Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054701
Guidi , Rafaello 
Guidotti. 
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Statue des Herzogs von Bagni in der Kirche S. Alexius auf dem Aventin; die von 
Clemens IX. in S. Maria maggiore; Joseph's Traum, dem ein Engel das Geheimniss 
der Empfängniss Maria entdeckt, in Madonna della Vittoria; ein Basrelief auf dem 
Altar-e des Oratoriums von Monte di Pieta, ein Basrelief auf dem Hauptaltar von 
S. Ag-nese zu Rom, Er folgte Algardi's Styl, erreichte ihn aber in dem Kräftigen 
nicht, und lieferte viel Mittelmässiges. Er starb zu Rom im Jahr 1701. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Gllidi, Rafaello, Kupferstecher, geboren zu Florenz im Jahr 1540. Er arbeitete 
bis 1600 (wohl bis 1613) in verschiedenen Orten Italiens, führte den Grabstichel mit 
vieler Leichtigkeit, zeichnete richtig und mit Geschmack, namentlich sind auch die 
Aussentheile seiner Figuren gut ausgedrückt. Er scheint ein Schüler des Cornelio 
Cort oder des Agostino Caracca gewesen zu sein, und man sieht an seinen 
Kupferstichen eine Meisterhand, obwohl er den genannten Künstlern nicht ganz 
gleichkam. Folgende Arbeiten von ihm verdienen angeführt zu werden: König 
David, die Harfe spielend; die Kreuzigung Christi; die Grablegung Christi; Aeneas, 
seinen Vater rettend; Jupiter, in einer Nische sitzend; Vulkan, in einer Nische 
stehend; Dädalus und Icarus, aus der Luft her-abfallend; eine sitzende Madonna, 
die an verschiedene Kirchenorden den Rosenkranz austheilt, ein Blatt von grosser 
Feinheit. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikou.  Huber, Handbuch für Kunstliebhaber. 
Guidi, Tommaso, siehe Masaccio. 
GIIiGObOIIO, Bartolommeo, geboren 1654 zu Savona. Sein Vater Giovanni 
Antonio, Majolikamaler am Hofe von Savoyen, lehrte ihn die Elemente dieser 
Kunst. Er ward dann Priester, wesshalb er auch il Prete di Savoua genannt wird, 
allein die Liebe zur Malerei gewann die Oberhand und so begab er sich nach Parma, 
um unter Correggio zu studiren. Nachdem er noch Venedig besucht hatte, kehrte 
_er in die Heimath zurück, wo er Anfangs sehr schöne Majolikamalereien lieferte, 
bald aber das Frescomalen begann. Eine seiner schönsten Arbeiten ist der Saal im 
Hause Peiraui. Im Palaste Brignole hinterliess er vier Bilder, die durch ihre kräftige 
Färbung an Guercino erinnern. In Turin, wo er ausser vielem andern in der 
Kathedrale die Engelglorie malte, erhielt er den Titel eines Hofmalors. Man lobt 
an ihm weniger die Zeichnung der Figuren, als die anmuthige Wahrheit der Staifage. 
Er hatte Castiglione so studirt, dass seine Copien desselben von den Originalien 
schwer zu unterscheiden waren. Die Weichheit seines Pinsels zeigte den Schüler 
Correggios Er starb zu Turin im Jahr 1'709.  
Literatur. F. de Boni, Biografie. degli artisti. Venezia 1852. 
Guido da. Siena oder Guidone da Ghezzo, Maler, blühte 1221-1230. Sein 
ältestes Gemälde befindet sich in S. Dominico zu Siena. Es stellt dar: Maria auf 
dem Throne sitzend und das Jesuskind auf dem Schooss haltend. Das byzantinische 
Motiv ist mit Würde und einem Anüuge von naiver Grazie ausgeführt, Unterhalb 
desselben steht: M0 Guido de Senis diebus depinxit amenis. Quem Christus lenis 
nullis velit agere penis. D. h. Mich hat Guido von Sena gemalt in heiteren Tagen 
Mög' ihn Christi Gnad' mit keiner Strafe belegen. Anno Domini MCCXXI. " Im Jilll? 
1230 malte er in der Kirche der Franziskaner zu Assisi Fresken, welche. S0 SP1" 
sie auch jetzt durch Restauration verdorben sind, doch die Meisterhand durch- 
blicken lassen.  
Literatur. Burkhardt, Der Ciceronß-  Kllgler, Geschichte der Malerei.  Nvllvellß 33"- 
ZFaPhiß geuärale.  Spetli, Die Kunst in Italien. 
Gllidßni, Thomas Marchese, Zeichner und Miniaturmaler, von Modena gehürtig, 
lebte in dem 16. Jahrhundert Er war der Gunst des Grossherzogs zu Florenz, die 
er genoss, würdig, und seine Werke zieren die dortige Kunstgallerie.  
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlcrlexikon. 
Gllidütti, P3010, genannt Ritter Borghese, Maler, Bildhauer und Baumeister, 
geboren zu Lucca im Jahr 1569. Er kam sehr jung nach Rom und wurde ein guter, 
nach Anderen ein mittelmässiger Maler. Man sieht von ihm in Rom mehrere Fresco- 
Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. 
der Knnstgesch. Taf.49, Fig. 1. 
Atlas zu Kuglers Handb.
        

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