Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051659
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Faithorn , William , 
der Jüngere 
Falck. 
Aetzer, geb. zu London 1620, gest. daselbst 1691, erlernte die Kunst bei dem 
Maler Peack, begab sich aber später nach Frankreich, wo er Nanteuibs Unter- 
richt und Rath genoss. In's Vaterland zurückgekehrt, zeichnete er Bildnisse und 
stach Porträts und Hist-orien, von denen besonders erstere geschätzt werden, Wie 
er denn überhaupt zu den besten englischen Kupferst-echern gezählt wird. Zu seinen 
schönsten Blättern rechnet man: sein eigenes Bildniss; Henriette Maria; William 
Sanderson, nach Sonst (1650); William Baston; Francis Ronx, Prevost d'Eton 
(1656): Prinz Robert, nach Dobson; Thomas Fairfax, nach R. Walker; John 
Kevsey, nach Sonst. 
Faithorn, William, der Jüngere, Zeichner und Arbeiter in Sehwarzkunst, geb. 
zu London 1656, gest. 1686, war der Sohn und Schiller des Vorhergehenden. Seine 
besten Blätter sind: Maria. Stnart; Her Royal Highness Mary, Princess of Orange, 
beide nach Hanneman; Bildniss einer Dame als Flora; der Herzog von Schem- 
berg, beide nach M. Dahl: Serenissima Maria D. G. Angl. Scot. Franc. et Hiber. 
regina, nach J. Vandervaart; Richard Haddock, nach Klostermann; Johannes 
Moore, nach Kneller; König Karl I. von England als Märtyrer. 
Faivre, Antoine, geb. zu Besangon, ein derzeit zu Paris lebender Pcrträtmaler, 
der sich bei Picot gebildet. 
Faivre, Emil, ein tüchtiger französischer Blumen- und Früchtemaler, der zu 
Metz geboren wurde und den ersten Unterricht bei Marechal, dem Vater. genoss. 
Faivre, Francois, ein derzeit zu Paris lebender Porträt-, Genre- und Historien- 
maler, der zu Döle geboren wurde und ein Schüler von Couture war. Auf der 
grossen Kunstausstellung zu Paris im Jahr 1855 sah man von ihm ein hübsches Ge- 
mälde: der Verweis betitelt. 
Faivre-Duüer, Louis Stanislas, ein ausgezeichneter französischer Porträtmaler, 
geb. zu Nancy, war ein Schüler von Victor Orsel. Er scheint sich in seinen Bild- 
nissen, was treue schlichte Auffassung der Wahrheit, strenge und geschmackvolle 
Zeichnung betriift, Raphael zum Muster genommen zu haben. Namentlich wurde 
auf der grossen Pariser Kunstausstellung im Jahr 1855 unter seinen dort ausgestellten 
Porträts das in Pastell gezeichnete Köpfchen eines 12 bis lßjährigen Mädchens 
Wegen dem darin waltenden reinen und edlen Naturgeüihl, der Bestimmtheit der 
Zeichnung und der Feinheit der Modellirung allgemein bewundert. 
Falbe, Joachim Martin, Porträtmaler, geb. zu Berlin 1739, gest. daselbst 1782, 
lernte bei Harper und A. Pesne, und wurde 1764 zum Mitglied der Akademie 
ernannt. Er ätzte auch verschiedene Blätter nach Rembrandt oder in dessen Ge- IQ? 
schmack. Einige von denselben sind mit nebenstehendem Monogramm bezeichnet." 
Falcieri, Biagio, Maler, geb. zu Brentonieo 1628, gest. 1703, ahmte in seinen 
Bildern , deren man manche noch in Verona sieht und die zwar stark im Colorit, aber 
schwach in der Zeichnung sind, den P. Liberi nach. Man kennt auch ein einziges 
geistreich radirtes Pflatt von ihm, den heil. Hieronymus in der Wüste darstellend. 
Falcini, DOmEIIIOO, ein Kupferstecher und Formschneider, der zu Sienaä 
gegen Ende des 16. Jahrhunderts lebte. Mit dem ersten der nebigen Mono- F ü, 
gramme ist ein von ihm gestochenes Blatt bezeichnet, der anderen soll er sich 
auf seinen Holzstichen bedient haben. ü ü, 
Falck, Jeremias, Kupferstecher und Aetzer, geb. zu Danzig, wesshalb er sich, 
als polnischer Unterthan, auch Polonus schrieb, arbeitete meistens ausserhalb 
seines Vaterla-ndes zu Paris, woselbst er sich besonders nach Corn. Bloemaert, 
der durch seine dort gefertigten Blätter der Kupferstecherkunst einen neuen Anf- 
Schwllllg gab, nicht unter Fr. Chauve au, wie bisher angenommen wurde, gebildet 
Zu haben scheint; dann zu Kopenhagen, zu Stockholm, zu Amsterdam, wo er für 
das Qabinet de Reynst verschiedene Blätter ausführte, und zu Hamburg; wo er wahr- 
Scilelniich starb. Die gewöhnliche Angabe, sein Geburtsjahr sei 1629 gewesen, würde 
HPS 111 der Annahme zwingen, dass er eines seiner vorzüglichsten Blätter, das Bild- 
niss: ,.Lndovicus XIII. Franciae et Navarrae Rex Just. ab Egmont pinx. 1643" in 
seinem 14. Jahre gestochen, was kaum möglich ist. Auch scheint er nicht 1709
        

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