Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054127
Götzloif 
Gole. 
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und Hoffnung und die h. h. Maximilian, Ursula und Bruno dar. Eine andere Aufgabe 
wurde ihm 1844 gestellt, indem er in diesem Jahre den Auftrag erhielt, die von 
Hübsch erbaute Trinkhalle zu Baden-Baden mit Bildern zu schmücken, unter denen 
besonders die Engels- und Teufelskanzel gerühmt wird. Während der Ausführung 
dieser Gemälde wurde er durch eine neue Bestellung überrascht. Er sollte nämlich 
die Gange des Schlosses Hohenbaden mit Fresken aus der Landesgeschichte ver- 
zieren; ob er aber den Auftrag ausgeführt, wissen wir nicht. Der Künstler, dem 
durch seine eigene Schuld der fernere Aufenthalt im Vaterlande als eine Unmöglich- 
keit erscheinen musste, suchte und fand eine neue Heimath in Amerika. 
Götzenberger hat auch verschiedene Staifeleibilder geliefert, die sämmtliche 
Vorzüge seiner Wandgemälde theilen und unter denen man besonders: die Gewalt 
der Schönheit, als Zauberin, in Gestalt einer sitzenden weiblichen Figur rühmt. 
Ausserdem kennen wir eine Madonna; eine Novize der barmherzigen Schwestern und 
ein allegorisches Bild, die blaue Grotte, von ihm. 
Die Malereien dieses Meisters zeichnen sich durch den klaren Verstand der An- 
ordnung und den energischen Geist der Ausführung aus. Alles ist scharf durchdacht 
und seine Gedanken sind immer in der entsprechendsten und schönsten Form aus- 
gedrückt. Die Hauptgruppen und Einzelgestalten imponiren und selbst im Beiwesen 
weiss der Künstler das Auge schicklich zu beschäftigen. 
Götzloff, Karl Wilhelm, ein tüchtiger Landschaftsmaler, geb. zu Dresden 1803, 
und seit 1823 in Italien. Seine Bilder, meistens der Natur Italiens entnommen, 
zeichnen sich durch schöne Auffassung, glühende Farbe und fleissige Ausführung aus. 
GOiS, Edme Etienne FIBJIQOiS, Bildhauer, Sohn des Bildhauers Etienne Pierre 
Adrien Gois (geb. 1731 zu Paris, gest. 1823), bildete sich unter der Leitung seines 
Vaters zu einem tüchtigen Künstler in seinem Fache aus. Als Hauptwerke werden 
von ihm angeführt: die Gruppe der drei Horatier (1800); eine Venus; eine Reiter- 
statue Napoleon 1. (1801); eine Broncestatue der Jungfrau von Orleans auf dem 
grossen Platze zu Versailles; eine Marmorgruppe der Leda; eine Statue der Psyche 
(1817); Latona mit Apoll und Venus in einer Muschel (1824); die heil. Genoveva 
(1827). Dann verschiedene Basreliefs für die Vendömesäule; mehrere Grabmonu- 
mente und viele Büsten.  Zuletzt finden wir den Künstler 1837 angeführt, in 
Welchem Jahre eine Büste Beaumarchais' von ihm im Foyer des Theatre francois auf- 
gestellt wurde. 
Golding, B", ein derzeit zu London lebendelrKupferste-cher, von dem wir ein sehr 
schönes Blatt kennen, das Porträt der Prinzessin Charlotte von England, nach 
Lawrence. 
Goldmann, Nicolaas, geb. zu Breslau 1623, gest. 1665 als Professor an der 
Hochschule zu Leyden, hat sich besonders durch Herausgabe verschiedener archi- 
tektonischer Werke einen geachteten Namen erworben. 
Goldschmidt, B. , ein Genre- und Porträtmaler, der seine Ausbildung namentlich 
seinen in Paris gemachten Studien verdankt. Er malt mit Geschmack und Seine 
Bilder verrathen eine Teiche gewählte Palette in der Art Winterhalteri Wir 
kennen von ihm: eine Frau aus Algier, mit ihrer Toilette beschäftigt (1335). und 
einen jungen Florentiner, der einem Mädchen einen Ring anbietet (1837). Auf der 
Berliner Kunstausstellung vom Ilahr 1850 sah man von Goldschmidt eine Scelle M18 
dem Leben und den Thaten des scharfsinnigen Junkers von La Manche- 
Goldstein, Johann Theodor, ein treiflicher Landschaftsmaler zu Dresden, der 
sich namentlich in Italien gebildet und sich in der Darstellung von italienischen 
Gegenden mit bedeutender architektonischer Staffage durch die Natllfwßhrheiii und 
isein wirkungsvolles Colorit auszeichnen soll. 1837 sah man von ihm einige hübsche 
Landschaften vom Ufer des Comersee's in der Kunstausstellung zu DrßSdßll. 
 Goldwitzer, Leonhard, ein Bildhauer zu Bamberg, von dem unter Anderem das 
1715 gefertigte grosse steinerne Cruciiix auf einem Hanptpfeiler der oberen Regnitz- 
hrücke zu Bamberg herrüht.  
G016, Jan, Zeichner, Kupferstecher und Arbeiter in Schwarzkunst, geb_ zu Amsteg.
        

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