Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055052
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Heermann 
Heideck. 
Heermann, G. und P., zwei Bildhauer, welche 1685-1703 die Statuen für die 
prächtige Stiege des Schlosses Troga bei Prag fertigten. 
Literatur. Dlabacz, Allgemeines Künstlenexikon. 
Heerneysen, siehe I-Ierneysen. 
Heesche, Franz , Maler, geboren zu Hamburg im Jahr 1806. Seine Bilder sind 
schön componirt, die Figuren zu gefälligen Gruppen vereinigt und die Köpfe aus- 
drucksvoll.  
Literatur. (Zonversstionslexiken von Meyer.  Cottfsches Kunstblatt 1835, Nro. 15. 
Hefele (Heferl), Melchior, Baumeister und Bronzegiesser von Kaltenbrunn in 
Tyrol. Er erhielt im Jahr 1742 in Wien den ersten Preis der Architektur, wurde 
k. k. Architekt, zeichnete Triumphbögen und dergleichen, namentlich auch den be- 
rühmten Hochaltar auf dem Sonntagberg in Niederösterreich, dessen schöne Bas- 
reliefs er selbst in Metall goss. 
Literatur. Tyrolisclies Künstlerlexikon. 
Heger, Franz, Baumeister, geboren zu Worms im Jahr 1792. Nachdem er auf 
dem Pädagogium zu Darmstadt und auf der Universität Giessen seine klassische Aus- 
bildung vollendet hatte , widmete er sich im Jahr 1810 ausschliesslich der Architektur 
auf den Ateliers von Moller zu Darmstadt und Weinbrenner zu Karlsruhe. In 
Gesellschaft des Letzteren bereiste er Norddeutschland und machte von 1817-1821 
eine weitere Kunstreise nach Süddeutschland, Italien, Griechenland und Frankreich. 
Unter den vielen von ihm entworfenen und ausgeführten Gebäuden stehen die beiden 
grossen Kasernen zu Darmstadt mit eigeuthümlichem Styl oben an. Er starb da- 
selbst im Jahr 1837.  
Literatur. Cotta'sches Kunstblntt 1831, Nro. 2. 
Hegi, Franz, Zeichner und Kupferstecher, geboren zu Zürich im Jahr 1774. Da 
sein Vater Johann , der die gleiche Kunst übte, frühe starb, wurde er im Waisen- 
hause daselbst erzogen und hatte den Matthias Pfenninger zum Lehrer. Um 
1796 ging er nach Basel, wo er sechs Jahre blieb und meist für den Verlag von. 
P. Birrmann arbeitete. Nach Zürich zurückgekehrt, schuf er eine grosse Menge von 
Landschaften in Aquatinta. Er besass eine besondere Vorliebe für das Mittelalter, 
und studirte sich mit grossem Fleiss in das Detail davon hinein. Ein Beweis davon 
ist die im Züricher Salon von 1805 ausgestellte Folge von zwölf colorirten Blättern 
mit Scenen aus dem Leben eines Ritters, unter welchen sich einige durch Anmuth 
der Erfindung, zierlich ausgeführtes Detail und geschickte Beleuchtung auszeich- 
neten. Er starb im Jahr 1850. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikou.  Neuer Nekrelog der Deutschen 4850. 
Hegms, wahrscheinlich eine und dieselbe Person mit Hegesias, ein berühmter 
Erzgiesser, einer besondern Kunstschule zu Athen von alterthiimlicher Richtung an- 
gehörig. Seine Werke werden von Späteren als streng und hart bezeichnet. 
Literatur. Dr. Heinrich Brunn, Geschichte der griechischen Künstler 1, 101 n".  Kngler, Hand. 
buch der Kunstgeschichte 1, 121.  Schnaase, Geschichte der bildenden Künste 2, 202. 
I-Ieideck, Karl Wilhelm von, genannt Heidegger, bayrischer Generalmajor und 
Kämmerer, geboren zu Saaralben in Lothringen, wo sein Vater im französischen 
Schweizerdienst in Garnison lag, im Jahr 1788. Er besuchte im Jahr 1801 die 
Militärakademie zu München und bildete sich zugleich als Maler aus. Sofort 
machte er die Feldzüge gegen Oesterreich und Preussen mit, kämPfte als Frei" 
williger in Spanien und betheibgte sich nachmals am griechischen Befreiungskriege- 
Während dieses vielfach bewegten Lebens war ihm die Uebung in der Kunst eine 
angenehme Erholung, und seine Arbeiten sind geistreiche Denkblät-ter seiner Erleb- 
nisse und Anschauungen. Sie bestehen sowohl in Zeichnungen und Skizzen, als in 
Oelgemälden. Die Gegenstände derselben sind Landschaften , friedliche und kriegt? 
rische Scenen, und besonders bei letztern zeigt sich sein Talent treuer und charak- 
teristischer Darstellung im schönsten Lichte. Eine derselben dient A. Adam's Voyßgß 
pittoresque et militaire als Titelblatt. "  
Literatur. Dr. Söltl, Die bildende Kunst in München.  Außfibrliches über ihn Endßt sich "ß 
cotzfschen Kunstblatt 1825, Nro. 100 und 1M, sowie in Hormnyfs Taschenbuch für die van!- 
ländische Geschichte 1825, S. XXXVI E, wo auch sein Bildliii 5St- 
' Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. Atlas zu Kegler: Handb. der Kunstgesch. Tat. 126, I'll 5'
        

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