Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1054017
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Glasser 
Glaukias. 
Glasser, Georg, Maler von Bamberg, war mit Maler Schwed von 1515-1519 
an den Wandmalereien im Karmeliterkloster zu Frankfurt a. M., Scenen aus der 
Leidensgeschichte darstellend, thätig. 
Glauber , Diana, die Schwester der beiden Folgenden , Malerin, machte mit ihren 
Brüdern die Reise nach Italien und liess sich später in Hamburg nieder, Wo sie Bild- 
nisse und Historien malte, aber unglücklicher Weise erblindete. 
Glauber, Jan Godlieb , genannt Myrtill, Landschaftsmaler und Kupferätzer, der 
Bruder und Schüler des Folgenden, geb. 1656 zu Utrecht, gest. 1703 zu Breslau, 
bildete sich bei seinem Bruder und, als dieser nach Paris abreiste, bei Jakob Knyf. 
Später begleitete er seinen Bruder nach Italien, woselbst er wegen seinen reizenden 
idyllischen Landschaften den Beinamen: M yrtill erhielt. Nach seiner Rückkehr hielt 
er sich in verschiedenen deutschen Städten , in Wien, Prag und Breslau auf. Seine 
Bilder zeichnen sich durch schöne Composition im Geschmack des Gasp ard 
Pouss in, durch warme Färbung und lieissige Ausführung aus. 
In der Bildergallerie zu Augsburg zeigt man zwei hübsche Landschaften von 
ihm. Auch in der Gallerie zu Pommersfelden befindet sich eine schöne Landschaft 
des Meisters. 
Jan Godlieb Glauber radirte auch in Kupfer. Man nennt als von ihm herrüh- 
rend: einen Hirten und eine Hirtin in einer gebirgigen baumreichen Landschaft; eine 
Landschaft mit einem vom Sturme zersplitterten Baum, nach Poussin. 
Glauber, Johannes, genannt Polydor, ein Landschaftsmaler und Kupferätzer, 
geb. von deutschen Eltern zu Utrechti1646, gest. zu Amsterdam 1'726, bildete sich 
in der Schule des Nicolas Berghem, woselbst er sehr rasche Fortschritte machte. 
Kaum aber hatte er bei dem Kunsthändler G. Uilenburg zu Amsterdam italienische 
Landschaften gesehen, als ihm selbst die Bilder seines Meisters nicht mehr genügten 
und ihn eine solche Sehnsucht nach Italien ergriff, dass er nicht mehr in Holland 
bleiben konnte und mit seinem Bruder Jan Gottlieb und den Gebrüdern van 
Dooren dahin abzureisen beschloss. Er blieb aber vorerst ein Jahr zu Paris bei dem 
Blumenmaler Picart und zwei Jahre bei Adriaan van der Gabel zu Lyon, worauf 
er sich erst nach Rom begab, woselbst er von der Künstlerverbindung, in die er 
trat, den Namen P ol yd or erhielt. Nachdem er zwei Jahre in Rom zugebracht, ging 
er nach Padua, wo er ebenfalls ein Jahr blieb , und hierauf nach Venedig, woselbst 
er sich zwei weitere Jahre aufhielt. Er hatte während dieser ganzen Zeit unauf- 
haltsam an seiner weiteren Vervollkommnung in der Kunst gearbeitet, endlich aber 
ergriff ihn das Heimweh nach seinem Vaterlande; er schiffte sich nach Hamburg ein, 
hielt sich hier einige Zeit auf und liess sich dann von 1684 an dauernd in Amsterdam 
nieder. Von jetzt an entstanden jene reizenden Landschaften, die Lairesse mit 
Figuren stafiirte, und deren Anzahl, so gross sie auch war, dem eifrigen Verlangen 
der Kenner und Kunstfreunde bei Weitem nicht genügen konnte. Seine Bilder 
zeichnen Sich durch die grosse, dem Poussin verwandte Auffassung, die edle Com- 
position, die Wahre und warme Farbe, die schöne Beleuchtung, die leichte, natur- 
gemässe Behandlung und die fleissige Ausführung aus. ' 
Auch Johannes Glauber radirte Landschaften in Kupfer und seine Blätter 
sprechen durch die geschmackvolle Zeichnung ungemein an. Sie sind mit breiter, 
verständiger Nadel ausgeführt. Die von ihm radirten historischen Blätter stehen 
jedoch jenen nach. 
Seine besten radirten Landschaften sind eine Reihenfolge von 12 Blättern, und 
6 Blätter, die er unter dem Titel: „Prospectus in Monasterio vulgo dicto, La. grande 
Chartreuse , in Delphinatu" herausgab.  
Im Museum zu Amsterdam sieht man von ihm: Zwei arkadische Landschaften 
mit Figuren; im Museum zu Berlin: zwei Landschaften, die eine mit männlichen, 
die andere mit weiblichen Figuren staflirt; in der Gallerie zu Dresden: eine idyl- 
lische Landschaft mit Figuren von Lairesse; im Louvre zu Paris: eine Landschaft, 
mit Hirten stafürt, bezeichnet J. Glaub er 1686 (gest. von Haldenwan g). 
Glaukias, ein Erzgiesser aus Aegina, der von 500-460 v. Chr. Geb. blühte und
        

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