Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051699
18 
Fancelli , Antonio 
Fano , Girolamo da. 
Besonders rühmt Vasari von ihm ein von zwei Kindern gehaltenes und von Zier- 
rathen umgebenes Wappen an der Faca-de des seiner Zeit dem Ser Giovanni Conti 
zu Florenz gehörigen Hauses. 
Fancelli, Antonio, Bildhauer und Baumeister in Siena, woselbst er vielfach für 
Kirchen beschäftigt war. Für S. F rancesco fertigte er auf Kosten des Kardinals 
Francesco Cennini den grossen mar-mornen Hauptaltar sammt dem Sakramentshäuschen. 
Fancelli, Clarissimo, ein Bildhauer aus Settignano, der zu Florenz besonders 
für Maria von Medici thätig war und 1632 starb. 
Fancelli, Cosimo, Bildhauer zu Rom, geb. 1620, gest. 1688, ein Schüler von 
Bernini, war meistens für die Kirchen der ewigen Stadt beschäftigt. 
Fancelli, Francesco, Edelsteinschneider, Bildhauer und Erzgiesser, geb. 1627, 
gest. zu Rom 1681, war der Schüler seines Vaters Carlo, eines Toskaners, der 
sich in Rom niedergelassen hatte. König Karl I. von England berief ihn an seinen 
Hof und beschäftigte den Künstler vielfach mit Aufträgen von Statuen, Vasen, Grot- 
tesken u. s. w. aus Elfenbein und Stein. ' 
Fancelli, Giovanni Antonio, Bildhauer, geb. 1619, gest. zu Rom 1671, war 
ein Schüler und späterer Gehülfe von Bernini. Er fertigte mit andern Bildhauern 
einige Statuen für die Peterskirche, führte auch verschiedene Büsten und Grabmaler 
aus. Von ihm ist die kolossale Statue des Nilstroms auf dem Platze Navona zu Rom; 
auch die vier Evangelisten in S. Martino zu Lucca (1663) rühren von seiner Hand her. 
Fancelli, Luca, ein ilorentinischer Baumeister, der von Brunelleschi, dessen 
Schüler er war, und Leo Battista Alberti vielfach zur Ausführung ihrer Entwürfe 
verwendet wurde. So erbaute er unter Anderem nach des ersteren Zeichnungen den 
Pal. Pitti zu Florenz , nach des Letzteren Plänen die Hauptkapelle von S. Annunziata 
ebendaselbst. Später ging er nach Mantua, wo er viele Arbeiten ausführte, sich 
verheirathete, starb und Erben hinterliess, die sich statt seines Familiennamens seines 
Vornamens bedienten und sich Luchi nannten. 
Fancelli, P6101110, ein Architekturmaler zu Bologna, der ein Schüler von Mauro 
Tesi war und um 1769 ganz genau in der Manier seines Lebens arbeitete. 
Fancelli, 81117851110, ein vorzüglicher florentinischer Baumeister und Bildhauer, 
der um 1460 zu Florenz nach den Zeichnungen und Modellen des Leo Battista 
Alb erti verschiedene Gebäude mit seltenem Urtheil und Fleiss aufführte. 
Fanfoja, ein Maler, der um 1520 ein Schüler von Leonardo da Vinci war, 
wie aus des Letzteren eigenen Notizen hervorgeht." Man kennt jedoch derzeit kein 
Gemälde von ihm, w-ie dies noch bei mehreren Schülern des Leonardo der Fall 
ist; wogegen es aber hinwiederum viele Bilder, und zum Theil sehr ausgezeichnete, 
gibt, die von Schülern des da Vinci herrühren , ohne dass man die Namen der Ver- 
fertiger mit Bestimmtheit anzugeben weiss. 
Fanda, 11., ein Bildhauer zu Berlin, der sich in Rauch's Atelier zu einem tüch- 
tigen Künstler in seinem Fache ausbildete. Im Jahr 1851 sah man von ihm zu 
London eine mit grosser Kunstfertigkeit ausgeführte Holzstatuette Shakespeares, 
die ungemein gefiel. 
Fanelli, Virgilio , ein kunstreicher Goldschmied aus Florenz, gest. 1678, der aber 
die meiste Zeit seines Lebens in Spanien arbeitete und sich durch mehrere Meister- 
werke: den prächtigen Kronleuchter im Grabmal der Könige im Escorial, den reichen 
Thron der Madonna del Sagrario in der Kathedrale zu Toledo, wohin sich der 
Künstler 1655 begab, und eine Statue des heil. Ferdinand in Silber (1671) ein wohl 
verdientes Ansehen erwarb. 
Literatur. Bermud e z, Diccionario historico de los mas illustres Profeßsvres de las bellss artes en Espaüa. 
P3110, Bartolommeo da, ein Maler zu Fano (im Kirchenstaat), der unter An- 
dßfem mit seinem Sohne im Jahr 1534 zu S. Michele daselbst die Erweckung des 
Lazarus malte. 
Fazm): Girolamo da, ein Maler zu Rom, gest. 1570, der sich dadurch einen 
gewissen Namen erworben, dass er sich nach Daniele da Volterra's Tod des Auf- 
trags unterzog, in Gemeinschaft mit D. Carnovale die allzu entblössten Figuren
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.