Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054635
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Gültlinger 
Günther, lfatthäus. 
Rus coni und erhielt einen Ruf nach England durch Lord Burlington, für welchen er 
in London und Chiswick Verschiedenes fertigte. Er restaurirte auch die Antiken des 
Lord Pomfret zu Easton-Neston, ging aber im Jahr 1734 in seine Vaterstadt zurück. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste. 
Gültlinger, Gllmpolt, Maler. Er malte im Jahr 1481 einige Altäre in der 
S. Ulrichskirche zu Augsburg. Für den S. Michaelsaltar daselbst wurden ihm 400 
Gulden bezahlt, woraus man auf die Geschicklichkeit dieses Künstlers schliessen kann. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlcrlexikon. 
Gündter, Johann Georg, Gemälderestaurateur, geboren im Jahr 1766 zu Alt- 
mannstein bei Abernsberg in Bayern, wo sein Vater Bürgermeister und ein geschick- 
ter Bildhauer war. Er widmete sich zuerst in Regensburg der Malerei, dann in 
Augsburg speziell der Glasmalerei, später aber der Restauration von Gemälden, und 
wurde im Jahr 1808 bei der Augsburger Gallerie in diesem Fache angestellt. Er 
erwarb sich hierin einen grossen Ruf und glich daher einem wandernden Gemäldearzt. 
Im Jahr 1829 ernannte ihn König Ludwig zum Inspektor der königl. Gallerie in 
Augsburg, welchem Amte er mit rühmlichem Pilichteifer verstand. Er starb im 
Jahr 1832. Sein älterer Stiefbruder Franz Ignaz führte unter Anleitung seines 
Vaters schon in früher Jugend den Meisel mit grosser Gewandtheit und starb als 
Hofbildhauer in München. 
Literatur. Cottefsches Kuustblatt 1832. 
Guenepin, Jean Marie Auguste, Baumeister, geboren zu Paris im Jahr 1780. 
Er war ein Schüler von Peyre, und erhielt im Jahr 1805 den ersten Preis des Na- 
tionalinstituts in Paris. Während seines Aufenthalts in Italien machte er den Plan 
zu den Gebäuden , welche Vignole aufführte, und wurde mit dem Auftrag betraut, 
den Triumphbogen des Titus wieder herzustellen. Nach seiner Rückkehr in sein 
Vaterland baute er unter Anderem die Kirche von Noisy-le-Sec, den [iochaltar der 
Kirche von S. Thomas d'Aquin , und entwarf den Plan des Dorfes Belle Vue. Auch 
wurde er zum Bezirksstadtbaumeister und im Jahr 1833 zum Mitgliede der Akademie 
der schönen Künste ernannt. Er starb im Jahr 1842. 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikon.  Nouvelle Biographie gänerale. 
Günther oder Günter, Caspar, ein Bildhauer von Danzig. Er verfertigte im Jahr 
1663 für den Kurfürsten von Brandenburg die Brustbilder der zwölf ersten römischen 
Kaiser von weissem Marmor in natürlicher Grösse, welche in dem Garten zu Char- 
lottenburg stehen. 
Literatur. Fiinsli, Allgemeines Kiiustlei-lexlkuu. 
Günther, Christian August, Zeichner und Kupferätzer, geboren zu Pirna im 
Jahr 1760. Seine erste Lehrerin war die Natur. Professor Z in gg bemerkte sein 
Talent und nahm ihn in seine Schule auf. Bei den akademischen Ausstellungen zu 
Dresden erhielt er durch seine colorirten Zeichnungen viel Beifall. Seine radirtell 
Blätter sind geistreich und in einem guten Colorit gehalten. Zu seinen besten Ar- 
beiten gehören folgende: eine Landschaft; der Bagagewagen nach Zingg: Zwei 
{schöne Landschaften nach Wouvermann und Dietrich für den dritten Band der 
Dresdner-Gallerie; Prospekt von Königstein nach der Natur vom Künstler selbst 
gezeichnet; sechs malerische Aussichten aus dem Plauischen Grunde bei Dresden 
radirt und colorirt in Aherlis' Manier; Prospekt vom Blocksberg und Prospekt von 
Isemburg in eben dieser Manier. Bisweilen versuchte er sich auch in andern Kunst- 
gebieten. So z. B. sah man von ihm auf dem Salon von 1800 das ziemlich gelungene 
Bildniss eines Mädchens in Pastell. Er starb zu Dresden im Jahr 1324- 
Literatur. Füssli, Allgemeines Künstlerlexikou.  Huber, Handbuch für Knnstliebhaber.  Meißel. 
Deutsches Künstlerlexikcn. 
Günther, Matthäus (Mathä Gindter), Maler, geboren zu Bisenberg in Bayern 
im Jahr 1705. Er lernte in München bei Gosmann Daniel Asam. und ahmte 
den Johann Holz er, bei welchem er sich einige Zeit aufhielt, mit vielem Geschicke 
nach. Ein Deckenstück in der prächtigen Kirche zu Schwarzach in Franken ist ver- 
muthlich von ihm nach Holzer's Entwurf gemalt. Ferner fßltigte er einige Decken- 
stücke in der Kirche zu U. H. Gotts Ruhe bei Friedberg, malte im neuen Residenz- 
schlosse zu Stuttgart und im Congregationssaale bei den Jesuiten zu Augsburg, und
        

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