Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054685
Guffens 
Guglielmo , Messer 
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wo er nach Malaga zurückkehrte. Im Jahr 1676 erhielt er einen Ruf nach Cordova 
und fertigte in dem dortigen Kloster des heil. Augustin einige schöne Gemälde, allein 
die grösste Anzahl derselben beiindet sich in Malaga.  Die wichtigsten seiner Werke 
sind: ein heil. Michael, die Himmelfahrt des Heilandes, und eine Himmelfahrt der 
Madonna in der Kathedrale von Malaga; sie erinnern sämmtlich an den Styl des 
Cano, wogegen die Geburt des Heilandes in der Kirche des heiLAlbert zu Sevilla 
mit dem Styl des Rubens grosse Aehnlichkeit hat. Er verband überhaupt die rich- 
tige Zeichnung seines Lehrers Cano mit dem lieblichen Colorit des Manrique, 
ahmte in diesem Theile der Kunst dem Rubens nach, wusste den Pinsel dreist zu 
iiihren, und kannte die pikante Wirkung des Helldunkels. Seine Porträte sind ganz 
im Geschmack des van Dyck. Er starb in Malaga im Jahr 1698. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste. 
Guifens, Godefroid, Maler, geboren zu Hasselt in Limburg. Er ist ein Schüler 
von Keyser und erhielt im Jahr 1848 die silberne, im Jahr1851 die goldene Me- 
daille. Zu der Ausstellung in Paris im Jahr 1855 brachte er folgende Gemälde: 
Christus, die mystische Hymne, Julie und ihre Mutter, Lucretia. Auch auf dem 
Rosenstein bei Stuttgart befinden sich zwei Arbeiten von ihm, zwei Beduinen, ein ' 
Mann und ein Weib, welche sich durch glückliche Auffassung und kräftige Aus- 
führung auszeichnen. Sein neuestes Werk ist eine Römerin in der Manier von Maes. 
Literatur. Catulngue de Yexpositiou des beaux arts. Paris 1855.  Deutsches Kunst- 
blatt 1857. 
Gugelin, Hans, Baumeister, arbeitete 1492 am Münster zu Ulm. 
Literatur. Otte, Handbuch der kirchlichen Knnstarchäologie. 
Guggenberger, Adolph, Baumeister und Bildhauer, geboren zu München im Jahr 
1827. Er gehört zu den tüchtigsten Künstlern seines Fachs", besonders in der Orna- 
mentik. In letzterer Zeit fertigte er einen grossen Altar in gothischem Style, der 
für eine Kirche in Oesterreich bestimmt ist. Er pflegt sich beistehenden Monogramms  
zu bedienen. 
Literatur. Nagler, Die Monogramrnisten. 
Guglielmelli, Arcangelo, Baumeister, Maler und Bildhauer in Neapel um 1670. 
Er baute daselbst das Kloster und die Kirche Rosariello delle Pigne und die schöne 
Nonnenkirche del Giesu. Bei seinen Gemälden ist die Perspektive besonders gelungen. 
Literatur. Fiissli, Allgemeines Künstlerlexikon. 
Guglielmi, Alexander, ein geschickter Miniaturmaler in Neapel um 1740. Seine 
Lehrer waren Franz Solimena und Sebastian Conca. Ersterer liess ihn eines 
seiner Gemälde in Miniatur copiren , und verehrte es der Königin von Spanien, wobei 
er Ehre einlegte. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. 
Guglielmi, Gregorio, Maler, geboren zu Rom im Jahr 1714. Er ist ein Schüler 
Concafs, und in seiner Vaterstadt, in welcher er übrigens einige Frescobilder im 
Spital des Santa Spiritofertigte, nur wenig bekannt, da. er frühzeitig nach Wien, 
Dresden und Petersburg ging, wo er mehrere rühmliche Fresken malte. Zwei 
Deckengemälde in der ÜniVerSität zu Wien und dem Schlosse zu Schönbrunn zeigen 
seine Gewandtheit in der Composition und ein liebliches Colorit. In Oel arbeitete 
er schwächer. Er starb zu Petersburg im Jahr 1773. 
Literatur. F. de Boni, Biografie dcgli artisti. Veuezia 1852. 
Guglielmo, Fra di Pisa, Baumeister und Bildhauer, geboren zu Pisa um 1238 aus 
der angesehenen Familie der Agnelli. Um 1237 trat er in den neuerrichteten Con- 
vent der Dominikaner zu S. Catarina in Pisa, und war bei dem Bau ihrer Kirche und 
des Klosters, sowie als Bildhauer vielfach thätig, auch baute er den Glockenthurm 
der Badia von S. Michele in Borgo zu Pisa aus, in welcher noch heute die Urkunde 
dieser seiner Thätigkeit in lateinischen Versen zu lesen ist. 
Literatur. Cottaüsches Kunstblatt 1845. 
Guglielmo, Messer, ein berühmter französischer Baumeister, aus -Avign0n ge- 
biirtig. Er wurde im Jahr 1333 von Bischof Johann IV. nach Prag berufen , um die 
Brücke über die Elbe bei Raudnitz zu bauen. Nachdem er unter Beihülfe von drei 
Gefährten, die er mitgebracht, zwei Pfeiler und einen Bogen aufgeführt hatte, kehrte 
er im Jahr 1334 reich beschenkt mit seinen Leuten nach Frankreich zurück. Die
        

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