Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054033
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Gleyre 
Glockendon, Albert, der jüngere. 
Gleyre, Charles, ein französischer Historienmaler, der 1845 vom König Louis 
Philippe von Frankreich durch Verleihung der goldenen Medaille erster Klasse aus- 
gezeichnet wurde. 
Gliemann, A., Genre- und Porträtmaler, ein talentvoller Schüler von Hühner, 
lebt zu Dresden und hat sich durch seine Bilder bereits vortheilhaft bekannt gemacht. 
Man rühmt an ihnen charakteristische Auffassung, hübsche Anordnung und Schöne 
Durchführung. 
Glink, Franz XHVGI, Historienmaler, geb. 1'795 zu Burgau, der Sohn eines 
Schreiners, kam mit seinen Eltern 1809 nach München und erlernte hier bei seinem 
Vater dasselbe Handwerk. Sein Sinn für schöne Formen veranlasste ihn zur Uebung 
in Schnitzarbeiten, die immer zierlicher wurden. Diese künstlerischen Versuche kamen 
dem Direktor der Akademie, Langer, zu Gesicht. er erkannte darin ein bedeutendes 
Talent und vermochte den Vater, seinen Sohn sich der Kunst widmen zu lassen. Dieser 
besuchte hierauf die Akademie zu München, reiste dann im Jahr 1824 zu seiner weiteren 
Ausbildung nach Italien, hielt sich längere Zeit in Rom auf und malte nach seiner 
Rückkehr aus Dankbarkeit für das ihm gewährte Reisestipendium das Altarbild in 
der Militär-Lazarethkirche zu München. Dann führte er für die Frauenkirche zu 
München das grosse Festblld, die Auferstehung Christi, aus, malte auch ferner noch 
für einige andere Kirchen Bilder religiösen Inhalts. Zu seinen schönsten Gemälden 
zählt man endlich noch: die Flucht der heil. Familie nach Aegypten; Marien's Besuch 
bei der heil. Elisabeth; eine Madonna mit dem Kinde; Christus im Garten; eine heiL 
Cäcilia; Christus in der Herrlichkeit, umgeben von der heil. Jungfrau und dem heil. 
Petrus in der Petrikirche zu München. In das Album, welches die Münchner Künstler X 
1850 dem König Ludwig von Bayern verehrten, malte Glink die „Bergpredigt Christi". 
Glinsky, Julius, Glasrnaler, geb zu Danzig, erhielt den ersten Unterricht in der 
Kunst durch den dortigen Prof. C. Schultze, ging dann nach Petersburg, setzte 
daselbst seine Studien auf der Akademie unter Karl Bruelow fort und verdiente 
sich seinen Lebensunterhalt durch Lithographiren. Später kam er nach Berlin, wo 
er 1843 in die königl. Glasmalereianstalt trat und sich bald durch sein Talent und 
seine Geschicklichkeit sehr vortheilhaft bekannt machte. Zu seinen jüngsten Arbei- 
ten (begonnen 1855) gehören die zwei Glasfenster in der Marienkirche zu Stralsund 
(jedes von 83 Fuss Höhe und 17 Fuss Breite). Das eine enthält als Hauptdarstel- 
lung die Anbetung der Könige, nach einem Stiche von Zwoll, das andere den eng- 
lischen Gruss, nach van Eyck. Eine besondere Stärke besitzt Glinsky darin, sich 
so tief in den Geist und in die Kunstweise der mittelalterlichen Malerei zu versenken, 
dass man seine Reproduktionen von Kunstwerken aus jener Periode für wirkliche 
Erzeugnisse derselben hält. 
Glinzer, ein Historien- und Genremaler in Kassel, der sich durch mehrere, den 
jeweiligen Kunstausstellungen zur Zierde gereichenden Bildern vort-heilhaft bekannt- 
gemacht, Wir finden von ihm erwähnt: die Ueberbringung von Joseph's blutigeln 
Hemd an Jakob (1838); den barmherzigen Samariter und Susanna mit den zwei 
Aeltesten , Bilder, die besonders wegen der schönen Farbengebung gefühmt Wurden; 
ltlädchen, welche von einem Sklavenhändler zum Verkauf ausgeboten werden (1340), 
im Jahr 1852 erschien eine von ihm nach seinem eigenen Bilde lithogmphirte Land- 
schaft, Pan und Syrinx betitelt. welche sehr gelobt wurde. 
Glockendon, Albert, der ältere, ein Miniaturmaler und KuPferstecheT, der um 
1432 zu Nürnberg geboren sein soll, und dessen Blätter sehr selten sind. Er war 
ein feiner Meister der Schule des M. Schongauer, nach dessen Blättern er meistens 
stach. Zu seinen schönsten Stichen zählt man: Christus am Kreuz (für ein Würz- 
burger Missale von 1484 gestochen); die grosse Kreuztragung, nach M. Schön; 
den Tod der heiLJungfrau, nach Demselben; 12 Blätter mit dem Leiden Christi. 
Glockendon, Albert, der jüngere, Glasmaler, Illllminist und Formschneidef 
zu Nürnberg, wo er noch 1531-1543 thätig war. Von ihm ist der schöne H01? 
schnitt mit zwei ehrsamen Frauen (1531). Wir kennen auch 32 Blätter, verschiedene 
Heilige in Büsten und Heiligen-Embleme, von ihm. Wahrscheinlich ist er eine Person
        

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