Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053970
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Gisors 
Giulio. 
Trümmern von Jerusalem (jetzt in der S. Gudulakirche zu Brüssel) Aufsehen. Auf 
der Kunstausstellung zu Gent im Jahr 1841 finden wir ferner eine heil. Jungfrau von 
ihm erwähnt. 
GiSOTB, Alphonse de, ein französischer Architekt, welcher unter den Leitern des 
1835 vollendeten Bauä des Arc de triomphe de l'Etoile war, die Pläne zum neuen 
Salon der Pairskammer entwarf und den grossen Saal im unteren Geschosse des 
Palastes der Pairskammer zu Paris 1844 in eine Kapelle umwandelte. 
A" Gitiades, ein altgriechischer Baumeister und Erzgiesser aus Sparta, der nach 
Einigen um 510 v. Chr. Geb. geblüht haben soll, nach Anderen aber 455 v. Chr. Geb., 
d. h. nach dem Ende des dritten messenischen Krieges noch am Leben war, wenn 
sich die zwei ehernen Dreifüsse, ein Weihgeschenk der Spartaner wegen ihres Sieges 
über die Messenier im Tempel von Amyklae, mit den Figuren der Aphrodite und 
Artemis auf jenen dritten Krieg bezogen. Seinen Hauptruhm erwarb er sich in- 
dessen durch die Vollendung des Tempels der Athene Chalkioekos in Sparta, sowie 
durch das darin aufgestellte eherne Bildniss der Göttin und die Reliefs an den Wän- 
den. Der schon in der Heroenzeit begonnene Tempel wurde unter seiner Leitung 
mit Erz bedeckt, wesshalb er auch „Chalkioekos" genannt wurde, und seine ehernen 
Wände waren mit bildlichen Darstellungen geschmückt. Diese bestanden in Scenen 
aus dem Leben des Herkules, der Söhne des Tyndareus, des Hephästos und des 
Perseus. Man sah die Kämpfe des ersteren; den Raub der Töchter des Leukippos; 
Vulkan, der seine Mutter befreit; den Zug des Perseus gegen die Medusa. Die 
bedeutendsten und sehenswerthesten dieser Darstellungen sollen aber die Geschichte 
von der Geburt der Athene, sowie die Reliefs mit __Amphitrite und Poseidon ge- 
wesen sein. 
Gitiades war auch Dichter; er dichtete unter anderen dorischen Gesängen auch 
einen Hymnus auf die Athene. 
Literatur. Brunn, Geschichte der griechischen Künstler.  
 Giudici, Carlo Maria, Maler, Bildhauer und Architekt, geb. 1723 zu Viggiüim 
Mailändischen, gest. 1804 zu Mailand, bildete sich von seinem 30. Jahr an in Rom 
durch das Studium der grossen Meister, und liess sich später in Mailand nieder, 
woselbst er von 1760 an eine Schule errichtete, durch die er vornehmlich bestrebt 
war, einem reineren Style Eingang zu verschaffen, und auf das Studium der Antiken 
und der schönen Natur aufmerksam zu machen. Für die Kathedrale zu Mailand und 
den Pal. Belgioioso ebendaselbst führte er einige Basreliefs, sowie für die Facade 
des dortigen Pal. Landriani einige Statuen aus. Auch für verschiedene andere Paläste 
und Kirchen fertigte er Statuen, worunter wir namentlich den schönen Altar in der 
Kathedrale von Pasturo, dessen Architektur auch von ihm herrührt, mit der Bild- 
säule des Erlösers und einigen Engelstatuen anführen müssen. Unter den wenigen 
Frescogemälden, die seine Hand schuf, rühmt man besonders ein Gewölbe in 
"S. Francesco di Paolo zu Mailand. Seine Staiieleibilder, gehören sie der heiligen 
oder Profangeschichte an, erinnern in den Köpfen an Guido Reni, und sprechen 
fdurch die Natürlichkeit der Stellungen, durch die wohlgestalteten Formell llnd das 
delikate Colorit an. Aus seiner Schule ging Appiani hervor. i 
LÜQTIÜYIT- F- de Boni, Bmgfßiß- degli artisti, overo Dizionario della vita, e delle opere dei pittori, 
 degli scnltori, degli intagliatori etc. Venezia, 1852. 
Giugni, Francesco, ein Maler aus Brescia, geb. 1574, gest. 1636, war ein 
Schüler Palma's, des jüngeren, den er auch in vielen Oel- und Frescobildern in 
öffentlichen und Privatgebäuden seiner Vaterstadt auf das Genaueste nachahmte. 
Giugni, il Rosso de', ein Florentiner, der um 1560 lebte 11116 Bildnisse in Wachs 
ifür Medaillen verfertigte. 
 Giulianello, Pietro, Maler, ein Zeitgenosse des P. Perllgino, von dem man 
in der Gallerie Borghese in Rom eine Samariterin am Brunnen sieht, in der sich 
ein Geschmack bemerkbar macht, der sich aus der alten Kunstweise des 15. Jahr- 
lhunderts bereits zur neueren freieren des 16. Jahrhunderts erhebt. 
1 Glülilü und Alessa-ndro, italienische Grotteskenmaler, welche von Karl V. nach
        

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