars gt hörten , sind sehr gute Arbeit in niederländischer Manier und haben 
neutestamentliche Begebenheiten zum Gegenstand. Die andere Hälfte ist. hand- 
werksmässiger und mag ron einem Schüler des Friedrich Herlin herrühren. Sie 
stellen dar: die Fussrvaschung Christi durch Magdalena, die Erscheinung, Welche 
dieselbe von ihm erhält, Einiges von S. Georg, die heil. Barbara, die heil. Dorothea, 
die Donatoren mit ihren Frauen. In derselben Kirche ist ron seiner Hand eine Tafel 
mit dem Bilde des Gekreuzigten auf gemodeltenr Goldgrund vom Jahr 1463. Ferner 
fertigte er laut Inschrift die Malereien des Hochaltars der Stadtkirche zu Rotten- 
burg a. T. im Jahr 1466, sowie die Bemalung der auf demselben befindlichen aus- 
gezeichneten Bildschnitzereien. Man weiss aber nicht, ob diese selbst auch von ihm 
herrühren, denn die Inschrift: ,.Diess NVerk hat gemacht Friedrich Herleu Maler" W 
könnte sich auch bloss auf die Malerei daran beziehen. Auf dem Rathhause der 
genannten Stadt ist gleichfalls eine Tafel von ihm mit dem Bilde der Maria und der m 
Jahrszahl 1467. Im Jahr 1472 malte er (en Hnchaltar für die Kirche in Boptingen. 
Ein Gemälde am Hochaltar zu Dinkelsbühl und manche andere Werke in Schwaben ß" 
sind in seiner Manier gearbeitet. Beistehendt- Monogramme wurden von ihm gebraucht. 
Er starb als Stadtmaler in Nördlingen im Jahr 1491. Weder sein Sohn Jesse, wel- _ 
cher beigesetztes Monogramm führte, und eine Tafel mit dem jüngsten Gericht für H 
die S. Ueßrgskirche in Nördlingen malte, noch ein anderer seiner Nachkommen, die 
meist auch Maler waren, kam ihm gleich. Der letzte bekannte Sprössling dieser
        

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