Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054269
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Gourdelle , P., ein französischer Kupferstßßher, der Zll Ende des 16. Jahrhunderts 
verschiedene Bildnisse in der Manier des Leonard Gaultier stach. Er bezeichnete 
seine Blätter mit nebigem Monogramm oder mit seinem Namen. 
GOHIIIIOIIfI, Jean de, ein französischer Maler und Kupferstecher, der um 1557 
lebte. Im Louvre zu Paris sieht man von ihm ein Gemälde: die Geburt Christi. 
Gonsse, Thomas, ein Maler, der um 1650 thätig war, aber nur nach den Com- 
positonen und Zeichnungen Anderer gearbeitet zu haben scheint. Er half meistens 
seinem Schwager Le Sueur bei seinen Bildern, und namentlich soll diess der Fall 
gewesen sein bei dessen Darstellungen aus dem Leben des heil. Bruno (im Louvre 
zu Paris). 
Gouwen, Willem van der, ein Kupferstecher zu Harlem, der sich bei Picart 
bildete und zu Anfang des 18. Jahrhunderts arbeitete. Wir kennen von ihm ein 
jigurenreiches, sehr seltenes Blatt: den grossen Walliisch, „so 1598 bei Scheve- 
lingen an die holländische Küste verschlagen worden". 
Govaerts , A. C. , ein Genremaler zu Antwerpen, dessen Bilder geschätzt werden. 
Wir finden von ihm angeführt: eine Marketenderin im Lager; eine Ansicht von Ant- 
werpen mit dem Stadthaus (1821); das Tischgebet (1825); eine Marktscene (1826). 
Goya, Francisco, genannt Lucientes, Historienmaler, geb. 1746 zu Fuentetodos, 
gest. 1828 zu Madrid, bildete sich bei JosefLuxan Martinez, und wurde nach 
seiner Zurückkunft aus Italien, wohin er sich zu seiner weiteren Vervollkommnung 
begeben hatte , einer der gefeiertsten Künstler seiner Zeit, "was freilich ein sprechen- 
der Beweis für den traurigen Zustand des damaligen Kunstgeschmacks in Spanien ist, 
da. Goya, bei aller Genialität und allem Talent, gerade als sein Namen mit dem 
meisten Ruhm genannt wurde, in eine fade verblasene Manier verfallen war und 
selbst heilige Gegenstände mit Lüsternheit behandelte. Er malte Scenen aus dem 
Volksleben, Stiergefechte, ländliche Schmausfeste, Hexen u. s. w., Bildnisse, Histo- 
rien und Heiligenbilder. Im Museum zu Madrid bewahrt man von ihm ein grosses 
Porträt KarPs IV. zu Pferd, für das er 1799 mit der Stelle eines ersten Hofmalers 
belohnt wurde; in der Akademie daselbst: ein Auto-da-Fe; eine Prozession am Char- 
freitag; ein Stiergefecht und ein Narrenhaus. In der Kathedrale zu Valencia befinden 
sich zwei Bilder des Meisters , Scenen aus dem Leben des heil. Franz von Borja dar- 
stellend;. in der Kirche S. Antonio Abad in Madrid sieht man von ihm: den heil. 
Joseph von Casalanz; in der Kathedrale zu Sevilla: Santa Justa und Santa Ruiina. 
Die Gemälde Goyafs sind in der That ziemlich unvollkommene Werke, und selbst 
gewisse Schönheiten der Köpfe, die kräftige Wirkung, die wahre Farbe und der 
kühne Vortrag vermögen nicht zu entschädigen für die grossen Mängel in der Com- 
position und Zeichnung, nicht zu trösten über das manierirte Wesen, das sich in 
ihnen kund gibt. Unerreicht ist aber der Künstler in seinen satyrischen Compositionen, 
in denen er, ein spanischer Ho garth, mit zwei Pinselstrichen oft irgend ein Individuum 
auf's Treifendste zu charakterisiren wusste. Er radirte auch eine Anzahl dieser 
seiner sogenannten Capricen und man besitzt von ihm eine Anzahl von 80 Blätter 
in einem Band gesammelt, lauter höchst komische Compositionen vom beissendsten 
Witze, denen das Bildniss des Künstlers vorgedruckt ist. Sie vereinigen mit der 
Phantasie Callotfs den Humor Hogarth's und die Kraft der Ausführung eines 
Rembrandt. 
Ausser den bereits genannten kennt man noch einige weitere höchst geistreich 
radirte Blätter von Goya: Menipo Filosofo, als Bettler, nach Velasquez" Gemälde 
im Museum zu Madrid; Esopo el Fablllßdor; Bacchus, welcher einen Trllnkcnen in 
Gegenwart seiner Mitbrüder krönt; Don Isabel de Bourbon; Felipe IV., Rey de 
ESPß-üa; Donna Margarita de Austria; Don Balthasar Carlos; Don Gaspar Guzman, 
Conde de Olivarez; den sitzenden Zwerg Philipps IV., sämmtlich nach Velasquez, 
und mit Ausnahme des letzteren (1771) im Jahr 1778 ausgeführt. 
Literatur. Kunstblatt, Jahrgang 1842, Nro. 79. 
905'611. Jan Van, ein niederländischer Landschaftsmaler von grossem Verdienst, 
geb. 1596 zu Leyden, gest. 1656 im Haag, reiste, nachdem er bei verschiedenen 
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