Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054431
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Gregori, Ferdinando 
Grenze. 
ausführte. Seine besten Stiche sind: Johannes und die heil. Weiber am Grabe Christi, 
nach Raphael, und Eleonora Vecentina de Gonzaga, nach Campiglia. 5' 
Nebenstehendes Monogramm findet man auf seinen Blättern. i 
Gregori, Ferdinando, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Florenz 1'743, gest, 
um 1804, der Sohn des Vorigen, erhielt den ersten Unterricht in der Kunst durch 
seinen Vater, bildete sich aber später unter J. G. Wille zu Paris. Seine Arbeiten, 
in denen er seinen Vater übertraf, fanden den Beifall seiner Zeitgenossen. Zu seinen 
besten Blättern zählt man: die Madonna della Sedia, nach Raphael; den heil. 
Sebastian, an einen Baum gebunden, und die schlafende Venus, beide nach Guido 
Reni; die heil. Familie unter einem Palmbaum von Engeln umgeben, nach Carlo 
Muratti; die Steinigung des heil. Stephanus, nach Lod. Cardi; die Thüren des 
Ghiberti in S. Giovanni zu Florenz in 11 Blättern. 
Gregorius, Albert J acobus Franciscus, Direktor der Malerakademie zu Brügge, 
ein treiflicher Porträtmaler, geb. 1'775 zu Brügge, bildete sich an der Akademie 
seiner Vaterstadt und von 1802 an zu Paris unter David. Er malte die grössten 
Berühmtheiten seiner Zeit, z. B. Napoleon, Ludwig XVIIL, Karl X., Ludwig Philipp. 
Grein, Kaspar Arnold, Maler, geb. 1'764 zu Brühl (bei Köln), gest. 1835 , bil- 
dete sich bei J. M. Metz in Köln. Er war sehr vielseitig und malte Historien, Bild- 
nisse, Landschaften, Stillleben und fast Alles mit derselben Geschicklichkeit; Aus- 
gezeichnetes leistete er jedoch nur in der Blumenmalerei. 
Greive, Petrus Franciscus, ein tüchtiger Genre- und Porträtmaler, geb. 1811 
zu Amsterdam, bildete sich unter C. J. L. Portman zu einem Künstler in seinem 
Fache, dessen Bilder auf allen Kunstausstellungen rühmlich erwähnt werden. 
Grenier-Saint-Martin, Francois, Geschichts- und Genremaler, geb. zu Paris, 
bildete sich in David's Schule und folgte auch anfänglich der Richtung seines 
Lehrers in einigen historischen Bildern. Später aber fand er, dass sein Talent sich 
leichter, freier und mit mehr Erfolg auf dem Gebiete der Genremalerei bewegen 
würde, der er sich dann auch ausschliesslich widmete. Seine mit Geist, Humor und 
Witz aufgefassten Bilder, unter denen wir unter Anderem nur anführen wollen: 
Heirathsprojekte; die kleinen Holzdiebe; den Lüderlichen und seine Familie; den 
Matrosen mit seinem Knaben; die herumziehende Comödiantenbande, die ein Kind 
gestohlen; das gefundene Kind; das gestohlene Kind; den auf dem Anstand ein- 
geschlafenen Wilddieb (auf der grossen Pariser Kunstausstellung im Jahr 1854), sind 
durch Lithographien und Stiche allgemein bekannt geworden. 
Greuter, Johann Friedrich, Kupferstecher, geb. zu Rom um 1600, gest. daselbstßeß 
1660, war der Schüler seines Vaters Matthäus Greuter, übertraf aber denselben 
an Geschicklichkeit. Unter seine besten Blätter, zu deren Bezeichnung er sich öfters G 
der nebenstehenden Monogramme bediente, gehören: der Tod der heil. Cäcilia, nach G 
Dominichino; die Schmiede Vulkans, nach Lanfranco; der Triumph des Marcus   
Antonius Colonna, nach P. da Cortona; ein grosses Schlachtstück, nach "w 
Tempesta. 
Greuter, Matthäus  oder Mathias  der Vater des Vorigen, Zeichner Und 
Kupferstecher, geb. 1564 zu Strassburg, gest. 1638, war ein geschickter Künstler M; 
in seinem Fach. _Er arbeitete zu Lyon, Avignon und zuletzt in Rom, woselbst er 
sein thätiges Leben beschloss. Wir kennen von ihm: Maria Magdalena (1584); die Q4, 
Himmelfahrt des Elias; den Aufzug Karl V.  
Er pflegte seine Blätter mit nebenstehenden Monogrammen zu bezeichnen. 
Grenze , Jean Baptiste, ein berühmter französischer Maler , geb. 1725 zu Tournus 
bei Mäcon, gest. 1805 zu Paris, erhielt den ersten Unterricht in der Kunst durch 
einen Lyoner Maler Namens Gromdon , der, erstaunt über die bedeutenden Anlagen 
des Jünglings für die Zeichenkunst, ihn mit nach Lyon und unentgeldlich in die 
Lehre nahm, bis er im Stande war, durch Porträtmalen Sein Fortkommen zu finden, 
Später begleitete er seinen Lehrer nach Paris , studirte hier flEiSSig auf der Akademie 
und bildete sich fortan ganz allein vollends aus. Sein erstes Bild: ein Familien- 
vater, der seinen Kindern die Bibel auslegt; überstieg so sehr Alles, was man von
        

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