Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1055026
Heck w- Hedlinger. 
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Heck, Nicolas van der, ein tüchtiger Landschafts- und Historienmaler, geboren 
zu Alkmaar. Er war ein Schüler des Jan Nagel. Seine Composition ist gross und 
verständig, sein Colorit gut, das Helldnnkel treiflich angebracht. Er fertigte für die 
Schöffenkammer seines Geburtsorts drei gute Historienbilder. Das erste stellt dar 
das Todesurtheil gegen den Amtmann von Zuyt-Holland, das zweite das schreckliche 
Urtheil des Königs Kambyses, das dritte das Urtheil Salomo's. Er malte auch Bauern- 
kirchweihen und blühte noch um das Jahr 1631. 
Literatur. Dascnmps, La via des peintres namands, allcmands et hollandois, eßter Theil. 
Hecke (Heckius), Abraham, Goldschmied und Kupferstecher von Amsterdam.  
Er war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis gegen 1634 thätig. Seine 
Blätter sind sehr rein und zierlich gestochen , kommen aber äusserst selten vor. Wir 
nennen von denselben die drei Männer inrFeuerofen. Die Goldschmiedsornamente 
sind zu Folgen vereinigt und zum Theil mit beigesetztem Monogramm versehen. Auf-Ai 
andern Blättern steht sein Name. 
Literatur. Regler, Die Monogrammisten. 
Hecke, Jan van den, Maler und Kupferstecher, geboren zu Quaremonde bei 
Oudenardo um das Jahr 1620. Er reiste frühzeitig nach Italien und fand daselbst 
viele Beschäftigung, da der Herzog von Oranien sein Gönner war. Nach mehr- 
jährigem Aufenthalt in diesem Land liess er sich in Antwerpen nieder, wo er noch 
im Jahr 1660 lebte. Er malte Blumen und Früchte, Landschaften und kleine Stücke, 
nämlich Gefässe von Silber_und andern Stoffen. Seine Compositionen sind angenehm, 
mit guter Auswahl gemacht und von den Italienern sehr geschätzt. Seine Kupfer- 
stiche betreffend, so gilt für das beste Stück das die Maraudeurs vorstellende, wobei 
geschmackvolle Zeichnung mit leichtem und geistreichem Stiche vereinigt ist. Er 
bediente sich der Initialen J. H. 
Literatur. Bart seh, Le Peintre Graveur.  Brulliot, Dictionuaire des Monogrammes.  D escampl, 
La vie des peintres tlnmands, nllemands et hollnndois, zweiter Theil. 
Heokeler oder Heckler, Johann, Baumeister, aus Württemberg gebürtig, leitete 
den Bau des Münsters in Strassburg vom Jahr 1622 bis zum Jahr 1643. 
Literatur. Nonvelle Biographie gänärale. 
Heckeler, Johann Georg, Baumeister, geboren im Jahr 1628. Er war ein Sohn 
des Baumeisters Johann, und arbeitete gleichfalls am Münster zu Strassburg, und 
zwar von 1654-1669, insbesondere brachte er an dem Thurm eine grossartige 
Reparatur an, als der Blitz in denselben geschlagen hatte. 
Literatur. Nonvellc Biographie generale. 
Heckenauer, Leonhard, Kupferstecher zu Augsburg. Er lernte bei Bartholome 
Kilian und besuchte das Ausland, namentlich Italien. Nach seiner Rückkehr er- 
richtete er in seinem Hause eine Akademie, wo man nach dem Leben zeichnete. Das 
von ihm gefertigte Bildniss des Kurfürsten von Trier soll ein Meisterstück sein. Er 
starb zu Augsburg (München) im Jahr 1704. Sein Bruder Jakob Wilhelm war 
Hofkupferstecher in Braunschweig, stand ihm aber in der Zeichnung nach. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlcxikon. 
Heckris, Heinrich, Baumeister, war im Jahr 1331 am Bau des Domes in Würz- 
burg thätig. 
Literatur. Otte, Handbuch für Kunstarchäologie, S. 175. 
I-Ieda, Willem Klaasz, Maler, geboren zu Haarlem im Jahr 1594. Im Fache 
des Stilllebens zeigte er ungewöhnliche Geschicklichkeit. Zum Beispiel gedeckte 
Tische mit Schüsseln und Speisen malte er mit täusehender Aehnlichkeit. 
Literatur. Immerzell, De Levens en Werken der Holland. en Vlaam. Knnstscliilders u. s. w.  
Rnthgeber, Annalen der niederländischen Malerei u. s. w. 
Heülinger, Johann Karl, Stempelschneider, geboren zu Schwyz im Jahr 1691. 
ET eTleTllbe die ersten Anfänge seiner Kunst bei dem Münzmeister Grauer, und 
bildete Slch Sbdann in Nancy und Paris weiter aus. In letzterer Stadt wurde er im 
Jahr 1718 Funden schwedischen Hof gewonnen. Nachdem er 1726--1 728 in Rom 
zugebracht, ging er nach Petersburg, um dort das Bildniss der Kaiserin Anna, zu 
stechen. 1739-1744 lebte er zur Wiederherstellung seiner geschwächten Gesund- 
heit in der Schweiz, wohin er auch später, nachdem er in Schweden seine Entlassung
        

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