Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054484
Grimmer , Hans 
Groben. 
297 
Grimmer, Hans , ein Historien- und Porträtmaler aus Mainz, der sich bei 
M. Grünewald gebildet haben soll, und um 1560 blühte. Seine Gemälde eng. 
fernen sich bereits wesentlich von der altdeutschen Darstellungsweise und erinnern 
kaum noch an die Traditionen der früheren Schule; dagegen entsprechen sie bereits 
mehr dem Charakter, welche die Bilder der gleichzeitigen holländischen Porträtmaler 
tragen. Sie zeigen in der Regel eine-feine, lebendige und geistreiche Auffassung, 
eine warme und klare Färbung, sind indessen ziemlich selten. In dem Bildersaal 
der St. Moritzkapelle zu Nürnberg sieht man von ihm: das Bildniss eines Mannes 
in rothem Bart und das Gegenstück dazu, das Bildniss einer Frau in schwarzer 
Kleidung; in der Sammlung des Kaufmann Kraenner zu Regensburg: das Bildniss 
eines alten Mannes (mit dem Namen des Künstlers bezeichnet); in der Gallerie des 
Belvedere zu Wien: das Porträt des Freiherrn Adam von Puechhain (1570). Im 
St-ädefschen Institut zu Frankfurt a. M. werden ihm zwei Flügelbilder zu einem 
(fehlenden) Mittelbild zugeschrieben, auf denen eine Familie in anbetender Stellung 
dargestellt ist. Auf dem einen Flügel sieht man den Vater mit vier Söhnen, auf dem 
andern die Mutter mit sieben Töchtern. 
Grimmer, Jakob, siehe Grimmaar, Jacques. 
Grimner, Jacques, ein Maler, der 1510 zu Antwerpen geboren wurde und von 
dem man in dem Musee royale zu Brüssel ein Bild mit zwei Flügeln sieht, auf 
Welchem Geschichten aus dem Leben des heil. Hubertus in sehr iigurenreichen Com- 
positionen dargestellt sind. Wir Enden über diesen Künstler aber ausser dieser Notiz, 
welche wir dem Kataloge zu dem angeführten Museum entnehmen, weiter nichts 
erwähnt. Sollte er eine und dieselbe Person mit dem oben genannten Grimmaar 
oder Grimmer sein? 
Grimoux  auch Grimou oder Grimoud geschrieben  Jean Alexis , ein vor- 
züglicher Maler, geb. zu Romont im Kanton Freiburg (Schweiz) 1680, gest. zu Paris 
1740, bildete sich nach van Dyck und Rembrandt ganz allein durch sich selbst. 
Er besass ein bedeutendes Talent und seine Bildnisse und Familienscenen hatten sich 
seiner Zeit eines grossen Rufes zu erfreuen, allein seine Launenhaftigkeit und sein 
unregelmässiges Leben, das er so zu sagen fast in einer immerwährenden Trunken- 
heit zubracht-e, hemmten jeden höheren Aufschwung. Dass er zum Coloristen ge- 
boren, beurkunden alle seine Bilder, denn er besass einen ungemeinen Schmelz der 
Behandlung und ein höchst feines Gefühl für das Helldunkel. Trotz seines leicht- 
sinnigen Lebenswandels wurde er dennoch sehr gesucht, stritt man sich um Arbeiten 
"von ihm; aber nur mit grosser Mühe und , indem man seinen lasterhaften Neigungen 
schmeichelte, konnte man ein Bildniss oder sonst ein Gemälde von ihm bekommen. 
Er malte meistens Halbüguren von Frauenzimmern als Pilgerinnen, singend oder die 
Laute spielend. Im Jahr 1705 war er in die Akademie aufgenommen worden, in 
Folge seines wüsten Lebens aber wurde er 1709 wieder von der Liste gestrichen. 
Das Louvre zu Paris besitzt mehrere Bilder von Grimoux, darunter sein eigenes 
Bildniss (1724), einen Trinker (1724); eine Pilgerin (1729) und zwei Bildnisse junger 
Soldaten. Ausser Frankreich sind seine Gemälde selten. Doch sieht man auch in 
der grossherzoglichen Kunsthalle zu Karlsruhe: zwei weibliche halbe Figuren und 
im Städehschen Institut zu Frankfurt a. M. das Bildniss eines jungen Mannes. 
Gringonneur , Jacquemm, ein altfranzösischer Maler, den wir in einer Rechnung 
des Schatzmeisters Ch. Poupart vom Jahr 1392 erwähnt finden. Nach derselben 
wurden ihm für drei Kartenspiele, die er mit Gold, verschiedenen Farben und mannig- 
fachen Zierrathen für König Karl VI. von Frankreich gemalt hatte, 56 "S018 Parisis" 
ausbezahlt Lenoir schreibt ihm in seinem: "Musee des monuments frangais" ein 
Gemälde zu mit einer Darstellung des Juvenal des Ursins, das 61' für das älßeSte Bild 
der französischen Schule hält. ' 
Literatur. Biographie universelle, ancienne et moderne. Paris, 1817. 
Gritto da Fabriano, siehe Fabriano, Gritto da. 
Groben, Michel, Genre- und Landschaftsmaler, geb. 1780 zu Lyon, war ein 
Schüler von B ois sieu. Seine Bilder aus dem häuslichen Leben erinnern in der Auf-
        

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