Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055100
Heinrich, Sunere  Heiße. 
359 
Heinrich, Sunere, wird im Jahr 1248 als petitor structurae (Sammler für das 
Domwerk? Bewerber um die Baumeisterstelle  des Doms zu Köln aufgeführt. Er 
starb im Jahr 1'254.  
Literatur. Förster, Geschichte der deutschen Kunst 1, 152. -0tte, Handbuch für Kunstarchäolcgie S. 171. 
Hßinz , Joseph, der ältere, Maler, geboren zu Basel im Jahr 1565. Seinen Unter- 
richt erhielt er bei Johann von Achen und bildete sich dann durch Besuch der 
merkwürdigsten Akademien noch weiter aus. 1590-1594 arbeitete er an dem Hofe 
Kaisers Rudolf lI. zu Prag, mit dessen Unterstützung er hierauf nach Italien reiste. 
Seine Köpfe, besonders die weiblichen, sind äusserst angenehm, seine Farben zart 
und natürlich. Seine Hauptstücke sind, Leda in der Manier von Correggio, Diana 
von Aktäon im Bade überrascht, der Raub der Proserpina. Auch ein kleines Familien- 
gemälde, welches ihn selbst mit Frau und Kindern darstellt,- lässt an natürlicher 
Einfachheit und Anmuth, sowie an Schönheit und Kraft der Ausführung nichts zu QE, 
wünschen übrig. Beigesetzte Monogramnie wurden von ihm gebraucht. Er starb (PER 
zu Prag im Jahr 1609.  
Lileralnr. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Dlabacz, Allgemeines Künstlerlexikon.  
Ersch und Grnber, Encyclopädie.  
Heinz , Joseph, der jüngere, Maler. Er lernte Anfangs bei seinem Vater gleichen 
Namens und nachher bei seinem Stiefvater Gondelach in Augsburg. Seiner Neigung 
folgend, malte er zuerst Zauber- und Hexengeschichten, dann reiste er nach Italien, 
wo ihn Papst Urban VIII. zum Ritter des goldenen Sporns machte. In der Folge 
hielt er sich meist in Venedig auf und malte dort Altarbilder. Das berühmteste der- 
selben , die beiden Marien am Grabe Jesu, befindet sich in der dortigen Allerheiligen- 
kapelle und ist vom Jahr 1655. 
Literatur. Ersch und Gruber, Encyclopädie. 
Heinz (Hinz), Mathias, Baumeister. Er soll der erste Baumeister des laut In- 
schrift im Jahr 1421 angefangenen Münsters in Bern gewesen sein. Gewiss ist, dass 
er eine und dieselbe Person mit dem berühmten Matthäus Ensinger war, dessen 
Vater Ulrich damals als Meister am Strassburger Münster arbeitete. S0 erklärt sich 
die Nachricht über ihn hinreichend , er sei der Sohn eines berühmten Baumeisters am 
Münster in Strassburg gewesen, habe aber in Folge seiner öfteren Abwesenheit wegen 
Reisen den Aufbau des Münsters in Bern verzögert, denn gleichzeitig leitete er den 
Bau der Frauenkirche in Esslingen. 
Literatur. Handschriftliche Nachrichten. 
Heinzelmann, siehe Hainzelmann. 
Heinzmann, Karl Friedrich, Landschaftsmaler, geboren zu Stuttgart im Jahr 
1795. Er war ein Schüler von Seele, trat im Jahr 1814 in das württembergische 
Militär, wurde 1815 Offizier, ging bald darauf mit Unterstützung Königs Wilhelm 
nach München , und widmete sich unter Kobell's Anleitung der Landschaftsmalerei. 
Im Jahr 1822 gab er eine Folge lithographirter Ansichten aus Südbayern heraus, 
und wurde sofort als Porzellanmaler angestellt, als welcher er eine solche Meister- 
schaft an den Tag legte, dass ihm die grosse Vase mit Darstellung des bayrischen 
Militärs, ein Geschenk des Kronprinzen Maximilian , an den Grosssultan auszuführen 
übertragen wurde. Um seiner angegriffenen Sehnerveniwillen wendete er sich wieder 
zur Oelmalerei und zum Aquarell. Wir nennen unter diesen seinen Arbeiten zwei 
liebliche Ansichten vom Gardasee und ein Bild vom sogenannten Weber an der Wand 
im bayrischen lunthale. Er Vereinigte glückliche Auffassung der Natur mit tech- 
nischer Fertigkeit und starb zu München im Jahr 1846. 
lilterltur. Beschreibung des Stadtdirektionsbezirks Stuttgart, S. 110.  Cottfschen 
ltnnstblstt1846, Nro. 45. 
Heiss. Elias Christoph, Maler und Kupferstecher, geboren zu Memmingen. Im 
Jahr 1704 kam er nach Berlin, wo er einige Zeit Hofkupferstecher war. Gewölm. 
lißh hielt er sich in Augsburg auf, und galt daselbst für einen der ersten Kupfer- 
stecher seiner Zeit in Schwarzkunst. Wir nennen von seinen Arbeiten; das Bildnisg 
des Bischofs Job. Ph. Schönborn von Würzburg, das er mit B. Vogel gemeinschaft- 
Ilch fertigte, und die Zusammenkunft der ersten Eremiten, der h. h. Paulus und
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.