Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055034
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Hädouin 
Heemskerk, Egberp van, der ältere. 
genommen, zurückkehrt-e. Seine Köpfe sind höchst charakteristisch, das Fleisch, 
die Gewandung, insbesondere aber die Haare Sind mit unerreichter Schönheit und 
Leichtigkeit dargestellt. Zur Belohnung seiner Verdienste erhielt er von Papst Bene- 
dikt Xlll. den Christusorden, und König Friedrich I. von Preussen ernannte ihn irn 
Jahr 1745 zum Hofrath und Intendanten. Die besten Werke von ihm sind die Bild- 
nisse der Kaiserin Elisabeth, des Königs von Preussen, des gelehrten Keder und sein 
eigenes Porträt. Seine Zeichen sind Hedl. und die Initialen J. C. H., auch beige- H. 
setztes Monograqnm. Er starb in seinem Vaterland im Jahr 1771. 
Literatur. Biographie universelle, ancienne et moderne. Paris, 1817.  Brnlliot, Dicticnnaire 
des Monogrnmmes.  Conversationslexikon von Brockhaus.  Füssli,.Allgemeines Künstler- 
lexikon.  Göthe, Winkelmann und sein Jahrhundert, 2, 99. Abbildungen seiner Werke hat Ch. von 
M ec h el gegeben. 
Hätlouln, Edmond, Maler, geboren zu Boulogne sur mer um das Jahr 1819. Er 
bildete sich unter Celestin Nauteiiil und Paul Delaroclie, und legte .-icli mit 
Erfolg auf Genre- und Landschaftsmalerei. 1m Jahr 1848 erhielt er die Medaille 
zweiter und im Jahr 1855 die di-it er Klasse. Seine besten Werke sind: die Rast; 
ein Negercafee in Constantine; Frauen von Ossau am Brunnen; die Erndte zu Cham- 
baudoin (Loiret). 
Literatur. Cutalogue de Vexposition des beaux arts. Paris 1855.  Nouvelle Biographie 
gä n orale. 
Heede, Wilhelm van, Historienmaler, geboren im Jahr 1660 wahrscheinlich zu 
Furnes in Flandern. Er ging früh nach Italien , wo er zu Rom, Neapel und Venedig 
Proben seines Talentes ablegte. Später wurde er an den Wienerhof berufen, um 
die -kaiser1iche Burg zu schmücken. Er zeigt schöne Composition, genaue Zeich- 
nung, reiches und harmonisches Colorit und im Styl Aehnliclikeit mit Lairesse. 
Auch sein Bruder Vigor, geboren im Jahr 1659, gestorben im Jahr 1718, war ein 
tüchtiger Historienmaler. Beide malten zusammen ein hübsches Altarst-ück in der 
Walpurgiskirche zu Furnes. Willem starb im Jahr 1728.  
Literatur. F. de Boni, Biografie degli artisti. Venezia 1852.  Immerzeel, De Levens en Werken 
der Holland. en Vlaam. Knnstschilders u. s. w. 
Heem, Jan David van, Maler, geboren zu Utrecht im Jahr 1600. Er lernte 
bei seinem Vater David , den er jedoch weit übertraf. Früchte, Blumen, Insekten, 
Metalle, Gläser u. s. W. wusste er in sauberster, zierlichster Vollendung und theils 
durch die Blüthe der Tinten , tlieils durch die Leichtigkeit, mit der sie aufgetragen 
sind, höchst anziehendem Colorit. darzustellen. Wir nennen unter seinen Arbeiten 
ein reiches , kräftig gemaltes Gewinde von Blumen und Früchten im Berliner Museum 
und den Kelch des Abendinahls mit der Host-ie,-umgeben von reichen Fruchtgewinden 
und Blumen, ein grosses Bild mit eigenthümlicher Poesie, in der k.k. (iallerie zu 
Wien. Seine Schüler sind sein Sohn Cornelis, ferner Abraham Mignon, Hen- 
drik Schook. Er bediente sich nebenstehenden Monogranims. Sein Bildniss gibt  
Dezallier. Er starb zu Antwerpen im Jahr 1674.  
 Iiilerntllr. Heller, Monogrominenlexikon.  Hcubraken, lJe groote schonburgh der nederlontsche 
Konstscliilders. Amsterdam 1718.  lmmerzeol, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. 
KunstSChÄIflPIS ll-S-W:  Kugler, Geschichte der Malerei.  Rathgeber, Annalen der nieder- 
ländischen Malerei u. s. w.  
Heemsen (Hemsen, Hemessen), Jan van, hlalef, geboren zu AMWPPPPH im 
Jahr 1500. Er blühte um 1550 zuHaarlem und strebte der Antike nach, wodurch  
er einen kühnen reinen Styl gewann. Das Nackte, dessen Studium er sich vorzugs- 
weise widmete, zeichnete er sehr richtig. Dagegen gruppirte er unschön und sein 
Colorit ist widerlich geröthet. Als seine Hauptbilder werden genannt: das jüngste 
Gericht in deryJakobskirche zu Antwerpen und das Bildniss des Malers Mabuse in 
der Belvederegallerie zu Wien. Er bediente sich beigesetzten.Moncgrammg, Seine  
Tochter Katharina ging als Miniaturmalerin zum Dienst der Königin von Ungar" im 
nach Spanien , wo sie reichlichen Gehalt erhielt. 
Literatur. Brnlliot, Dictionnaire des Monogrammes.  Albrecht Kraffh VPPl-ßichnis! de! k- i" 
Gemäldegallerie in Wien.  Rathgeher, Annalen der niederländischen Malerei u. s.w  Schnaase, 
Niederländische Briefe.  Vasari, Leben der ausgezeichuetsten Maler. Bildhauer und Baumeister. 
Heemskerk, Egbert van, der ältere, Maler, geboren zu Haarlem im Jahr 1610. 
Er stellte besonders gerne Tfinkgesellschaften und das Innere von Herbergen in der 
Manier von Tenier und Brouwer dar und schilderte die verschiedenen Charaktere
        

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