Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051700
Fauo , Pompeo da. 
Fantuz zi. 
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les jüngsten Gerichts von Michelangelo in der sixtiuischen Kapelle mit Gewändern 
zu bekleiden. 
E8110, P0mp80 da, der Sohn des Bartolommeo da Fano,_Maler aus Fano, 
iihrte 1534 in Gemeinschaft mit seinem Vater in der Kirche S- Mlßhele da-Selbsl eln 
Semälde der Auferweckung des Lazarus aus. Sowohl Vater als Sohn bekümmerten 
ich um die damals schon allenthalben erfolgte Umbildung der Malerei wenig, sondern 
iehielten die Kunstweise des vorigen Jahrhunderts mit ihrer trockenen Zeichnung 
iei. So sieht das von Pompeo in S. Andrea zu Pesaro gemalte Altarbild aus, als 
väre es hundert Jahre früher gemalt worden. Pompeo da Fano Stand Indessen z" 
einer Zeit in einem gewissen Ansehen und war der erste Lehrer des Taddeo 
Zuccaro. 
Fansaga, Cosimo , Cavaliere, Bildhauer und Architekt, geb. 1591. gesß- 1678- 
vurde von Pietro Bernini, dem Vater des berühmten Künstlers dieses Namens zu 
{um erzogen und gebildet, er hinterliess jedoch nur ein einziges Werk daselbst, das 
)ortal der Kirche Spirito santa. di Napolitani, und begab sich dann nach Neapel, wo 
ßr bald eine grosse Thätigkeit entfaltete und in den Ritterstand erhoben wurde. Er 
arbeitete in dem bizarren Geschmack seines Lehrers und es überlebte ihn daher auch 
ein Ruf nur kurze Zeit. Als Hauptwerke von ihm daselbst nennt man: das Kloster 
ler Kirche San Severino; die Fagaden der Kirchen La Sapienza, San Francesco 
iaverio, Santa Teresa degli Scalzi; einige Refectorien und Hochaltäre in ver- 
chiedenen Kirchen; die Obelisken vor San Gennaro und Santo Dominico Maggiore 
ind einige Brunnen, Von ihm wurde auch unter Papst Benedikt XIII. die Kathedrale 
zu San Germane (in der Nähe von Neapel) 1649 von Grund aus umgebaut. 
Fantachiotti, ein moderner italienischer Bildhauer, bekannt durch eine Statue 
les Boccaccio, welche 1843 in einer der zur Aufnahme der Bildsäulen berühmter 
"lorentiner bestimmten Nischen in der Halle der Uiiizicn zu Florenz aufgestellt wurde. 
Fantetti, Cesare , Zeichner und Kupferätzer, wurde zu Florenz um 1660 geboren, 
iielt sich aber beständig zu Rom auf. Unter seine besten Blätter zählt man: Agrip- 
rina, welche die Asche ihres Gemahls nach Brundusium bringt, nach Franc. Rosa; 
Flora, nach Ferri; den Tod der heil. Anna, nach Sacchi. 
Fantuzzi, Antonio, wahrscheinlich eine und dieselbe Person mit Antonio da 
Prento, so genannt von seinem Geburtsorte Trient, wo er um 1508 zur Welt kam, 
llaler, Formschneider in Helldunkel und Kupferätzer, war ein Schüler von Parmeg- 
gianino, der ihn in der Kunst Helldunkel mit 3 Platten zu fertigen unterrichtete. 
51' führte 811011 eine Anzahl Blätter nach seinem Lehrer, bei dem er sich um 1530 
11 Bologna a-llllllelli, 11118, scheint sich jedoch mehr den Hugo da Carpi, der schon 
Tüher Wellllclle Holzschnitte in Helldunkel geliefert, zum Vorbild genommen zu 
labefl- Plöllllcll Sßll 61' jedoch den Parinigianino heimlich verlassen und dem- 
"lbell ellle Menge Zelcllmlngen, Kupferstiche und Holzschnitte entwendet haben- 
ieit dieser Zeit hören alle Nachrichten über ihn auf, nur finden wir bald nß-Cllllel" 
iinen Künstler in Frankreich, der dort unter dem Namen Antoine Fantose Zeich- 
lllllgen von Gfvtfesken lllT die grosse Gallerie von Fontainebleau ausführte und in 
il-lPfel TadlTte- Es lllltelllegt Wohl kaum einem Zweifel, dass dieser letllßerß Künst- 
er eine und dieselbe Person mit Antonio da Trento oder Antonio Fantuzzi ist. Darauf 
leutet dieselbe Liebhaberei für Darstellungen nach Fnngnzzrs erstem Lehrer Parmi- 
Elan i n o, nach dem jener auch anfänglich noch in Frankreich arbeitete, in Kupfer ätzte, 
Mehr aber noch die grosse Aehnlißhkeiü der Manier in der Ausführungjener Holzschnitte 
nit den späteren Kupferstichen, und die Monogramnie unter seinen mit den Jahrs- 
iahlen 1540, 1542, 1544 und 1545 bezeichneten radirten Blättern, die von denen 
luf Jenen Helldunkeln nicht viel Verschieden sind. Wahrscheinlich ging Fantuzzi 
nach der Flucht aus seines Lehrers Hause nach Frankreich, um hier unter der Lei- 
ung des Primaticcio zu arbeiten, nach dessen Bildern er auch verschiedene Blätter 
adirte, welche ganz sicher von der Hand des Meisters jener Helldunkel herrühren. 
lantuzzi lebte noch 1550, 
Dbgleich Fantuzzfs Formschnitte in Helldunkel ganz dieselbe Manier rerrathen,
        

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