Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051743
Fearnley. 
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ZU gehen. Er folgte ihrer Einladung und malte dort Porträts und viele kleinere 
Bilder, Gebräuche und Sitten der Maltheser darstellend, welche dem Grossmeister so 
wohl gefielen, dass er ihn zum Ritter ernannte. Im Jahr 1762 wurde er Mitglied 
der französischen Akademie. Im Louvre zu Paris sieht man von ihm ein kleines 
Bild: einen Besuch maltesischer Damen (1751). 
Fay, I, ein tüchtiger Lithograph, der schon sehr geschätzte Blätter geliefert; 
unter die wir namentlich: Gustav Adolph's Tod bei Lützen, nach D. Monten; den 
PmPheten Daniel in der Löwengrube, nach A. Rethel (1338); das Swrmläußen der 
Lootsenglocke auf Helgoland , nach R. Jordan; und Gretchen (aus Göthe's Faust), 
nach A. v. Embde; die Spieler, nach Rustige, zählen. 
 J0S6ph, trelflicher Historienmaler, geb. 1813 zu Köln, bildete sich auf der 
Dusseldßrfer Akademie, hielt sich dann mehrere Jahre in Paris auf, und kehrte hier- 
auf iri seine Vaterstadt zurück, wo er sich noch aufhält. Seine Erstlingsarbeit, durch 
die er sein bedeutendes Talent ankündigte, war: Simson und Delila (1840), eine 
äusserst frische und lebendige Composition, ein Bild von kräftiger Ausführung. Ein 
anderes Gemälde: Kleopatra (1841), zeichnete sich vorzugsweise durch sein Colorit 
aus, beide Bilder erinnern in der Malerei aber noch etwas zu sehr an die derbe 
iieischliche Manier der alten Niederländer. Unendlich bedeutender zeigt sich dagegen 
der Geist des Künstlers in seinen Fresken im Rathhaussaal zu Elberfeld, die in einem 
Fries die Urgeschichte des germanischen Volkes darstellen (1844). In diesen Bildern 
entfaltet Fay einen grossen Gedankenreichthum, verbunden mit einer mächtigen Aus- 
flihrung; in ihnen ist Fülle mit Mass, Kraft mit Schönheit harmonisch vereint, und was 
uns aus diesen Darstellungen besonders wohlthuend und erquicklich entgegentritt, das 
ist die Gesundheit und Unbefangenheit, welche aus jedem Pinselstriche des Künstlers 
Spricht. Nach einem längeren Aufenthalt in Paris entstanden sein Romeo und Julie 
(1846), und Gretchen im Gefängniss, aus Göthe's Faust (1847), Bilder, in denen nach 
noch mehr Kraft und Harmonie des Colorits gestrebt ist, jedoch schon mehr auf Kosten 
der sonstigen ursprünglichen Frische der Poesie und der Gedanken. Seit den letzten 
Jahren beschäftigt sich Fay mit kleineren genreartigen Bildern: Mädchen am Brun- 
flen (1848); Badende, von einer Schlange überfallen; Sonntag Nachmittag (1854), 
m denen er allerliebste Stimmungen mit grosser Meisterschaft darzustellen weiss. 
Literatur. J. J. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Meister. Köln 1850.  
W. Müller, Düsseldorfer Künstler. Leipzig, 1854. 
FaycPherbe , Lucas , einer der tüchtigsten Bildhauer, die Belgien hervorgebracht, 
geb. 1617 zu Mecheln, gest. daselbst1694, erhielt den ersten Unterricht in der 
Kunst durch Maximiliaan l'Abbe, kam aber später zu Rubens, bei welchem er 
drei Jahre blieb, während welcher Zeit er sich die Achtung und Freundschaft des 
grossen Meisters in einem hohen Grade erwarb. Gleichzeitig bildete er aber auch 
sein Talent für die Baukunst aus und die später (1678) nach seinen Plänen erbaute 
Liebfrauenkirche zu Mecheln, die er auch mit Bildhauerarbeiten von seiner Hand 
schmückte, zeigt, dass dasselbe nicht unbedeutend gewesen. Auch der Hochaltar 
In der Kathedrale daselbst ist sein Werk (1666). Fayd'herbe führte eine grosse 
Menge von Statuen, Büsten, Basreliefs und namentlich Grabdenkmälern aus, die 
man sehr häufig in Belgien trifft. Er baute auch mehrere Kirchen in der Umgegend 
seiner Vaterstadt. 
Literatur. Immerzeel, De Levens en Werken der Holl. en Vlanrn. Kunstschilders u.s.w. Amsterdam 1842. 
Fearnley, Thomas, ein ausgezeichneter Landschaftsmaler, geb. 1802 zu Frederiks- 
bald in Norwegen, kam als Knabe in die Kadettenschule zu Christiania, verliess sie 
aber, 11m sich dem Kaufmannstande zu widmen, bis die Liebe zur Malerei bald alle 
andereNeigungen und Studien in ihm verdrängte. Um sich im Fache der Landschafts- 
malerei, wozu er vorzugsweise Beruf in sich fühlte, auszubilden, ging er 1821 in 
seinem 19. Jahre nach Kopenhagen, von da 1823 nach Stockholm und machte durch 
Sei" Yaisbloses Vorwärtsst-reben so glückliche Fortschritte, dass er sich bald durch 
dem? Bilder, namentlich durch eine Darstellung der Festung Friedrichshall und eine 
Ansicht Von Stockholm grossen Beifall und viele Aufmunterung von Seiten des Hofes
        

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