Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054329
Gräf 
Graf, Urs. 
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goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft; in demselben Jahre wurde ihm auch 
das Prädikat eines Professors verliehen. 
Graf, Philippus de, ein Maler, der 1634 zu Mecheln geboren wurde , den Unter- 
richt in der Kunst bei J. Verhoeven genoss, 1663 in die Briiderschaft des heil. 
Lucas als Maler aufgenommen wurde und 1665 in seiner Vaterstadt starb. 
Gräfe, Gustav, Historienmaler aus Königsberg, der sich auf der Akademie zu 
Düsseldorf bildete. Er malte unter Anderem das grosse Bild der Versöhnung KarPs 
des Grossen mit Wittekind, nach einem Carton von Kaulbach, in Lebensgrösse an 
die Kuppel des neuen Museums zu Berlin. Ein von ihm 1853 zu Berlin ausgestelltes 
Gemälde: Jephta und seine Tochter, enthielt neben entschiedenen Vorzügen Mängel, 
Welche von der Kritik nicht verschwiegen Wurden. Später sehen wir ihn die einge- 
schlagene Bahn mit einem Ernst und einer Tüchtigkeit verfolgen, die zu den schönsten 
Hoffnungen berechtigen. Besonders gerühmt wurde in neuester Zeit sein: Judas- 
kuss (1857). 
Gräfle , Albert, ein treiflicher Historien- und Porträtmaler aus Freiburg, der sich 
auf der Akademie zu München bildete. Man rühmt an seinen Gemälden das Streben 
nach charakteristischer Durchführung der Aufgabe, das Geschick der Anordnung, den 
Sinn für schöne Formen, die tüchtige Zeichnung, die angenehmen Physiognomien und 
eine brillante Färbung, die er sich in Paris, wo er längereZeit studirte , angeeignet 
zu haben scheint. Ehrenvolle Anerkennungffanden namentlich folgende Bilder von 
ihm: eine Madonna mit dem Kinde (1829); die Vermählung des Markgrafen Rudolph I. 
von Baden mit Kuuigunde von Eherstein (1835); die Aufhebung der Belagerung von 
Eberstein; Tasso's Tod (1838); Graf Eberstein beim Fackeltanz zu Speyer im Jahr 
938; ein Dragoner, der seinem Mädchen von einem Kroaten Schmuck kauft; eine 
Italienerin (gest. von Jouanin); die Schilderhebungi Hermanns, des Cheruskers 
(1850).; Fioretta (1851); eine maurische Prinzessin am Rande des Meeres (1852); 
Hermanns Triumphzug (1853). Ferner verschiedene sehr gelungen zu nennende 
Bildnisse, worunter namentlich sein Selbstporträt;   
Graf oder Grave, Hans, ein Formschneider aus Amsterdam, der zu Frankfurt a.M. 
arbeitete, wo er 1553 für die Wittwe des Malers Konrad Fabri eine Ansicht von 
Frankfurta. M. fertigte, die mit nebigem Monogramm bezeichnet ist, und im Jahr  
1561 mehrere andere Holzschnitte ebendaselbst erscheinen liess. Er arbeitete auchtig: 
an Seb. Münsters Kosmographie.   
Graf, Hans , ein Maler), der 1680 zu Wien geboren wurde und bei Jan van Alen 
seine Kunst erlernte. Er stellte gerne öffentliche Plätze,  auf denen sich viele 
Menschen bewegten", dar, und man nimmt in seinen Bildern ein sorgfältiges Natur- 
studium wahr. In der Gemäldegallerie des Landauer Brüderhauses zu Nürnberg 
sieht man von ihm: den Thurmbau zu Babel.   , 
Graf  auch Graff geschrieben  , Hans Andreas, ein Historien- , Architektur", 
Thier-, Blumen- und Früchtemaler, der Gatte der berühmten Sibylla-Mclliß-lll, de? 
1637 zu Nürnberg geboren wurde und 1708 daselbst starb, war ein Schülerpvßn ß 
Häberlein und Morßels. Er malte meistens Architekturen , radirte aber auch M,  
mehrere Blätter in Kupfer. Wir kennen von ihm: den Römerberg in Frankfurt aI-M-ä m, 
perspektivische Vorstellung des Gerüstes beim Bau der Barfüsserkirche zu Nürnberg_ 
(1681); Casp. Comes de Pennaranda Legatur etc. Hisp. per Gerni. Anno 1685. Er m 
pflegte seine Arbeiten mit nebenstehenden Monogrammen zu bezeichnen. 
Literatur. Hiis gen, Nachrichtenvon Frankfurter Künstl rn und Kunstsachen. 
Graf, UIS  auch UISIIS oder Urse Graf geschrieben  ein Zeitgenosse von Ü 
H. Holbein und Nicolaus Manuel, Maler, Goldschmied, Münzstempelschneider, 
Kupferstecher und Formsclineider zu Basel, wo er von 1485-1530 arbeitete. Die ' 
Bibliothek in letzterer Stadt verwahrt 90 Zeichnungen von ihm, deren eine die In- g 
schrift trägt: von: mir: Vrsus: Graf: Golschmid. vnd münzisen schilder ' 
zvo Basell. ano. 1523. Sie sind indessen meist incorrekt gezeichnet, und wieder- W 
holen sich in plumpen Formen, besonders an den Frauen, sowie inübertriebeneu 
Motiven. Die Anzahl der von ihm ausgeführten, mit nebenstehenden Monogrammen w 
o
        

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