Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054985
Hasenpüug 
Haudebourc-Lescot. 
347 
herallsfand, wo er vorzugsweise das rheinische Spiessbürgerthum mit drastischer 
Komik darstellte. Zu seinen vortrelflicllsten Leistungen überhaupt gehören seine 
Illustrationen zur Jobsia-de, worunter wir die höchst launige Examensparthie nennenf 
Ausserordentlich verbreitet ist sein Gemälde, die Weinprobe. Aber auch ernste 
Gegenstände wählte er sich zur Darstellung aus, namentlich die Spielbank, ein 
Stück, das nlit den Hogarth'schen Bildern wetteifert. Seit 1843 war er Mitglied 
der Künste zu Berlin, und von Brüssel erhielt er die goldene Medaille. Er starb zu 
Dilsseldorf im Jahr 1853. 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1854, Nro. 2.  Müller, Düsseldorfer Künstler. 
Hasenpüug, Karl Georg Adolph, Maler, geboren zu Berlin im Jahr 1802. 
Da. sein Vater ein unbernittelter Schuhmacher war, hatte er viele Mühe, sich Bahn 
zu brechen. Dekorationsmaler Gropius entdeckte sein Talent und nahm ihn in 
seine Werkstätte auf, im Ganzen aber bildete er sich durch sich selbst. König 
Friedrich WVilhelm III. beehrte ihn mit mehreren Aufträgen und kaufte auch sein 
Gemälde, den Dom und die S. Severin-Stiftskirche in Erfurt. In dem Genre von 
Winterarchitekturstlücken, von denen wir die Klöster Wallenried und Heisterbach 
besonders nennen, ist er unerreicht, da sie ein wahrhaft poetischer Hauch durch- 
weht. Seit 1830 wohnte er in Halberstadt, deln Vereinspunkte einer grossen An- 
zahl von Bauwerken der verschiedensten Perioden. Er starb im Jahr 1858. 
Literatur. Deutsches Kunstblatt 1856, Nro. 20.  Haudschriftliche Nachrichten.  Kug- 
ler, Kleine Schriften. 
Hasselgreen, Gustav Erick, Historiellnlaler, geboren in Stockholm. Er war 
ein Schüler der Akademie daselbst und zu Dresden, von wo er im Jahr 1808 in sein 
Vaterland zurückkehrte. Er wurde in Stockholm Professor und Mitglied der Aka- 
demie. Seine Stoffe waren meist der Geschichte seines Vaterlands entnommen und 
er hat das Verdienst, zur Läuterung des dortigen Geschmacks wesentlich beigetragen 
zu haben. Er starb zu Stockholm im Jahr 1827.  
Literatur. Conversationslexikonivon Meyer.  Ersch und Gruber, Encyclopädie. 
Hauber, Joseph, Maler und Kupferstecher, geboren zu Geratsried bei Kempten 
im Jahr 1766. Er war der Sohn eines Schreiners. Nachdem er im Zeichnen hin- 
länglich geübt war, besuchte er die Akademie in WVien, bildete sich darauf in München 
weiter aus, und copirte daselbst mehrere Bilder von Rubens, Mieris, G. Dow und 
van D'yck, die grossen Beifall erhielten , malte Bildnisse und versuchte sich endlich 
in grösseren Darstellungen, besonders aus der heil. Geschichte, worin er manches 
Trelfliche leistete. Mehr als fünfzig Altargenlälde in München und in Oberbayern 
sind von ihm. Sein schönes Bild, der sterbende Heiland, ist durch den Steindruck 
weit verbreitet und war auch in der Ausstellung zu München im Jahr 1858 zu sehen. 
Ausserdem hat er Mehreres in Kupfer gestochen. Er starb als Professor der Akademie 
der bildenden Künste zu München daselbst im Jahr 1834. 
hiterntllr. Cotta.'sches Kunstblatt 1835, Nro. 12.  Dr. Söltl, Die bildende Kunst in Münßllßl- 
Hauck, Friedrißh LlldWig, Maler, geboren zu Honlburg vor der Höhe im Jahr 
1'718. Er lernte bei seinem Vater, welcher Hofmaler daselbst war, das Porträt- 
malen, und bildete sich sodann durch Reisen nach Deutschland und England Weiter 
aus. Im Jahr 1744 liess er sich in Frankfurt a. M. häuslich nieder, und bereiste von 
da aus Holland. Ausser wohlgetroifenen Porträts fertigte er auch Conversations- 
Stücke. 
Literatur. Hüsgen, Nachrichten von Frankfurter Künstlern. 
Haudebourt-Lescot, Hortense Victoire, Malerin, geboren zu Paris im Jahr 1785, 
Sie hielt sich viele Jahre in Italien auf, wo sie auch mit ihrem nachherigen Gatten, 
delu Architekten Haudebourt, bekannt wurde. Ihre Bilder schildern grössten- 
5116118 Italienisches Volksleben. Sie erscheint in dem Fusskuss des heil. Petrus in 
S. Peter Z11_ Rom vom Jahr 1812, und in einer von einem griechischen Bischof ver- 
richteten Flfmelllng von 1814 im Helldunkel als eine glückliche Nachfolgerin von 
Granet, obwohl ihre Färbung geschminkter ist; ihre Bilder ziehen überdiess durch 
Abgebildetin den Denkmälern der Kunst. 
Atlas zu Kuglers Handb. der Kunstgesch. Taf. 123, FigA.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.