Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054653
314 
Guärin, Jean Baptiste 
Guärin, Pierre Narcisse. 
Er widmete sich der Miniatur- und Aquarellmalerei. Um seiner ausgezeichneten 
Leistungen Willen erhielt er noch sehr jung einen Ruf nach Paris. und die Protektion 
der Königin Antoinette. Durch die Revolution wurde er aus Paris verbannt, da er 
am 20 Juni des Jahres 1792 in den Tuilerien als Mitglied der Nationalgarde sich 
heldenmüthig zwischen die Königin und die Insurgenten stellte, kehrte aber am An- 
fang des Consulats zurück. und wusste seinen Platz im Gebiet der Miniaturmalerei 
zwischen Augustin und Isabey einzunehmen. Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten 
gehört das Bild des Grafen Fries. des Baron Lejeune, des Kaisers Napolßon L, und 
des Generallieutenants Demas, auch erhielt das Genrebild, eine in Gegenwart ihrer 
Tochter sterbende Mutter, gerechte Anerkennung. Er starb zu Obernay im Jahr 1836. 
Literatur. Nouvcllc Biographie generalo. 
Gllörin, Jean Baptiste, Maler, Bruder des Gabriel Christophe, geboren zu 
Strassburg im Jahr 1798. Es ist gleichfalls ein Schüler des Regnault, hat schon 
mehreres zur Ausstellung gebracht und gibt Unterricht im Malen in seiner Vaterstadt. 
Literatur. Nouvellc Biographie generale. 
Guerin, Jean Baptiste Paulin, Maler, geboren zu Toulon im Jahr 1783. Er 
erlernte zuerst das Schlosserhandwerk seines Vaters und hatte, als er nach Paris 
ging, mit Mühe als Maler seinen Unterhalt zu verdienen, ehe er einen Namen hatte. 
Einen solchen erwarb er sich aber durch sein Bild, Kain nach dem Tode Abels, das 
er im Jahr 1812 ausstellte. Zu seinen weiteren durch Kraft des Colorits ausgezeich- 
neten Historiengemäldcn gehört: der Leichnam Christi auf dem Schoosse der Mutter 
vom Jahr 1817 , welche Arbeit ihm die Medaille zweiter Klasse verschatllte; Anchises 
und Venus von 1822, in welchem Jahr er Ritter der Ehrenlegion wurde; Adam und 
Eva, aus dem Paradies getrieben, vom Jahr 1827; der gekreuzigte Christus vom 
Jahr 1834. Ausserdem. fertigte er viele Portrate, z. B. das von Lamenuais, Karl X., 
Anna von Oesterreich , Ludwig XIV. und dem Herzog von Orleans. Er starb zu Paris 
im Jahr 1855.  
Literatur. Catalogue des Yexposition des beanx arts. Paris 1855.  Conversations- 
lexikon von Brockhaus.  Nouvelle Biographie generelle. 
Guerin, Pierre Narcisse, Maler, geboren zu Paris im Jahr 1774. Er war ein 
Schüler des Rögnault. Nachdem er schon vorher durch die Gemälde, der Leich- 
nam des Brutus, nach Rom zurückgebracht (1796), und der Tod des Cato von Utica 
(1797), sich den Preis erworben hatte, machte er im Jahr 1799 durch das jetzt im 
Louvre befindliche Bild, Marcus Sexitus Furore. Er wählte den Augenblick, WO 
derselbe den Proscriptionc-n des Sylla entgangen ist, und bei seiner Zuriickkunft seine 
Gattin todt und seine Tochter weinend zu ihren Füssen iindet. Den ausserordentlichen 
Beifall verdankte er besonders dem Umstand , dass damals viele Eniigrirt-e in ihr 
Vaterland zurückkehrten, und sich hiebei ähnliche Scenen ereigneten. Ausgezeichnet 
ist 0111116113, der auf dem Grabe der Euridice weint, vom Jahr 1801. Im Jahr 1802 
erschien von ihm Hippolyt und Phädra, welches Stück verschieden beurtheilt Wurde 
und jetzt auch im Louvre ist. Nach dieser Arbeit hielt er sich zwei Jahre in Italien 
auf, und erhielt vrährend dieser Zeit im Jahr 1803 den Orden der Ehrenlegion. Nach 
seiner Rückkehr malte er im Jahr 1806 Napoleon, wie er den Aufrührern in Kairo 
verzeiht. Das Bild ist jetzt in Versailles. Im Jahr 1810 stellte er Andromache und 
Pyrrhus , jetzt im Louvre, und gleichzeitig Cephalus und Aurora aus. Im Jahr 1817 
beschenkte er die Kunstwelt mit Dido, welche der Erzählung des Aeneas zuhört, 
und Klytemnestra in den! Augenblick, wo Aegisth sie zum Morde des schlafenden 
Gatten hindrängt, beide im Louvre. Letzteres Bild vereinigt wahren ergreifenden 
Pathos, welchen Manche bei seinen andern Arbeiten vermissen, mit gmsser tech. 
nischer Vollendung, die sich an allen seinen Werken findet. Im Louvre sieht 
man ausserdem noch das in seiner Jugend gemalte Opfer von Aeskulaps Statue nach 
Gessnefs Idylle; Selten malte er Porträts, doch gelangen auch diese ihm trefflich, 
so z. B..das des Henri de Laroche Jaquelin, des Helden der Vendee, wie er eine 
Verschanzung stürmt, welches er im Jahr1817 im Auftrag" Ludwigs XVIII. fertigte. 
Im Jahr 1819 erhielt er den S. Michaelsorden. Im Jahr 1822 wurde er zum Direktor 
der Kunstschule in Rom ernannt, welche Stelle er früher seiner Gesundheit wegen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.